Markt und Konsum

Samstag, 10. Februar 2007

Kultur und Software als öffentliche Güter im digitalen Zeitalter

Software und Kultur werden größtenteils immer noch als privatrechtliches Produkte verstanden mit rechtlich klar geregelten Verfügungsrechten. Lizenzen bestimmen bei proprietärer Software und Kulturgütern, wer ein Nutzungsrecht besitzt und wer nicht. Wie bei allen imatriellen Gütern lässt sich diese privatrechtliche Ordnung, die aus der kapitalistischen Produktionsweise für matrielle Güter übernommen wurde, nur mit Gewalt durchsetzen. Alleine durch die technischen Möglichkeiten des freien Kopierens und Austauschens von Daten beliebiger Art in Zeiten des Internets, werden Software und Kultur ganz automatisch faktisch zu öffentlichen Gütern, von dessen Nutzung man niemanden ausschließen kann, der weiß, wie man eine Tauschbörse benutzt.

Zwar wird durch Kopierschutzmaßnahmen wie DRM versucht, den proprietären Charakter von Kultur und Software aus der Zeit vor dem Internet beizubehalten, indem die Verfügbarkeit künstlich verknappt wird - alle diese Methoden sind jedoch zum Scheitern verurteilt. Den Kopierschutz einmal geknackt, lässt sich jeder digitale Inhalt verlustfrei beliebig oft kopieren.

Die Wurzeln westlicher Verfügungsrechte

Bevor die ersten Europäer nach Amerika kamen, kannten die Innus (indigene Bewohner der Region um Québec) keine Verfügungsrechte. Ähnlich wie in der Allmende des europäischen Mittelalters, die jeder frei nutzen konnte,durfte jeder Innu jagen, was er immer er wollte. Die Jagdgründe waren Allgemeingut.

Als die europäischen Einwanderer die Biberpelze bei den Indianern nachfragten, begannen diese die Biberpopulation durch die Jagd fast komplett auszurotten. Die Struktur der Verfügungsrechte motivierte keinen der Ureinwohner dazu, den gemeinsamen Jagdgrund zu schonen. Diese sogegannte Tragik der Allmende tritt bei allen öffentlichen Gütern auf: Hätte einer der Innus die gemeinsamen Jaggründe geschont, hätten alle von der positiven Wirkung dieses Verhaltens profitiert. Die Kosten allerdings - in diesem Fall der entgagende Gewinn durch die weniger getauschten Felle - müsste er individuell tragen. Wenn sich in einer solchen Anreizstruktur jedes Individuum streng rational nach dem homo oeconomicus-Modell verhält, kommt ein Ergebnis zustande, das allen schadet.

Der ökonomische Sinn von Verfügungsrechten

Die Tragik der Allmende kann bei Gütern, die sich privatrechtlich organisieren lassen, durch die Festlegung von Verfügungsrechten durchbrochen werden. Hätte jeder Innu einen klar abgegrenztes Gebiet der Jagdgründe für sich allein besessen, hätte aus ganz eigenem Interesse die Jagdgründe nur soweit genutzt, dass sich die Population erholt, um seine Einnahmequelle nicht zu verlieren. Selbiges gilt für die privatrechtliche Aufteilung der gemeinsam genutzten Allmende des Mittelalters, die damals regelmäßig überweidet wurde und so vielerorts kaum noch nutzbar war.

Software und Kultur als öffentliche und private Güter

Kultur war schon immer ein öffentliches Gut. Das gemeinsame kulturelle Erbe wie Volkslieder, Sagen und Märchen gehörten nie einem allein, sondern waren Teil eines kollektiven gemeinsamen Kulturschatzes, auf den jeder zurückgreifen konnte.

Erst das 20. Jahrhunderte brachte kulturelle Erzeugnisse mit festgelegten Verfügungsrechten in größerem Umfang. Das noch relativ junge Urheberrecht privatisierte die Kultur, obwohl hier nie eine Allmende-Problematik bestand. Der Grund bestand vor allem darin, dass man eine Anreizstruktur für Künstler schaffen wollte, kreativ tätig zu werden. Während das kontinentaleuropäische Urheberrecht dabei mehr die Interessen des eigentlichen Urhebers berücksichtigte, war das angloamerikanische Copyright von vorne herein eher auf die Rechteverwerter zugeschnitten.

Aber auch das kontinentaleuropäische Urheberrecht folgt längst nicht mehr den Bedürfnissen der Urheber, sondern den Berdürfnissen der Content-Industrie, die durch eine mächtige Lobby hüben wie drüben mit der Politik verbandelt ist. Urheber- und Copyrightsbestimmungen werden nicht die neuen digitalen Realitäten angepasst, sondern ständig verschärft. Die zunächst mit dem Argument der Bekämpfung des Terrorismus eingeführte lückenlose Überwachung des Internets in der EU wird inzwischen auch schon für Verfolgungen von Urhberrechtsverletzungen diskutiert, was die Industrie seit langem fordert. Sowohl angelsächschies Copyright als auch kontintaleuropäisches Urheberrecht wurden immer wieder verlängert - inzwischen weit über den Tod des Urheberrs hinaus.

Nehmen wir den Musiker. Er sitzt in seiner Bude und denkt sich: Soll ich eine Band gründen? Und dann denkt er sich: Die Laufzeit des Urheberrechts beträgt nur 50 Jahre - wenn es 95 Jahre wären, dann würde ich sofort eine Band gründen . . . (lacht).

Lawrence Lessig in der Süddeutschen Zeitung

Alternative: Kulturflatrate

Um die ökonomischen Vorteile einer Kulturflatrate gegenüber der klassischen Monopolisierung imatrieller Güter zu beschreiben, möchte ich etwas weiter ausholen:

Wenn eine Autobahn gebaut und deren Nutzung gratis ist, wird sie jeder nutzen, für den es sinnvoll erscheint - andere Erwägungen spielen keine Rolle. Die Autobahn wird also optimal ausgenutzt. Nehmen wir an, nun würde eine Maut eingeführt. Von nun an muss jeder Autofahrer zwischen zwei Präferenzen abwägen:

- Die Präferenz schnell mit dem Auto irgendwo hinzukommen
- Die Präferenz nichts zahlen zu wollen

Je nachdem, welche Präferenz stärker ausgeprägt ist, wird dann die Autobahn genutzt oder eben nicht. In vielen Fällen würde auf kostenlose Landstraßen ausgewichen. Insgesamt aber wird die bestehende Autobahninfrastruktur jedenfalls sehr viel schlechter genutzt und die, die sie dann noch nutzen, müssen sehr viel mehr pro Kopf zahlen. Dabei ist die Autobahn sogar noch ein Gut mit begrenzter Konkurrenz im Konsum: Manch einer der Stau steckt wünschte sich vielleicht sogar mehr für die Autobahn zu zahlen und dafür freie Fahrt zu haben.

Nun zur Kulturflatrate: Digitale, technisch problemlos zu kopierende Inhalte sind Güter ohne Konkurrenz im Konsum. Ob jemand anderes 20 GB Songs auf seinem iPod hat oder gar keine tangiert mich nicht. Durch Tauschbörsen wird die Infrastruktur zur freien Verteilung von digitalen Inhalten völlig kostenlos zur Verfügung gestellt.

Bei der bisherigen Rechtslage ist es jedoch so, dass man zwischen zwei Präferenzen abwägen muss, so lange ich sich nicht strafbar machen will:

- Kulturkonsum
- kein Geld ausgeben

In sehr vielen Fällen wird die Präferenz, kein Geld ausgeben zu wollen, stärker sein als die Präferenz einen betsimmten Film zu sehen oder ein Musikstück zu besitzen und abspielen zu können. Die vorhandene "Kulturinfrastruktur" wird also sehr viel weniger genutzt, als es möglich wäre.

Kultur ist ein universelles Gut, das eigentlich jeder Mensch nutzt. In irgendeiner Form konsumiert jeder Mensch Kulturgüter, seien es nun Bücher, Filme, Musik oder Hörspiele. Man könnte nun errechnen, wieviel Prozent des Einkommens die Deutschen 2004 für DVDs, Musik und andere digitale Inhalte ausgegeben haben (lassen wir Bücher mal raus, da die weitgehend noch offline rezepiert werden). Dies ließe sich dann auf eine Steuer umlegen, da ja jeder solche Inhalte nutzt - der eine mehr der andere weniger. Das damit eingenommene Geld könnte über einen Schlüssel, der per Digital Rights Managemnt-System errechnet wird, unter den Autoren verteilt werden.

Der Konsument könnte mit einer Pauschalabgabe so viel Filme und Musik herunterladen wie er nur wollte - er muss sich nicht mehr zwischen zwei Präferenzen entscheiden. Im Schnitt wäre der Betrag, den der einzelne Konsument dafür im Jahr zahlt, etwa gleich hoch wie bisher - bei dem einem mehr, beim anderen weniger als er vorher zahlte. So ziemlich jeder würde aber dann mehr digitale Inhalte nutzen, da ja eine Kulturflatrate bestehenn würde.

Die Urheber der Werke, vor allem Musiker, würde viel besser entlohnt als bisher. Das jetztige System stammt noch aus einer Zeit, in der die Verwertungsindustrie ein Monopol auf die Verbreitung von Inhalten hatte. Ihre Dienstleistung, Inhalte auf Medien zu pressen und die Vertriebskette zum Konsumenten zu organisieren ist in Zeiten von Tauschbörsen überflüssig. Sie wären die einzigen Verlierer.

Kooperationseffizienz bei nichtmatriellen Gütern

Konkurrenz ist die treibende Kraft jedes Marktmechanismus. Bei matriellen Gütern ist die Effizienz der Konkurrenz kaum zu schlagen. Anbieter konkurrieren darum die beste Ware zum niedrigsten Preis anzubieten. Insbesondere, wenn Transparenz auf Seiten der Verbraucher herrscht, wie es Preissuchmaschinen im Internet immer mehr gegeben ist, funktionieren die modelltheoretischen Annahmen der vollständigen Konkurrenz bei matriellen Gütern recht gut, auch wenn dieses Modell auch verschwenderische Auswüchse erzeugt. Ein Beispiel sind die parallel verlegten Eisenbahnschienen konkurrierender Gesellschaften in der Zeit der Industrialisierung der USA.

Bei nichtmatriellen Gütern wie Wissen und Software, setzt sich vermehrt ein Mischsystem aus Kooperation und Konkurrenz durch. Große Teile der Wirtschaft setzten inzwischen auf Open-Source-Software wie Linux, Apache und MySQL.

Der Vorteil: Niemand muss das Rad neu erfinden, doppelte und an sich unnütze Mehrarbeit bleibt erspart. Konkurriert wird um Support, nicht mehr um das Anbieten der Software-Lizenz. Die kooperativ ausgerichtete GNU General Public License schreibt jedem Nutzer jediglich vor, Änderungen am Quellcode ebenfalls wiederum der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Auch wenn sehr viele Unternehmen die Gratis-Software gerne nutzen, musste man ihnen das Konzept der Kooperation leider sehr oft erst gerichtlich aufzwingen, wie die Dokumentation unter gpl-violations.org zeigt. Für jedes einzelne Unternehmen ist es dennoch preiswerter, die bereits vorhanden Open-Source-Software zu nutzen und für die eigenen Bedürfnisse anzupassen, als die gesamte Software von Grund auf neuzuschreiben, nur um das Ergebnis unter Verschluss zu halten. Das Ergebnis ist eine Fülle von Open-Source-Software für alle möglichen Anwendungen. Der Linux-Kernel beispielsweise verrichtet inzwischen von Kleinstgeräten wie Handys und Smartphones bishin zu den meisten Supercomputern seine Arbeit. Jedes Unternehmen und jede Privatperson kann inzwischen aus einer Fülle Freier Software völig umsonst wählen, die bereits für alle möglichen Anwendungsgebiete optimiert wurde. Fast alle Webunternehmen, die in der Phase des Web 2.0 groß wurden, hätte es ohne das kooperative Modell der Open-Source-Software nicht gegeben. Branchengrößen wie Sun und IBM haben inzwischen einen Großteil ihrer Software auf Open-Source-Modelle umgestellt. John Gage, Mitgründer und Chef-Wissenschaftler von Sun Microsystems glaubt beispielsweise, dass in nicht aller zu ferne Software so gut wie jede Unternehmenssoftware Open Source sein wird. Das kooperative Modell ist im Bereich nichtmatrieller Güter effizienter als das des konkurrienden Markts.

Links
- Zur Person Lawrence Lessig: Website, Blog
- Creative Commons Deutschland
- netzpolitik.org zum Thema: Digital Rights, Creative Commons, Urheberrecht
- Wikipedia zum Urheberrecht
- Wikipedia zum Copyright
- Piratenpartei Deutschland

Dienstag, 26. September 2006

Business 2.0: Profit durch Abhängigkeit

Der Kapitalismus mit seinem Marktmechanismus hat für Produzenten den Vorteil, dass sie Waren ungehindert produzieren und verkaufen können und gleichzeitig aber den Nachteil, dass alle anderen dies auch tun können. Dies sorgt für Konkurrenz, Preiswettbewerb und somit eher niedrige Gewinnspannen.

Daher begrüßen es die Konzerne auch, wenn der Staat private Monopole errichtet und schützt, beispielsweise in Form von Patenten, die den Markt einschränken und Konkurrenz verhindern.

Wir kennen die Strategie der Abhängigmachung des Konsumenten, um daraus Profit zu schlagen z.B. von Druckern, Spielekonsolen oder proprietärer Software. Es wird eine Schnittstelle geschaffen - beispielsweise eine patentierte Druckerpatronentechnik oder ein nicht offen dokumentiertes Dateiformat - die zum Benutzen des Produkts erfoderlich ist. Das Produkt an sich wird preiswert verkauft, oft ohne Gewinn, manchmal gar künstlich subventioniert, wie im Falle von Tintenstrahldruckern oder Spielekonsolen. Geld wird dann über Lizenzen verdient, die es Herstellern erlauben Spiele für das Konsolensystem zu verkaufen oder eben über den Verkauf patentierter Druckerpatronen. Im Falle proprietärer Software wird oft das Programm zum Lesen des Dateiformats kostenlos abgegeben, damit es sich als Quasi-Standard etabliert, für das Erstellen solcher Dateien werden aber hohe Lizenzgebühren verlangt (z.B. für MP3-Dateien oder Adobe Flash).

Was wir aus dem Bereich der Elektronikgeräte und Software schon lange kennen, ist aber längst auch schon in der "Old Economy" als Geschäftsmodell angekommen:

Würde man ein Auto gleich welcher Marke aus Ersatzteilen zusammenkaufen, würde es etwa viermal so viel kosten wie der Neuwagen - und das gilt nur für die Ersatzteilkosten. Also ohne den Arbeitslohn. [...] "In Deutschland verdienen die Automobilkonzerne jährlich 2,4 Milliarden Euro mit dem Ersatzteilgeschäft. Finanzierung und Ersatzteile machen zwar nur zwanzig Prozent des Umsatzes aus, zusammengenommen aber mehr als 95 Prozent des Konzerngewinns", sagt Brandt weiter.
Quelle: www.heute.de

Dienstag, 12. September 2006

Die 50 teuersten AdWords von Google

Mannomann. 46.43 € ist ein einfacher Klick einer Detektei in Essen offenbar wert, wenn man dieser Liste glauben kann. Die 50 teuersten Google AdWords sind demnach:


1 detektei essen 46.43 €
2 detektei dresden 39.87 €
3 detektei stuttgart 37.25 €
4 detektiv berlin 34.78 €
5 detektei köln 31.83 €
6 detektei hamburg 29.10 €
7 detektiv münchen 28.85 €
8 anwalt für arbeitsrecht 27.84 €
9 detektei dortmund 25.98 €
10 detektei bielefeld 25.86 €
11 detektei münchen 25.85 €
12 detektei in 25.33 €
13 detektei oldenburg 24.58 €
14 detektei offenbach 24.45 €
15 detektei münster 23.95 €
16 detektei frankfurt 22.80 €
17 arbeitsrecht anwalt 22.68 €
18 detektei heilbronn 21.58 €
19 detektei augsburg 19.56 €
20 detektive 19.24 €
21 detektivbüro 19.10 €
22 fingerabdrücke 18.99 €
23 detektei hannover 18.94 €
24 ausbildung zum detektiv 18.37 €
25 detektei 17.70 €
26 wirtschaftsdetektei 17.15 €
27 detektei gelsenkirchen 16.82 €
28 easy kredit 16.55 €
29 rechtsanwälte für arbeitsrecht 15.87 €
30 citibank kredit 15.83 €
31 detektei aachen 15.77 €
32 detektei kassel 15.52 €
33 detekteien 15.41 €
34 privatdetektive 15.39 €
35 delta kredit 15.13 €
36 privatdetektiv 14.93 €
37 detektiv hamburg 14.92 €
38 detektei düsseldorf 14.61 €
39 detektiv ausbildung 14.58 €
40 detektei bremen 14.15 €
41 detektivbüros 13.98 €
42 rechtsanwalt für arbeitsrecht 13.49 €
43 wirtschaftsdetektiv 13.34 €
44 arbeitsrecht düsseldorf 13.33 €
45 detektei bochum 13.17 €
46 barmenia 12.46 €
47 private krankenversicherung 11.56 €
48 internet detektiv 10.80 €
49 privatkrankenversicherung 10.45 €
50 private krankenversicherungen 10.22 €

Donnerstag, 6. April 2006

Bier Top 14 in Deutschland

Angeblich "exklusiv" für die Bild hat der Branchendienst "Inside Getränke-Markt" eine Top-Liste der beliebtesten Biere der Deutschen zusammengestellt. Hier die Liste und was ich von den Bieren halte. Doch zunächst ein Disclaimer:

Es handelt sich hier ausschließlich um meine unmaßgebliche Meinung. Ich halte Beck's-Trinker nicht automatisch für schlechte Menschen ;) und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich sowieso nicht streiten. Bloggen allerdings schon:

Platz 1: Krombacher (Vorjahr: 1)
(Find ich überhaupt nichts besonderes. Ein typisches Fernsehbier ohne viel Charakter.)

Platz 2: Bitburger (Vorjahr: 2)
(Find ich ab und zu ganz lecker. Hat meiner Meinung nach schon was "eigenes".)

Platz 3: Warsteiner (Vorjahr: 3)
(siehe Krombacher)

Platz 4: Beck's (Vorjahr: 6)
(Bah! Der Niedergang der Bierkultur! Ein Verbrechen!)

Platz 5: Hasseröder (Vorjahr: 5)
(Das Bier für den gemeinen Ossi. ;) Nie probiert)

Platz 6: Veltins (Vorjahr: 4)
(Nichts besonderes)

Platz 7: Radeberger (Vorjahr: 7)
(Absolutes Premiumpils. Vollmundig, frisch, lecker.)

Platz 8: Königs Pilsener (Vorjahr: 8)
(Das langweiligste Pils, das ich kenne. Wenn es eine Pils-ISO-Norm gäbe, Königs Pilsener würde sie nicht nur erfüllen, sondern definieren.)

Platz 9: Erdinger (Vorjahr: 10)
(Des Erdinger Weißbier, des is' scho' a leckres. Zwar a' Fernsehbier und kommt auch lange nicht an Franziskaner ran - aber ein gutes solides Weißbier ist das allemal.)

Platz 10: Holsten Pilsener (Vorjahr: 9)
(Habe ich glaube ich nie getrunken.)

Platz 11: Jever (Vorjahr: 11)
(Ein Bier mit Charakter! "Friesisch herb" hält, was es verspricht. Habe mir eben noch ein Sixpack für heute Abend geholt. Das wird ein Genuss. Trotzdem kein Bier für jeden Tag, dafür schmeckt es zu "extrem".)

Platz 12: Paulaner (nur Weißbier) (Vorjahr: 13)
(Kein Weißbier schmeckt wirklich schlecht - so viel kann man da offenbar nicht falsch machen. Aber es gibt bessere.)

Platz 13: Diebels (Vorjahr: 12)
(Ich verstehe bis heute nicht, warum eines der schlechtesten Altbiere (allerdings noch vor Hannen und Schlösser) das populärste ist.)

Platz 14: Franziskaner (Vorjahr: 14)
(Perfektes Weißbier! So muss es schmecken, feste Schaumkrone, viel Charakter, vollmundig und prickelnd.)

Diskussion dazu auf dem FUCKUP Wiki

Freitag, 24. März 2006

Privatkopie, neues Urheberrecht und OpenSource-DRM

Music is the peoples - down witz DRM!
Quelle: sueddeutsche.de, Originalquelle: crftp.com

In einem Interview auf SPON verteidigt Bundesjustizministerin Brigitte Zypries die neue gesetzliche Regelung zum Urheberrecht, in der nicht nur die geplante Bagatellklausel nicht enthalten ist, sondern u.a. bis zu drei Jahre Haft für Filesharer vorgesehen ist. Wer immer das Interview geführt hat, hat sich vorher leider offenbar nicht eingehend informiert. Die Kritik am Wegfall der Bagatellklausel wird zwar zitiert, nicht jedoch die ebenfalls u.a. von Verbraucherschutzverbänden kritisierte verschärfte Regelung für Internet-Tauschbörsen.

Besonders sinnig fand ich ja im übrigen schon immer die seit der letzten Novellierung bestehende Regelung zur Privatkopie, z.B. um eine CD auch im Auto oder auf dem iPod hören zu können:

Privatkopien sind zulässig, soweit es sich um einzelne Vervielfältigungen für den privaten Gebrauch handelt und dabei keine offensichtlich rechtswidrigen Vorlagen benutzt werden. Und natürlich darf kein Kopierschutz geknackt werden.
Brigitte Zypries im Interview auf SPON

Mit anderen Worten: Das Recht auf Privatkopie blieb als Feigenblatt erhalten, während für die Industrie ein Scheunentor geföffnet wurde, diese zu kriminalisieren: Es reicht, wenn ein Medium kopiergeschützt ist - schon ist die Privatkopie illegal.

Ebenso sinnig ist nun auch die Argumentation im Bezug auf eine fehlende gesetzliche Regelung bezüglich proprietärer Digital Rights Management (DRM)-Systeme. In Frankreich müssen DRM-Systeme bald einem gesetzlich vorgeschrieben einem Standard folgen, damit ein Konsument einen legal erworbenen Song auch auf allen Geräten abspielen kann. Apple hat Frankreich deshalb bereits mit Unterstützung der US-Regierung den Krieg erklärt. Davor hat die deutsche Regierung offenbar Angst. Zypries' Argumentation bezüglich der Ablehnung eines einheitlichen DRM-Standards:

Zypries: Ich glaube nicht, dass der Gesetzgeber gut beraten wäre, wenn er selbst regelte, welcher MP3-Player welche Formate vertragen muss. Dies sollten wir dem Markt überlassen. Die Verbraucher werden DRM-geschützte Inhalte, die sie nicht auf den gewünschten Geräten abspielen können, auch nicht kaufen. Problematisch wird das erst dann, wenn jemand eine marktbeherrschende Stellung hat und den Wettbewerb behindert.
Quelle: SPON

Und problematisch wird es vor allem dann, wenn kein DRM-Standard vorliegt und so Monopolist Apple mittels proprietären DRM-System, den iPods und dem iTunes Music Store einen Quasi-Standard etabliert durch den Konkurrenten keine Chance haben. Wer einen iPod besitzt und DRM-verküppelte Songs außerhalb des iTunes Music Stores kauft, kann sie auf diesem nicht abspielen. Umgekehrt kann niemand Songs aus dem iTunes Music Store auf anderen Mp3-Playern als denen von Apple abspielen. Wenn das keine Verhinderung des Wettbewerbs ist, was dann? Zum Glück gibt es abseits davon ja immerhin auch noch Onlineshops, die komplett auf die DRM-Verküppelung ihrer Songs verzichten. Diese Songs sind damit überall und ohne Einschränkungen abspielbar und schonen außerdem den Akku des Mp3-Players.

Bisher bedeutete Besitz, dass man das volle Verfügungsrecht über sein Eigentum hatte. Bücher, Musik, Filme, Spiele oder Software, die den geplanten Vervielfältigungs- und Verbreitungsrestriktionen unterliegen, kann man praktisch nur noch mieten oder in verkapselten Formen erwerben.
Peter Glaser über DRM

Lawrence Lessig
"Hmm. Why won't this song play?" - Professor Lawrence Lessig

Der britische Szene-Dienst TheRegister wundert sich derweil über Lawrence Lessig. Der Apologet freier Formate gab dem jüngst von Sun vorgestellten OpenSource-DRM unerwartet seinen Segen.

Freitag, 17. Februar 2006

Kostenlos telefonieren mit GoYellow

Eine Flash-Animation auf der GoYellow-Website zeigt, wie man über GoYellow kostenlos telefonieren kann. Man sucht sich seinen Gesprächspartner heraus, trägt seine eigene Telefonnummer ein und bittet online um einen Rückruf. GoYellow ruft dann zurück und verbindet einen mit dem gewünschten Gesprächspartner. Aber wie soll sich das finanzieren? Wird das Telefongespräch durch Werbung unterbrochen? Jetzt gerade um 2:20 Uhr kann ich das leider nicht austesten ;) ...

Und ein Blog führt GoYellow jetzt auch. Und zwar mit "mit allen aktuellen Neuigkeiten über das Internet-Branchenbuch GoYellow, Paris Hilton und Borussia Dortmund". Naja.

Nachtrag:

Dieser Blog-Eintrag macht schon mal schlauer. Das ganze funktioniert ohne Regestrierung aber nur von 8:00 bis 22:00 Uhr und ist auf 15 Minuten beschränkt. Der Service scheint werbefrei zu sein.

Montag, 9. Januar 2006

"Ohne Kopierschutz" - endlich wieder echte CDs!

So genannte "Un-CDs" führten zu viel Ärger: Die von Philips Compact-Disc-Standard abweichenden und um immer neue Kopierschutzmaßnahmen aufgerüsteten CDs ließen sich auf vielen Geräten - oft z.B. im Auto - nicht abspielen und wurden trotzdem immer wieder geknackt und kopiert.

Teile der Musikindustrie scheinen nun ein Einsehen zu haben: Der Verband Deutscher Musikschaffender (VDM) will nun ein "Ohne Kopierschutz"-Logo für CDs nach CD-Standard einführen, die sich garantiert in allen Audio-CD-Geräten abspielen lassen.

Nachtrag:

Ist der Verband Deutscher Musikschaffender vielleicht ein neuer "Bund Deutscher Juristen"?

Freitag, 6. Januar 2006

Auch Lidl hat seinen Preis

Auch Lidl hat seinen Preis. Einerseits die unmenschlichen Arbeitsverhältnisse, andererseits könnte man aber auch mit seiner Gesundheit bezahlen, weil Obst und Gemüse mit Pestiziden belastet sind. Allerdings scheint es nicht nur eine Frage des Preises zu sein:

Auch Obst und Gemüse von Real ist betroffen - und das ist außerdem noch unverschämt teuer.

Fleisch ist bekanntermaßen allerdings ja ebenfalls keine Alternative. Das dachte sich wohl auch Chris Garnett, der jetzt angeblich KentuckyFriedCruelty.com heißt. Der Cult of the Dead Cow dagegen kann Grausamkeiten gegenüber Hühnern nur gutheißen: Schließlich seien sie der "Achse des Bösen" zuzurechnen. ;)

Samstag, 17. Dezember 2005

Sprit ist offenbar noch nicht teuer genug

Wie kein anderer Hersteller berauschte sich Volkswagen schon vor Jahren an Öko-Ambitionen - und ist heute entsprechend verkatert. Als erste und bislang einzige Produzenten brachten erst VW, dann auch die Tochtermarke Audi Autos in den Handel, die im Normzyklus nur noch drei Liter Kraftstoff schluckten. Beide Modelle wurden in diesem Jahr ersatzlos vom Markt genommen.

Kläglich war die Nachfrage nach den Sparmeistern und bitter die Lektion: Öko-Akrobatik ist sehr kostspielig, und kaum ein Autokäufer zahlt den Preis dafür.


Quelle: SPON

Donnerstag, 1. Dezember 2005

Kinderschokolade: "Weg mit Kevin!"

kinderschokolade
Wahrscheinlich wollte Ferrero immer ein namen- und geschichtsloses Kind auf seiner Schokolade haben. Jetzt aber hatten sie offenbar Wind davon bekommen, dass ich an die Öffentlichkeit gehen werde, und mich deshalb durch ein anderes Kind ersetzt. Schade.

Das selbstenttarnte "Kind der Kinderschokolade" im Interview mit dem SZ-Magazin

Doch im Netz formiert sich Protest: http://weg-mit-kevin.de/

FUCKUP Weblog

Zeitgeist-Blog und Meta-Medium

FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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