Kultur

Sonntag, 4. März 2007

Blogempfehlung

USA Erklärt ist ein in meinen Augen höchstinteressanter deutschsprachiger Blog eines Amerikaners, der mit einer Deutsche verheiratet ist, über die kleinen und großen transantlantischen Unterschiede.

Beispiele:

Warum Amerikaner (Briten, Kanadier) nicht sagen, was sie meinen"

Die Grobstruktur der USA (oder wo man vor Bush am sichersten ist)

Free Speech, Teil 1: Warum die USA Holocaust-Leugner schützen

In diesem Zusammenhang auch nicht uninteressant ist eine Serie des Handelsblatts über kulturelle weltweite Unterschiede in der Geschäftswelt, beispielsweise USA, Japan, Polen und Südafrika.

Wo ich gerade bei Leseempfehlungen bin: Rund um netzspezifische Themen meist unterhaltsam und aufschlussreich sind die von Marius Sixtus für handelsblatt.com produzierten Videos des "Elektrischen Reporters".

Dienstag, 1. August 2006

Sieg der Deppen

Der Deppenapostroph hat eine lange Geschichte hinter sich, auch wenn er erst seit dem Zeitalter des Internets so genannt wird. Selbst Goethe hat ihn zuweilen benutzt und bei den Brüdern Grimm kam er auch schon vor. Hunderte Jahre leisteten deutsche Sprachschützer Widerstand gegen den aus dem Englischen übernommenen Genitiv-Apostroph. Doch jetzt ist das wohl vorbei: Mit dem neuen Duden wird der Deppenapostroph offiziell legalisiert.

Aber es gibt noch Hoffnung für Sprachpuristen, die sich gerne über Fehler anderer aufregen: Der Plural-Apostroph, der selbst im Englischen falsch ist, befindet sich stark auf dem Vormasch. Ich sage nur: Google nach "Info's".

Mittwoch, 7. Juni 2006

666 und Stoibers Kreuzfahrer-Kulturkritik

Gestern war der 6.6.06. Das hieß, die Welt sollte mal wieder untergehen, behauptete zumindest Nostradamus oder die Produzenten irgendeines neuen Films - so ganz habe ich es nicht verstanden. Die Vorhersagekraft dürfte ohnehin die gleiche sein. Passiert ist natürlich mal wieder nichts (vor allem wegen der "neutralisierenden 2 im Datum", wie die Bild zu berichten weiß), zumindest nicht der große Weltuntergang. Dafür gab's mal wieder merkwürdige Äußerungen von Herrn Stoiber.

Stoiber hat es nicht leicht. Im 21. Jahrhundert will er mit Hilfe des Strafrechts gegen Blasphemie vorgehen, wie schon im Falle der höchstlangweiligen Serie Popetown deutlich wurde. Weil ein Verbot der Gottelästerung heute nicht mehr ganz zeitgemäß (sorry, aber den Link musste ich auch noch irgendwie unterbringen, auch wenn er sonst zu nichts passt), bedient er sich kulturpessimistischer Phrasen. Die sind zwar auch nicht ganz aktuell aber immerhin dem letzten Jahrhundert entnommen. Und um die Jugend für seinen Kreuzzug gegen das Areligiöse zu gewinnen, hat er gleich noch einen neuen Redenschreiber eingestellt, der sogar die Simpsons kennt:

Im deutschen Fernsehen gebe es "nur noch kaputte Familien. Außer den Simpsons", so Stoiber, "gibt es keine normale Familie mehr im TV"
Quelle: SPON

Nun hat der Redenschreiber vielleicht die Simpsons nie gesehen, denn als "normal" würde ich die auch nicht gerade bezeichnen. Aber sowas kommt an, das ist locker. Allerdings frage ich mich, ob die an den Stammtischen immer beliebte Kritik am Fernsehprogramm zur Zeit wirklich angemessen ist. Erstens gibt es immer weniger Fernsehkonsum unter Jugendlichen, zweitens ist zumindest mein subjektiver Eindruck, dass sich die Qualität des TV-Programms durchaus verbessert hat. Noch Anfang dieses Jahrhunderts gab es immerhin ein damals noch erfolgreiches Format Namens "Daily Talk", dessen Konzept darin bestand, den Primivisten der Gesellschaft noch primitivere Menschen vorzuführen, damit sich diese besser fühlen konnten. Auch wenn ich meinen Fernseher nur noch selten anschalte - aber das habe ich schon schon lange nicht mehr gesehen.

Mittwoch, 26. April 2006

Kafkas Bericht für eine Akademie in Wien

Wer einmal Kafka liest, der findet ihn entweder furchtbar oder, wie wir, großartig – und furchtbar.

Kai Krösche und Kolja Burgschuld, für deren Inszenierung von Kafkas "Bericht für eine Akademie" ich schon Werbung machte, als das Stück 2005 in Düsseldorf erstaufgeführt wurde, studieren inzwischen beide in Wien. Das Stück wird nun auch dort aufgeführt. Der audimax-Blog der Uni Wien führte ein Interview mit beiden über Kafka, das Menschsein und ihre Interpretations des Stücks.

Freitag, 31. März 2006

Frankreich: Die Revolution in Bildern

Riots in Paris

Die zwanzigjährige Gonzale bringt die Rebellion in Frankreich in Bildern. Großartig!

Montag, 20. März 2006

Frank Zappa Superstar

Frank Zappa
Frank Zappas Reaktion auf das Argument, Rockmusik fördere Inzest

Über Chaos TV, die Downloadabteilung des Chaosradios für Filme, Dokumente und Audioaufzeichnungen, bin ich auf eine sehr bemerkenswerte Aufzeichnung einer Crossfire-Sendung aus dem Jahre 1986 mit Frank Zappa im amerikanischen TV gestoßen.
"How much money do you make with this stuff, Mr. Zapper?"
"Millions of dollars! Millions of dollars, Mr. Laughton!"

Sein Opponennt, der ultrakonservative Washington-Post-Journalist John Laughton repräsentiert all das, was an dieser Reagan-Ära so furchtbar war. Ihm ist selbst das abstrusteste Argument nicht zu schade, um es für seine Zensurforderungen zu nutzen. So führe Rockmusik zu Inzest und sie sei ein kriegerischer Angriff auf das gesamte amerikanische Volk. Ein zünftiger Holocaustvergleich darf in dieser schlüssigen Argumentation selbstverständlich auch nicht fehlen. Aus Sicht heutiger nur noch abstrus erscheint außerdem, um welche Inhalte es beispielsweise ging: Ein Musikvideo, in der eine Lehrerin strippt. Frank Zappa reagiert äußerst souverän und witzig auf die Ausfälle seines Disputanten.

John Laughton vs. Frank Zappa
John Laughton vs. Frank Zappa

Sonntag, 18. Dezember 2005

Metropolis in der Public Domain

Das Urheberrecht für den deutschen Science-Fiction-Klassiker Metropolis von Fritz Lang ist abgelaufen, der Film ist nun gemeinfrei und kann ohne Beschräkungen aufgeführt, kopiert und verändert werden. Wie Tim Pritlove berichtet gibt es den Film z.B. bei archive.org oder publictorrents.com zum kostenlosen Download.

Szene aus Metropolis
Brigitte Helm als falsche Maria

Leider weiß ich nicht, ob es sich dabei um die restaurierte Fassung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung handelt:

Die Uraufführung des Films fand am 10. Januar 1927 in Berlin statt. Da der auf ursprünglich ca. 210 Minuten Länge geschätzte Film in der Folgezeit mehrfach umgeschnitten wurde und viel Originalmaterial verloren gegangen ist, existiert keine vollständige Fassung mehr. Die bisher werktreuste und längste Rekonstruktion (die als Ergebnis einer aufwändigen Suche Fragmentfunde aus der ganzen Welt enthält) wurde im Februar 2001 von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in erstaunlich gut restaurierter Bild- und Tonqualität veröffentlicht und hat eine Gesamtlaufzeit von 117 Minuten. Ebenso wurden anhand der wiedergefundenen Partituren der Originalmusik fehlende Szenen durch Standbilder und Texttafeln ersetzt, um den in früheren Fassungen entstellten Sinn der Handlung wiederherzustellen. Ebenso war es möglich, die originale Schnittfolge und den Originalsoundtrack zu rekonstruieren.

Quelle: Wikipedia

(via rabenhorst)

Dienstag, 20. September 2005

Tokio Hotel

Äh ja, also dann will ich doch auch mal mitmachen - sowas lasse ich mir nicht entgehen. ;) Wobei ich die kleinen Scheißer nicht mal kenne.

Es gibt hier übrigens keine Mp3-Dateien von Tokio Hotel zum Download. Das ist kein Fanclub oder eine Fanseite dieser Punk-Band, supertolle Autorgramme findet man hier ebensowenig wie Bilder, Videos, Songs oder Lyrics der Band, die durch das Lied "Durch den Monsun" bekannt geworden sind.

Bin ich gemein? Gibt es neben der Machtgeilheit auch die Hit-Geilheit? Wahrscheinlich sind beide Fragen mit Ja zu beantworten.

(Inspiriert durch schlaflos.twoday.net)

Wie man endgütlig zur Hits-lechzenden Blog-Hure wird, erklärt runtimeerror.twoday.net: ;)

http://runtimeerror.twoday.net/stories/975597/

Sonntag, 3. Juli 2005

Die Verpönung des Politischen

Ohne Worte:

Ich würde nie politischen Rap machen. Die Leute können sagen, du klingst rassistisch, nationalistisch, sexistisch, kriminell, damit kann ich leben. Aber wenn sie sagen würden: Du machst politischen Rap – oh mein Gott!

Bushido im Interview mit der SZ

Nerdcore von der Hornbrillenfraktion

Sie verbringen das Leben hinter Computern oder im Labor, wagen sich höchstens mal für Rollenspiele und Star-Trek-Conventions aus dem Haus: Die "Nerds" oder "Geeks" sind inzwischen weltweit zum Inbegriff des Uncoolen geworden, auch der Internetboom konnte ihr Image nur kurzfristig verbessern.

Doch das soll sich jetzt ändern. Die Nerds schlagen mit "Geeksta-Rap und Nerdcore zurück: ;)

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4478532_REF1,00.html

FUCKUP Weblog

Zeitgeist-Blog und Meta-Medium

FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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