Persoenliches

Dienstag, 10. Juli 2007

Ich bin umgezogen

... weiter geht es auf http://doener.blogage.de/

Liebe verbliebene Leser! ;)

Lange habe ich nicht mehr gebloggt - aber es geht weiter!

Zusammen mit drei Freunden habe ich inzwischen ein Unternehmen gegründet. Wir wollen eine Social-Networking-Plattform für Blogger anbieten und haben nach über zweijähriger Entwicklungszeit inzwischen immerhin den Beta-Status unserer Software erreicht.

Dementsprechend werde ich auf diesem neuen Portal Namens blogage.de auf meinem Blog unter der Adresse http://doener.blogage.de/ weiterbloggen. Diesen Blog möchte, so wie er ist, aus historischen Gründen als Archiv enthalten. Neuigkeiten wird es von mir ab sofort aber nur noch auf meinem neuen Blog geben, den ihr natürlich als Feed abonnieren könnt.

Ansonsten wünche ich, frei nach Gorbatschow, allen Bloggern alles Gute. ;)

PS: Ich seid natürlich alle herzlich eingeladen, euch als Beta-Tester auf unserem Portal zu regstrieren. Geld können wir dafür leider nicht bieten - aber wer fleißig testet bekommt nach der Beta-Phase einen ansonsten kostenpflichtigen Advanced-Account für ein Jahr kostenlos.

Samstag, 24. März 2007

Rosebud

Nostalgische Kindheitserinnerung hat wohl fast jeder, wie ja überhaupt alles Vergangene immer aufgewertet wird. So manch einer aus der Generation der Väter und Großväter erinnert sich bei diesem Stichwort wahrscheinlich an das Errichten von Hütten in irgendeinem Wald.

Als jemand, der bereits im digitalisierten Zeitalter aufgewachsen ist, erinnere ich mich nicht zuletzt an Computerspiele. Spiele wie Monkey Island 2 oder The Legend of Kyrandia, die ich damals auf dem Amiga spielte. Anders als der Wald unserer Väter, der längst einer Reihenhaussiedlung weichen musste, gibt es diese Spiele heute noch. Dank ScummVM erwachen sie auch auf zeitgemäßen Rechnern und Betriebssystemen wieder zu neuem Leben. Und das kann man durchaus als Problem betrachten: Die prächtige Grafik der Erinnerung weicht ganz schnell der groben Pixelwirklichkeit von damals, die fesselnde Story der nostalgischen Erinnerung packt einen als Erwachsenen dann eben doch nicht mehr so wirklich. Klar, Monkey Island genießt nicht umsonst Kultstatus, der Humor der Reihe (insbesondere Teil 1 und 2) bleibt auch heute noch einzigartig. Und trotzdem: Aus der verklärten Kindheitserinnerung wird ganz schnell ein ganz normales Computerspiel. Und während Erinnerungen an einen Wald und eine Hütte in dieser Form tatsächlich ziemlich einzigartig waren, haben Millionen andere auf der Welt das Spiel ebenfalls gespielt.

PS: Wer nichts mit dem Titel dieses Eintrags anfangen kann, einfach mal googeln. ;)

Sonntag, 25. Februar 2007

Wohin im Leben?

In diesem Blog wird es selten persönlich. Aber heute ist so ein Tag. Ich bin nun 24 (schon seit ca. zwei Monaten) und ein Druck, der schon etwas länger auf mir lastet, ist nun größer denn je: Langsam sollte ich eine grundsätzliche Entscheidung treffen, wo ich im Leben hinmöchte. Gestern beschloss ich es trotz großer Vorbehalte zumindest mal in der Politik zu versuchen. Aber welche Partei?

Das Studium ist in gewisser Weise eine angenehme weitere Gnadenfrist nach der Schullaufbahn für alle diejenigen, die sich nach dem Abi immer noch nicht mit Familie, Haus mit Garten und festen Beruf sehen können. Weitere Jahre, in denen man die wichtigste Entscheidung seines Lebens aufschieben kann. Klar, keine Entscheidung ist endgültig, es kommt immer anders als man denkt und die wenigsten meines Alters werden ihr Leben lang denselben Beruf ausüben. Kennt ihr diese Teile, bei denen man oben eine Kugel hinneinwirft, die dann an bestimmten Punkten scheinbar zufällig entweder nach links oder rechts durch ein Labyrinth gelenkt werden? Zu Beginn ist es völlig unmöglich zu sagen, wo die Kugel am Ende rauskommen wird, je tiefer die Kugel jedoch gerollt ist, je mehr Entscheidungen schon getroffen wurden, desto unwahrscheinlicher werden einige der Ausgänge. So ähnlich stell ich mir manchmal das Leben vor: Möglich ist vieles aber je länger man sein Leben lebt, desto weniger Optionen sind wirklich noch wahrscheinlich.

Von diesem küchenphilosophischen Exkurs zurück zu meinem Problem: Ich würde es gerne mal in der Politik versuchen. Der Zeitpunkt könnte kaum besser sein: Politik gilt immer noch als lahm, Nachwuchs fehlt daher und ich bin interessiert, jung und habe neben dem Studium vergleichsweise viel Zeit. Die meisten Menschen, die in die Politik gehen, beginnen voller Ideale und Überzeugungen und ersetzen ihren Idealismus nach und nach durch Kompromissmus oder gehen an der Politik zu Grunde. Ich würde meine politische Laufbahn gleich mit einem Kompromiss beginnen: Der Wahl der Partei. Feste Ideale und Überzeugungen habe ich sowieso schon lange aufgegeben, die hatte ich mit vierzehn.

Ich werde nun kurz meine politischen Ansichten erläutern (ohne sie zu rechtfertigen, das wäre mindestens ein eigener Beitrag) und dann kurz die in Frage kommenden Parteien auf meine Einstellung abgleichen.

Meine politischen Ansichten

Der Grundpfeiler meiner politischen Überzeugung ist der Liberalismus. Ich wünsche mir die großtmögliche Freiheit für jeden einzelnen. Dabei bin ich aber nicht so staatsfixiert wie alte und neue Liberale (oder die, die sich so nennen). Die Freiheit von Menschen wird für mich auch durch Armut und prekäre Beschäftigungsverhältnisse bedroht.

Ich bin gegen volkswirtschaftlich schädliche Wirtschaftssubventionen und in meinen Augen sind alle Unternehmenssubventionen gesamtvolkswirtschaftlich schädlich. Einzelne profitieren natürlich immer aber unter dem Strich ist der Markt zumindest in einem absolut unschlagbar: Der effizienten Organisation und Bereitstellung der nachgefragten Waren und Dienstleistungen. Ausnahme: Zur zweckgebunden Bereitstellung öffentlicher Güter, die privatwirtschaftlich nicht bereitgestellt oder geschützte würden, können Subventionen fließen. So ist es in meinen Augen in Ordnung, ökölogisch wirtschaftende Landbauern gegenüber anderen Bauern besserzustellen, weil sie das kollektiv nachgefragte Gut Umwelt schützen, das vom Markt aber leider nicht geschützt wird.

Ich bin gegen den Fetisch Arbeit. Es ist höchste Zeit, dass sich unsere Gesellschaft politisch, kulturell und ökonomisch auf eine Zeit einzustellen beginnt, in der es nicht mehr Arbeit für alle gibt. Wir müssen einen Weg finden das immer größer werdende gesellschaftlich erwirtschaftete Gesamteinkommen nicht ausschließlich über Arbeit zu verteilen. Daher befürworte ich ein steuerfinanziertes bedingungsloses Grundeinkommen.

Ich bin in gesellschaftspolitischen Fragen liberal: Pro Homo-Ehe, pro Entkriminalisierung von Drogen, für die Wahrung unserer Grundrechte, für Maßregelvollzug, gegen Geheimdienste, den Verfassungschutz und gegen jegliche Zensur (vor allem, da ich sie für kontraproduktiv halte). Ich bin für Gleichberechtigung von Mann und Frau aber gegen gesellschaftlich verordnete Political Correctness, gegen den Feminismus (oder irgendeine andere Geschlechterideologie) als politisches oder gesellschaftliches Leitbild und damit auch gegen Quoten und die Verhunzung unserer Sprache durch das Binnen-I. Ich bin gegen das Ehegattensplitting und für die Gleichstellung aller Lebensentwürfe vor dem Gesetz. Ich bin dagegen, dass sich der Staat in das Privatleben von Menschen einmischt.

Ich bin als Atheist für eine Gleichberechtigung aller Religionen. Das heißt keinen Religionsunterricht an staatlichen Schulen, keine priviligierte staatlich organisierte Kichensteuer und keine Zuschüsse für die Gehälter von Geistlichen aus der Staatskasse.

Ich bin für einen starken Verbraucherschutz und für die Kennzeichnungspflicht von gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Ich bin aber dagegen die Forschung mit embryonalen Stammzellen so stark wie derzeit einzuschränken.

Ich bin für eine starke Verkürzung aller Monopolrechte auf höchstens 20 Jahre, von Patenten bis zum Urheberrecht. Ich bin gegen Softwarepatente, für die Bagatellklausel bei Tauschbörsennutzern und für eine Reform des Abmahnrechts, die Massenabmahnungen zum Zwecke der Bereicherung effektiv verhindert.

Ich bin für einen schlanken aber an den richtigen Stellen regulierenden Staat. Der Staat sollte sich meiner Meinung nach auf folgende Kernkompetenzen konzentrieren: Bildung, um Chancengleichheit sicherzustellen, soziale Tranferleistungen (Bürgergeld), um sozialen Ausgleich und Frieden sicherzustellen, öffentliche Güter (Justiz, Polizei, Militär, Umwelt- und Verbraucherschutz) bereitstellen und schützen und ganz wichtig: ein starkes, unabhängiges Kartellamt.

Ich bin für die Eurpäische Integration und für ein außenpolitisch starkes europäisches Gegengewicht zu Russland, USA und China. Ich befürworte ein deutliches Eintreten der EU im Sinne der Menschenrechte, egal gegenüber welchem Land.

Ich bin kein Pazifist aber gegen völkerrechtswidrige Kriege.

Nun zu den Parteien:

CDU:
Die CDU ist von allen Parteien am einfachsten abzuhandeln: Auf gar keinen Fall. Politische Schnittmenge: nicht vorhanden.

FDP: Als jemand mit überwiegend linkem Freundeskreis, ist es schon erschreckend für mich, in wie vielen Punkten meine politische Ansichten mit denen der FDP übereinstimmen. Die FDP ist mir zwar nicht liberal genug, aber immerhin sind Grundlagenkenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge deutlich zu erkennen. Ohne ein ausreichend hohes Grundeinkommen würde das Programm der FDP allerdings in einer sozialen Katastrophe enden. Daher: Nein. Mal davon abgesehen, dass ich mir die Mitgliederbasis der FDP rein vom Millieu her schon recht (klischeehaft) furchtbar vorstelle. Jung-dynamischen BWL-Studenten versuche ich im sonstigen Leben eher aus dem Weg zu gehen.

Bündnis '90/Die Grünen: Die Grünen haben schon mal einen entscheidenden Vorteil: Sie sind immerhin klar liberal in gesellschaftspolitischen Fragen. Leider schlägt dies bei den Grünen aber auch am stärksten in PC-Terror um. Von der Quote bis zum Binnen-I sind die Grünen führend. Das Grundeinkommen steht bei keiner im Bundestag vertreteten Parteien im Programm aber bei den Grünen hätte die Idee glaube ich noch die größten Chancen. Allerdings ist das auch ein Schwachpunkt: Die Grünen sind wirtschaftspolitisch einfach kaum definiert. Im Zweifel eher links - was immer das heißen mag - aber Neoliberale wie Oswald Metzger können da auch ungestört Parolen rechts der FDP-Linie verbreiten. Mein Eindruck: Bei den Grünen interessiert sich einfach kaum einer für Wirtschaftspolitik. Einerseits vielleicht nicht schlecht, weil man daher vielleicht wirklich relativ leicht etwas bewegen kann. Andererseits habe ich aber auch keine Lust, an der Parteibasis zunächst mal nur mit Tierrechts-, Friedens- und Gleichstellungsbewegten zu tun zu haben. Das ökologische Profil der Grünen ist für mich eher ein Plus, da ich den Schutz unserer Umwelt für defintiv eines der wichtigsten aktuellen und zukünftigen Themen halte. Allerdings halte ich nichts von den dogmatischen Einstellungen vieler Grüner gegenüber medizinischer Stammzellen- und Genforschung.

SPD: Die SPD hält am Fetisch Arbeit fest wie kaum eine andere Partei. Die SPD ist zwar liberaler als die CDU aber mindestens so subventionsgeil wie die Union. Auch die SPD befindet sich in einer Selbstfindungsphase. Unter Schröders Worthülsenpolitik "der Mitte" wurde sie zu den Asozialdemokraten, die Hartz IV inkl. Schnüffelstaat maßgeblich mitverbrochen hatte. Im Wahlkampf 2004 versuchte sie sich als klassisch linke Partei zu etablieren und ist jetzt in einer Großen Koalition gefangen.

Linkspartei.PDS: Die Partei ist ein Sammelbecken für alles, was sich links von SPD und Grünen sieht. Das stell ich mir Parteimitglied schon mal sehr anstrengend vor. Wenn Hardcore-Kommunisten auf SPD-frustrierte keynsianisch geprägte Gewerkschafter und attac-Aktivisten treffen, mag das mal einen Abend unterhaltsam sein. Dauerhaft kann ich mir aber vorstellen, meine Abende besser zu verbringen. Das Problem, das ich bei den meisten Linken sehe: Sie reden viel darüber, wie der Reichtum verteilt werden sollten, denken aber oft nicht darüber nach, wie dieser überhaupt erwirtschaftet wird. Man kann nicht über die Verteilung von Reichtümern reden ohne über den Wertschöpfungsprozess zu sprechen. Das bedingungslose Grundeinkommen wird von einem Teiul der Partei befürwortet - aber meist nur, weil das ja auch irgendwie sozial gerecht ist. Ich habe nicht das Gefühl, das dort wirklich auf breiter Basis der ökonomische Sinn eines bedingungslosen Grundeinkommens verstanden wurde. Ähnlich wie die Grünen ist die Linkspartei aber immerhin gesellschaftlich klar liberal.

Samstag, 3. Juni 2006

Kurzes Gastpiel bei den Adressdatensammlern

"TT-Promotion" in Düsseldorf

Als Student hat man immer Interesse etwas nebenherzuverdienen. Deshalb war ich hocherfreut als ich eines Tages eine Werbung in meinem Briefkasten vorfand, die 8 Euro die Stunde für "Promotion" versprach. Eine Adresse der angeblichern Firma Namens "TT-Promation" fehlte ebenso wie eine Website - nur eine E-Mail-Adresse bei T-Online war angegeben. Ich hab's trotzdem gewagt, da ich einen Zuverdienst zum BAföG momentan sehr gut gebrauchen könnte. Zwei Freunde hatten auch Interesse und so haben wir uns gestern und vorgestern einweisen lassen, heute den Job vor allem aus ethischen Gründen wieder geschmissen.

Ich will jetzt nicht die gesamte Story erzählen, sondern nur kurz über die Methoden der Adressdatensammler Auskunft geben. Geworben wurde mit einem VW Beetle, den es angeblich zu gewinnen gäbe. Das Geburtsdatum sei dabei die Losnummer, bei Dopplungen entscheide das Los. Wichtig ist den Adressdatensammlern vor allem das korrekte Alter (wegen Zielgruppenbestimmung) und die gültige Telefonnummer. Den für uns zuständen Subunternehmer, der wiederum ein Scheingewerbe (dazu später mehr) im Auftrag eines anderen führte, versicherte uns stets die Leute würden nur einmal angerufen werden, das ganze laufe direkt über VW und es sei eine Promotion für den VW Beetle. Die Karten gingen jedoch an eine Marketingfirma Namens "Alta" in Berlin, obwohl auch den Leuten immer wieder gesagt wurde, es handle sich um eine Aktion von VW. Gezahlt wurde nicht wirklich 8 Euro die Stunde, sondern 8 Euro pro 20 Karten, was sich nicht viel anhört aber nur schwer zu erreichen ist - viele Leute kennen inzwischen die Methoden der Adressdatensammler. Davon wiederum gelten auch nur sog. "Netto-Karten", das sind Karten, die komplett ausgefüllt wurden (vor allem mit Geburtsdatum und Telefonnummer) und in denen ein Satz, der sinngemäß lautet "Hiermit verkaufe ich meine Seele, macht mit meinen Daten, was ihr wollt" nicht durchgestrichen wurde. Alle anderen Karten werden sofort aussortiert und nehmen so auch nicht am angeblichen Gewinnspiel teil (ob es das wirklich gibt, weiß ich nicht).

Um Steuern und Abgaben zu sparen, muss man selbst erst für 25 EUR (in Düsseldorf) ein Gewerbe anmelden, also in die nicht legale Scheinselbständigkeit treten. Außerdem wird man angewiesen, auch Leute auf der Straße anzuquatschen, obwohl dies eine Genehmigung des Ordnungsamts bedürfte, die aus Kostengründen nicht eingeholt wird. Erwischt einen das Ordnungsamt bei dieser Ordnungswidrigkeit, droht einem als scheinselbständiger Unternehmer die volle Höhe des Bußgeldes. Als Arbeitszeit wird wie gesagt nur die Zeit abgerechnet, in der mindestens 20 Nettokarten pro Stunde mit vollständigem Datensatz erfasst wurden. De facto sind viele der eingesammelten Karten Bruttokarten. Die Zeit, die man benötigt, um das Kürzel einzutragen wird nicht vergütet. Geld wird nur gezahlt, wenn ein Scheingewerbe angemeldet wird (so weit ist es bei uns natürlich nicht gekommn). Wer länger dort arbeitet, wird pro Karte bezahlt - ein Datensatz wird dann mit 40 Cent vergütet. Der für uns zuständige scheinselbständige Subunternehmer bekam aber schätzungsweise ein Euro pro Datensatz.

Sonntag, 26. Februar 2006

Ein Ausflug in die frühe Jugend

Die Sendepause des Blogs lässt sich folgendermaßen erklären: Ich habe eine Zeitreise gemacht.

4 Tage unter der Erde ohne Sonnenlicht, nur das wärmende Licht eines CRT-Monitors und das etwas weniger wärmende Licht von drei weiteren TFT-Bildschirmen. Ich war auf einer privaten LAN-Party. So wie früher. Nur Pizza und Chips gegessen, Coke getrunken, ab und zu ein Bier, tagsüber im Keller geschlafen. Heute das erste Mal seit vier Tagen wieder Sonnenlicht gesehen. Good to be back.

Sonntag, 4. Dezember 2005

Einfach und gerecht

Billige Polemik ist eigentlich nicht mein Stil. Aber als ich mir dieses Foto bei SPON angesehen habe, musste ich einfach das daraus machen:

kirchhof>

Samstag, 3. Dezember 2005

Es weihnachtet sehr

Ist es den Leuten nicht peinlich mit Nikolausmützen durch die Stadt zu laufen?

Meinjanur ...

Donnerstag, 24. November 2005

Schreck am Abend

Das war heute in meiner Mailbox:

Trojaner im Server-Netz des Universitätsrechenzentrums

In der vergangenen Nacht von ca. 0 bis 7 Uhr hat ein Trojaner auf einem gehackten Windows-Rechner im Server-Netz des Universitätsrechenzentrums sein Unwesen getrieben. Er hat sich dem Router gegenüber als der Server zu allen IP-Adressen im Subnetz ausgegeben, die in Wirklichkeit nicht für ihn bestimmten Nachrichten entgegen genommen und dann erst an die eigentlichen Server weitergegeben. (Vermutlich eine Art man-in-the-middle-attack). Die Verbindungen zu den echten IP-Adressen scheiterten erst, als der gehackte Rechner gegen 7.00 Uhr seine Arbeit eingestellt hat.

Wir wissen (noch) nicht, was der Rechner sonst mit den Daten angestellt hat. Es ist aber möglich, dass Passwörter aus unverschlüsselten Verbindungen (beim Mail-Abruf über POP3 und IMAP oder bei einem nicht-anonymen FTP-Login) ausgespäht und weitergegeben wurden.

Nach den Aufzeichnungen der Verbindungen unseres POP3-/IMAP-Servers war Ihre Benutzerkennung XXXXX betroffen.

Wir raten Ihnen deshalb, Ihr Passwort zur Benutzerkennung
XXXXXX
unverzüglich zu ändern. Unsere Seite zum Ändern des Passwortes finden Sie unter https://mail.rz.uni-duesseldorf.de/user/ .

Mit freundlichen Grüßen -
für das Server-Team des Universitätsrechenzentrums [...]


Zwei Fragen, die sich mir in solchen Situationen aufdrängen:

1. Warum ist der Router so konfiguriert, dass er auf den ARP-Request eines dahergelaufenen Windows-Rechners reagiert?
2. Warum bietet die Uni nicht endlich POP3/SMTP und IMAP über eine sichere TLS/SSL-Verbindung an?

Allerdings muss man die Architekten von Windows an dieser Stelle loben: "Die Verbindungen zu den echten IP-Adressen scheiterten erst, als der gehackte Rechner gegen 7.00 Uhr seine Arbeit eingestellt hat."

Die Instabilität eines Windows-Rechners ist offenbar die beste Absicherung, wenn dieser ein Trojanisches Pferd ausführt.

Donnerstag, 13. Oktober 2005

In eigener Sache: Universität im Ausland gesucht

In eigener Sache:

Ich studiere un im dritten Semester Bachelor Sozialwissenschaften an der Uni Düsseldorf und würde gerne ein Semester im Ausland verbringen. Da ich BAföG-Empfänger bin, würden alle Reisekosten sowie zusätzlich Studiengebühren in Höhe von bis zu 4.600 € pro Jahr (für ein oder zwei Semester) übernommen werden. Kennt jemand von euch einen empfehlenswerten englischsprachigen Studiengang z.B. in Schweden, Holland, Kanada, USA, Australien oder Großbritannien, der dem Bereich Politik oder Soziologie bzw. allgemeiner "Social Sciences" zugeordnet werden kann und nicht mehr als 4.600 € Studiengebühren im Monat kostet? Dann bitte in den Kommentaren schreiben oder per Mail an stephan(punkt)doerner(at)uni-duesseldorf.de. Würde mich sehr freuen, schon mal jetzt vielen Dank an alle, die antworten!

Sonntag, 2. Oktober 2005

Lob der Unvernunft

5er_bmw

Bildquelle: mobile.de

Zur Zeit bin ich von dem unbändigen Wunsch beseelt, einen 5er BMW zu kaufen, genauer einen BMW 524/525 td wie diesen hier aus der E34-Reihe. Es gibt ungefähr 1000 gute Gründe, die dagegen sprechen: die Tatsachen, dass ich kein Auto brauche - und schon gar keinen 5er BMW, dass immense Kosten auf mich zukämen (vom Kaufpreis spreche ich dabei nicht), dass ich zur Zeit von recht wenig BAföG lebe und dass zu allem Überfluss auch noch Studiengebühren auf mich zukommen werden, wenn Rüttgers entgegen aller Beteuerungen nun auch BAföG-Empfänger zu Kasse bitten will, um nur einige zu nennen.

Das ist die eine Seite, die "mal vernünftig" betrachtete Seite. Jetzt aber kommt die andere. Als armer Student einen leicht schrottigen 5er BMW zu fahren ist ja, um mit Max Weber zu sprechen, sicher kein Ausdruck einer zweckrationalen Entscheidung. Es ist vielmehr das Trotzen aller heutzutage so viel beschworeren Sachzwänge, einem sich dem Zeitgeist des Sparzwangs und der pragmatischen Vernunft widersetzendes Lebensgefühl das sagt: "Seht her, ich kann, wenn ich will - ja, die Spritpreise sind hoch, ja es kostet eine Menge Geld - aber das alles ist es mir wert, die 'Freude am fahren' ®".

Ich würde ja nicht einfach ein Auto kaufen, sondern z.B. auch ein Stück Biografie. "Wisst ihr noch damals, als ich mir als armer Student den 5er BMW gekauft habe? War ich verrückt, aber ich wollte das Teil unbedingt fahren ..." - sowas kommt doch gut, wenn später mal über seine Jugend spricht! Wenn ich mir so einen Wagen mit dreißig kaufen würde, zu einem Zeitpunk also, an dem ich - hoffentlich - selbst Geld verdiene, wäre das irgendwie peinlich. Man würde wahrscheinlich vermuten, dass damit einen wirtschaftlichen Status vortäuschen wolle, den ich nicht habe. Der 5er, das Auto aller Aufsteiger und vor allem jener, die es werden wollen - nein mit dreißig fahre ich dann Ente oder so. Jetzt, Student und pleite, ist genau die richtige Zeit, einen 5er zu fahren. Rein irrational betrachtet. ;)

FUCKUP Weblog

Zeitgeist-Blog und Meta-Medium

FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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