Computer

Dienstag, 17. April 2007

Silverlight: Microsoft will Flash-Alternative durchdrücken

Silverlight soll Microsofts Konkurrenz zu Adobe Flash heißen. Wie Adobes Flash ist auch Silverlight - Microsoft-typisch - kein offener Standard, sondern proprietär. So behält Microsoft durch Geheimhaltung der Schnittstelle die Kontrolle über das Format und verhindert beispielsweise die freie Implementierung eines entsprechenden Plugins auf alternativen Betriebssystemen wie Linux. Anders als Adobes Flash gibt es für Plugins zum Lesen das neuen Microsoft-Formats nämlich nur nur für Windows und Mac OS X. Ein entsprechend kompatibles Linux-Plugin wird wieder mal per aufwendigem Reverse Engineering programmiert werden müssen. Der Entwicklungsname Windows Presentation Foundation Everywhere (WPF/E) hat mal wieder mehr versprochen, als eingehalten wurde. Es bleibt zu hoffen, dass sich Microsofts Nachahmung gar nicht erst durchsetzt.

Mit Patenten gegen Open Source

Wie jetzt bekannt wurde, hat Microsoft außerdem schon 1999 versucht, den offenen Energiesparstandard ACPI mittels Softwarepatenten zu untergraben und so für alternative Betriebssysteme wie Linux unbrauchbar zu machen. Wie das Microsoft-Quasimonopol außerdem mit staatlicher Hilfe in Schulen verfestigt wird, berichtet die aktuelle Ausgabe des CCZwei.

Vista immer noch mit vielen Fehlern

Der Start von Microsofts neuem Betriebssystem, Windows Vista, ist indessen eher misslungen, bilanziert die c't in ihrer aktuellen Ausgabe:

Bei den Benutzern der neuen Windows-Version Vista ist Ernüchterung eingekehrt. Fehlende Gerätetreiber, absurde Fehlermeldungen und penetrante Sicherheitsabfragen überschatten die erste Freude über transparente Fenster und Farben. Die deutsche Übersetzung verwirrt zudem mit unverständlichem Kauderwelsch, berichtet c't.
Quelle: heise.de

Übrigens: Für diesen Donnerstag ist die Veröffentlichung von Version 7.04 der einsteigerfeundlichen Linux-Distribution Ubuntu geplant. CDs können kostenlos unter https://shipit.ubuntu.com/ vorbestellt oder ab Donnerstag unter http://www.ubuntu.com/getubuntu/download heruntergeladen werden. Einsteigerhilfen gibt es auf www.ubuntuusers.de.

Mehr zu diesem Thema:

Microsoft: Die Welt in den Händen eines Software-Giganten - Warum offene Formate und Freie Software so wichtig sind

Freitag, 17. November 2006

Steve Ballmer droht Linux-Nutzern mit Patentklagen

Steve Ballmer
Hat mit Linux-Nutzern "eine Rechnung offen": Microsoft-CEO Steve Ballmer.

In der Software-Welt ist vom Fortschrittsbalken bis zum Doppelklick fast alles patentiert. In Europa sind Softwarepatente nach wie vor zum Glück nicht gestattet - anders als in den USA. Um der wildwachsenden Patentschwemme der USA Herr zu werden, nutzen US-Konzerne seit Jahrzehnten eine Strategie von Nichtangriffspakten: Ich verklage dich nicht und du mich nicht - dieses Prinzip liegt tausenden Verträgen zwischen US-Konzernen zugrunde, die ihr Patentportfolio jeweils dazu nutzen, anderen zu drohen, Patentklagen fallenzulassen. So haben auch der kommerzielle Linux-Entwickler Novell und Microsoft einen derartigen Vertrag unterschrieben, um die eigenen Kunden zu schützen. Seit dem verdient Microsoft an jedem Geschäft von Novell mit Suse Linux mit. Hobby-Entwickler oder nichtkommerzielle Linux-Distributionen besitzen anders als Novell natürlich weder Patente, mit denen sie Microsoft drohen könnten, noch gibt es die Möglichkeit Microsoft an irgendeinem Umsatz zu beteiligen.

Microsofts CEO Steve Ballmer (Videos) droht deshalb nun ganz unverholen Richtung der gesamten Linux-Welt und stellt klar, dass er Schutzgeld erwartet:

Steve Ballmer hat offen behauptet, dass Linux "unser patentiertes geistiges Eigentum nutzt" und somit "ein Problem für unsere Aktionäre" darstelle.
Quelle: heise online

Steve Ballmer
Nochmal Steve, leicht verschwitzt

"Novell zahlt uns etwas Geld für das Recht, Anwendern, die Suse Linux nutzen, sagen zu können, dass sie umfassend geschützt sind. Dies ist wichtig für uns, denn wir sind der Ansicht, dass jeder Linux-Kunde grundsätzlich eine offene Rechnung hat."
Quelle: pcwelt.de

Ich habe es ja kommen sehen.

Aus einer älteren Heise-Meldung:

Tatsache ist jedenfalls, dass Microsoft 4500 Patente -- unter anderem dazu, wie eine Datei abgespeichert oder Text auf einem Monitor dargestellt wird -- sein Eigen nennt, die man auch mit neuen Lizenzpolitiken lukrativ verwerten will.

Zu guter letzt möchte ich noch auf meinen Artikel "Warum offene Formate und Freie Software so wichtig sind" verweisen.

Sonntag, 5. November 2006

Microsoft kauft Novell

Naja, nicht ganz. Aber Microsoft und Novell verkündeten zur Überrschung aller, dass man im Bereich Linux künftig zusammenarbeiten wolle. Im Detail geht es vor allem um eine Zusammenarbeit für mehr Interoperabilität von Windows und Linux im Sinne der Kunden, die meist beides einsetzen. So soll man mit Xen bald problemlos Windows unter Linux paravirtualisiert, d.h. in fast nativer Geschwindigkeit, ausführen können und umgekehrt. Über Microsofts Motive wird wild spekuliert. Lange nahm Microsoft Linux scheinbar nicht ernst. Spätestens aber als 1998 die sogenannten Halloween-Dokumente auftauchten wurde klar, dass Microsoft in Linux und Freier Software allgemein längerfristig einen ernsthaften Konkurrenten sah. Die Strategie damals:

Als Abhilfe empfahl dieses sogenannte "Halloween-Papier" damals, Linux-Standards zunächst anzunehmen, dann zu erweitern und schließlich selbst zu diktieren - eine Strategie Microsofts, die das US-Justizministerium einst in die Schlagworte fasste: "Umarmen, Erweitern, Auslöschen".
Quelle: heute.de

Der zweite Teil der Vereinbarung umfasst vor allem Softwarepatente. Wie in den USA üblich vereinbarten Novell und Microsoft einen gegenseitigen Nichtangriffspakt. Wegen der in den USA üblichen Patentschwemme sind Patente für jedes Unternehmen immer ein Risiko, für teilweise höchst triviale Technologien werden mitunter absurd hohe Lizenzgebühren gezahlt. Da Microsoft sehr viel mehr Patente innehält als Novell, wird das Unternehmen nun prozentual an Novells Umsätzen mit Open-Source-Software beteiligt. Microsofts Patente wurden bisher nicht gegen die Freie-Software-Community eingesetzt. Doch das könnte sich jetzt ändern:

Mit Novell habe ein wichtiger Vertreter der Branche erkannt, "dass in Linux Patente von Microsoft verletzt werden".
Quelle: sueddeutsche.de

Es wird sich zeigen, ob Microsofts "Umarmung" und der "Friede zwischen Windows und Linux" wirklich ein solcher ist. Zwar sicherte Microsoft zu weder nichtkommerzielle Open-Source-Entwickler, noch Novells Kunden und Programmierer mit Patentansprüchen zu behelligen, jedoch schließt das viele kommerziell angestellte Entwickler Freier Software wie die von Red Hat oder Ubuntu aus, wie z.B. auch Bruce Perens und Groklaw kritisieren.

Letztlich könnte sich Novells Abkommen mit Microsoft als Phyrrussieg für Linux heraustellen, auch wenn Novells Aktien nach der Verkündung des Deals stark anstiegen und Microsofts Aktien leicht nachgaben.

Meine Meinung zum Thema:

1. Softwarepatente gehören abgeschafft, das Patentsystem der USA insgesamt mindestens stark reformiert. Dass Novell nun ein Lizenzabkommen mit Microsoft über deren Softwarepatente geschlossen hat, bedeutet eine direkte Anerkennung dieser Ansprüche, auf die sich Microsoft im Fall der Fälle auch vor Gericht gegen andere Open-Source-Programmierer berufen könnte.

2. Interoperabilität zwischen den Systemen ist enorm wichtig, um einen Markt zu erhalten, auf dem konkurriert werden kann. Deshalb wird von der EU-Kommission beispielsweise auch schon lange eine offene Spezifizierung von Microsofts SMB-Dienst gefordert. Interoperabilität ist aber, wie auch Red Hat betont, "eine Angelegenheit offener Standards und [bedarf] keiner bilateraler Absprachen zwischen zwei Unternehmen".

Als Computerspiele noch Witz und Charme hatten ...

n-europe.com
Quelle: www.n-europe.com

15 Jahre Monkey Island. Ich gratuliere!

Google des Tages: Ron Gilbert

Darüber wie die eigentliche Spielentwicklung heute zugunsten eines mit den Spielemagazinen mauschelnden Marketings auf der Strecke bleibt, gibt dieses Interview mit einem Ex-Publisher, der anonym bleiben wollte, Auskunft.

Sonntag, 20. August 2006

Distributed Computing: ungenutzte Rechenzeit spenden

In unseren Wohnzimmern und Kinderzimmern schlummern ungeahnte Rechenkräfte. Von Monat zu Monat werden unsere PCs schneller und schneller. Immer beeindruckendere Leistungen vollführen CPU, RAM und Grafikkarte. Und trotzdem benutzt ein Großteil der Anwender den PC nach wie vor als bessere Schreibmaschine, die 99% der Zeit völlig unausgelastet ist. Das muss nicht so sein - ungenutzt Rechenzeit kann an gemeinnützige wissenschaftliche Projekte gespendet werden.

Das Zauberwort heißt "Distributed Computing" - oder auf deutsch verteiltes Rechnen. Dabei wird ein kleines Dienstprogramm, das im Hintergrund läuft, auf dem PC installiert. Es läuft mit niedrigster Priorität. Das bedeutet, dass nur Rechenressourcen genutzt werden, die zur Zeit von keinem anderen auf dem PC laufenden Programm beansprucht werden. So nutzt das Programm nur "brachliegende" Rechenzeit und verlangsamt den PC nicht.

Kurze Geschichte des verteilten Rechnens

Die Idee ist einfach und nicht neu: Würden nur all die brachliegende Rechenzeit unserer Heimcomputer genutzt werden, entspräche dies einer Rechenleistung, die die des schnellsten Supercomputer der Welt um ein Vielfaches übersteigen würde. Das erste mir bekannte Projekt, das die Rechenleistung ganz normaler PCs nutzen wollte, war das 1997 gegründete distributed.net. Damals ging es um das Knacken einer 56-Bit-Verschlüsselung. Die Regierung der USA erlaubte damals US-Bürgern und Unternehmen Software mit einer maximalen Verschlüsselungsstärke von 56 Bit ins Ausland zu exportieren, weil höhere Verschlüsselungsalgorithmen als "militärisch wichtig" eingestuft wurden. Das Projekt sollte beweisen, dass es selbst mit einem Netzwerk aus Heimcomputern möglich ist, einen 56-Bit-Schlüssel zu brechen. Dies gelang und die US-Regierung gab etwa um das Jahr 2000 auch höhere Verschlüsselungen für den Export frei, was z.B. darin resultierte, dass seit dem Browser aus den USA 128-Bit-SSL-Verschlüsselung auch für Ausländer erlauben. Davor wurde Surfern aus dem Ausland, die anhand der IP-Adresse identifiziert wurden, nur eine abgespeckte Version beispielsweise des Internet Explorers oder des Netscape Navigators angeboten.

Das erste wirklich populäre Projekt dieser Art war SETI@Home, das sich der Suche nach Außerirdischen verschrieben hat. Dazu wurden die vom SETI-Projekt empfangenen Signale nach Regelmäßigkeiten, die auf Intelligenz hindeuten könnten, untersucht.

SETI@Home
Der aktuelle Bildschirmschoner des SETI@Home-Clients. Bildquelle: Wikipedia

Das von der NASA und der Universität Berkeley 1999 initierte Projekt war vor allem auch deshalb so erfolgreich, weil es die Daten nicht einfach nur berechnen ließ, sondern sie beispielsweise über einen Bildschirmschoner, auch grafisch schön aufbereitete.

Ich persönlich sah im Knacken von Codes aus politischen Gründen noch einen Sinn, weshalb ich mich an distributed.net beteiligte - die Suche nach Außerirdischen in der von uns wahrnehmbaren direkten Umgebung halt ich persönlich jedoch für recht aussichtlos, weshalb mich das das verteilte Rechnen erst wieder interessierte, als die medizinische Forschung das Thema entdeckte. Mit Projekten wie "FightAIDS@Home" oder "Folding@Home" wurden sehr aufwendige Berechnungen medizinischer Forscher auf freiwillig teilnehmende Heimcomputer ausgelagert, die beispielsweise die sehr rechenaufwendige Struktur von Proteinen aufspalten und so neue Erkenntnisse zutage fördern sollten, die irgendwann in neuen Medikamenten resultieren könnten. Das Problem aus meiner Sicht war hier:

1. Viele der Clients waren keine Freie Software. Das bedeutete z.B., das ihr Quellcode nicht offen lag und somit niemand wusste, was die Programme genau taten. Für Fremdprogramme auf dem eigenen Rechner, die ständig über das Internet kommunizieren, nicht gerade eine gut Voraussetzung.

2. Geforscht haben nicht nur Universiäten, sondern auch Pharmaunternehmen. Und die schrieben in ihren Vertragsbedingungen klipp und klar, dass alle aus den Berechnungen folgenden Forschungsergebnisse allein ihnen gehörten. Eventuelle Erkenntnisse sollten patentiert und die Medikamente teuer verkauft werden.

Situation heute

Die Situation hat sich inzwischen verbessert. Das SETI@Home-Projekt hat seine Software unter eine freie Lizenz gestellt und damit die Berkeley Open Infrastructure for Network Computing (BOINC) begründet, auf die inzwischen fast alle bekannten Projekte dieser Art zurückgreifen. Der BOINC-Client ist für eine Vielzahl von Plattformen wie Linux, Windows und Mac OS X verfügbar. Das Besondere: Weil immer mehr verteilte Rechenprojekte BOINC nutzen, ist es mit einem entsprechenden Client möglich an sehr vielen Projekten dieser Art gleichzeitig teilzunehmen und diese selbst zu priorisieren. Eine deutschsprachige Liste von Projekten, die BOINC nutzen, befindet sich hier. Dort ist auch kurz erklärt, was das Ziel der einzelnen Projekte ist und was sie genau berechnen. Darunter fallen z.B. Projekte zur Klimaforschung, mathematische Projekte, physikalische Grundlagenforschung und angewandte Physik.

Ich beteilige mich momentan an einem Projekt des GSF-Forschungszentrums für Gesundheit und Umwelt in Neuherberg bei München, der Technischen Universität München und Wissenschaftszentrum Weihenstephan Namens SIMAP. Dabei geht es um die Berechnung von Proteinähnlichkeiten, die Hinweise auf die Verwandschaftsverhältnisse zwischen Proteinen geben und sich für die medizinische Forschung der Bioinformatik als nützlich erweisen könnten.

Da der Berechnungsaufwand für eine solche Matrix quadratisch mit der Größe der Matrix steigt, sind unsere internen Resourcen (gridengine-cluster unter Linux) schon lange nicht mehr ausreichend. Daher haben wir einen boinc-client implementiert, der auf den Quellen von FASTA aufbaut, eines heuristischen Programms zur Sequenzähnlichkeitssuche. Diesen client gibt es nun seit ca. einem Jahr, wir haben ihn bislang umfassenden Tests unterzogen.

Quelle: boinc.bio.wzw.tum.de

Die Ergebnisse der Forschung stehen allen Wissenschaftlern weltweit kostenlos zur Verfügung.

Im folgenden möchte ich noch exemplarisch die Installation und Nutzung des BOINC-Clients unter Microsoft Windows und Ubuntu Linux beschreiben.

Installationsanweisung für Windows

Die Installation des BOINC-Clients ist denkbar einfach. Man geht auf Download-Seite des BOINC-Projekts, lädt den Client für Windows herunter und führt den Installer aus. Ich empfehle die Option "Shared Installation". So wird der Client immer gestartet, egal wer sich einloggt. Danach muss nur noch ein Projekt angemeldet werden. Dies funktioniert unter Linux und Windows gleich. Überspringe also einfach das untere Linux-Installationskapitel und gehe gleich zum Kapitel "Projekt anmelden unter Windows und Linux".

Installationsanleitung für Ubuntu Linux

Auch unter Linux ist es möglich die Binärdatei von der Downloadseite herunterzuladen und dann wie unter Windows vorzugehen. In vielen Linux-Distributionen ist der BOINC-Client allerdings schon in den Paketquellen enthalten und sollte über diese installiert werden. Das hat den Vorteil, das der Client regelmäßig über die Systemupdates aktualisiert wird und auch über die Paketverwaltung wieder sauber entfernt werden kann.

Die zwei unter Ubuntu Linux benötigten Pakete heißen boinc-client und boinc-manager und befinden sich in universe. Die Paketquellen für universe müssen, falls das nicht sowieso der Fall ist, zunächst aktiviert werden. Wie das funktioniert steht hier. Danach die beiden Pakete wie hier beschrieben installieren. Der BOINC-Manager kann danach über Anwendungen -> Zubehör -> BOINC Manager aufgerufen werden. Das einstellen von Projekten funktioniert genau wie unter Windows (siehe unten). Der BOINC-Client wird standardmäßig mit jedem Systemstart automatisch mitgestartet, so lange er installiert ist.

Projekt anmelden unter Windows und Linux

Um an einem Projekt teilzunehmen, muss einfach die Adresse der Website des Projekts eingetragen werden. Im Falle von SIMAP also http://boinc.bio.wzw.tum.de/boincsimap/. Danach hat man die Möglichkeit einen neuen Account anzulegen oder einen bereits existierenden zu nutzen. Falls das anlegen eines Accounts direkt aus Programm heraus nicht funktionieren sollte, ist dies auch jeweils über die Projektseite möglich. Im Falle von SIMAP z.B. hier. Wenn der Account angelegt ist, beginnt der BOINC-Client gleich mit der Arbeit. Das Fenster kann nun geschlossenen werden, BOINC rechnet im Hintergrund weiter.

Links

- Wikipedia über Verteiltes Rechnen allgemein
- Wikipedia: Liste der Projekte verteilten Rechnens
- Wikipedia über die Berkeley Open Infrastructure for Network Computing
- www.boinc.de - umfassendes deutschsprachiges Portal zu BOINC
- Offizielle BOINC-Projektseite der Universität Berkeley
- Deutschsprachige Liste von BOINC-Projekten
- rechenkraft.net - größtes deutschsprachiges Portal zum Thema Verteiles Rechnen
- Podcast von devradio zum Thema

Mittwoch, 2. August 2006

Der neue Linux-Desktop: XGL

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Das Video zeigt Novells Linux-Desktop-Erweiterung Xgl in Aktion. Novell hat die Entwicklung unter der unter der freien GNU General Public License freigegeben, sodass Xgl früher oder später in wahrscheinlich jeder Linux-Distrubtion Einzug erhalten wird. In der aktuellen Suse-Version ist es schon enthalten. Wie man es für die aktuelle Ubuntu-Version freischaltet steht z.B. hier. Das ganze bringt nicht wirklich viel Funktionalität - aber wen ich mit rationalen Argumenten nicht von Freier Software überzeugen kann, der wird vielleicht von diesen Eye-Candy-Spielereien überzeugt. ;)

Sonntag, 30. Juli 2006

Microsoft: Die Welt in den Händen eines Software-Giganten

Warum offene Formate und Freie Software so wichtig sind

EDV-Systeme sind heutzutage in jedem Unternehmen, jeder staatlichen Bürokratie und auch in vielen privaten Haushalten unverzichtbar. Auf ihnen basiert immer mehr der Organisation unserer Wirtschaft und unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Auf über 95% wird dabei durchweg der Marktanteil von Microsoft Windows geschätzt. Der Softwareriese hat damit ein Quasi-Monopol im Bereich der Betriebssysteme und nutzt es, um auch auf anderen Gebieten - wie dem Browsermarkt oder im Bereich der Office-Software - ein solches Monopol einzurichten und zu erhalten.

Microsofts Software und die von Microsoft-Software verwendeten Dateiformate sind proprietär. Das bedeutet für die Software, das der Quelltext nicht offen liegt und somit niemand - außer Microsoft selbst - genau weiß, was die Software eigentlich tut und wie sie funktioniert. Der Quelltext stellt, vereinfacht gesagt, das Programm in menschenlesbarer Form dar. Programme werden daher normalerweise im Quelltext programmiert und dann in ein maschinenlesbares Binärformart umgewandelt, das der Computer ausführen kann. Aus diesem Binärformat lässt sich nicht oder nur unter erheblichen Aufwand und dann auch nur teilweise auf den für Menschen verständlichen Quelltext zurückschließen.

Für die Dateiformate bedeutet es, dass sie nicht offen dokumentiert werden, sondern ihr interner Aufbau geheim gehalten wird. Auch das SMB-Protokoll, mit denen Windows-Betriebssystem untereinander kommunzieren, wird geheimgehalten.

Die Nachteile proprietärer Formate, Software und Protokolle sind klar ersichtlich:

Wer sie einsetzt, macht sich vom Hersteller absolut abhängig. Nur er kann Software liefern, die mit den proprietären Formaten und Schnittstellen umgehen kann - Wettbewerber bleiben außen vor. Nur er weiß, was in proprietärer Software wirklich vor sich geht. Nur er kann ein dringend benötigtes Sicherheitsupdate liefern oder Anpassungen von Software vornehmen. Man ist ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Der Hersteller nutzt diese Abhängigkeit als profitorientieres Unternehmen natürlich weidlich aus und fordert für Lizenzen und Anpassungen, die außer ihm niemand leisten kann, sehr hohe Gebühren.

Große Teile unserer Welt - und am schlimmsten - auch unserer Regierungen und Verwaltungen, sind Microsoft auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, weil sie proprietäre Software, Schnittstellen und Formate des Unternehmens einsetzen. Die NASA hat bereits wichtige Daten verloren, weil die von ihr eingesetzten Formate nicht offen dokumentiert waren und die in den 1960er Jahren eingesetzt Software zum Auslesen der Daten nicht mehr verfügbar ist oder auf aktueller Hardware nicht mehr läuft. Weil auch der Quelltext der proprietären Software nicht zu bekommen war, konnte sie nicht auf aktuelle Hardware angepasst werden. Noch heute zahlt die NASA teils absurd hohe Summen für antike Hardware, weil alte propietäre Formate ausgelesen werden müssen.

Das Gegenmodell dazu sind Freie Software und offen dokumentierte Formate, für die jeder Hersteller eine Software anbieten kann. Solche offenen Formate und Schnittstellen, für die jeder Software programmieren kann, nennt man auch Standards. Einer dieser offenen Standards hat sich schon durchgesetzt: Es ist die Basis des Internets, das Microsoft verschlafen hat. Nur weil der Internet-Protokollstandard TCP/IP offen dokumentiert ist, können Mac-, Windows-, Linux- und Benutzer aller anderen Betriebssystem ungehindert gemeinsam über das Internet kommunizieren. Der beliebteste Dienst des Internets, das World Wide Web, setzt dabei ebenfalls auf ein offenes Format zum Dokumentenaustausch: Die allseits bekannten systemunabhängigen Auszeichnungsprachen HTML und XHTML. XHTML und HTML-konforme Dokumente können von jedem betrachtet werden, egal ob er nun den Internet Explorer von Microsoft einsetzt oder beispielsweise die Alternativen Mozilla Firefox oder Opera. Auch hier hat Microsoft versucht nichtstandardkonforme proprietäre Erweiterungen des HTML-Standards mit dem Internet Explorer wie ActiveX durchzusetzen und war damit zum Glück nicht erfolgreich. Der kommende Internet Explorer 7 wird der erste sein, der sich zumindest größtenteils an die vom W3 Konsortium vorgegebenen Standards für HTML und XHTML halten wird. So müssen Webmaster künftig ihre Webseiten nicht mehr aufwändig an das nicht-standardkonforme Verhalten des Internet Explorers anpassen.

Ein weiterer offener Standard, der von der ISO anerkannt wurde, ist das OpenDocument Format für Office-Dokumente wie Texte, Tabellen, Datenbanken und Präsentationen. Die Europäische Union hat das ODF bereits offiziell zum Standard für behördlichen Datenaustausch erhoben. Freie Software wie OpenOffice oder KOffice unterstützen das freie ISO-Format bereits und selbst Microsoft musste sich letztlich dem öffentlichen Druck beugen und Zugeständnisse machen. Damit ist das OpenDocument-Format das erste Office-Format, das nicht an eine bestimmte Anwendung gekoppelt ist, so wie das MS-Word-Format Microsoft Word verlangt. Weil das ODF offen dokumentiert ist, steht es jedem Programmierer frei, es in seine Applikation integrieren. Auch kommerzielle proprietäre Software wie IBM Lotus Workplace unterstützt das OpenDocument-Format. Damit bewegt sich die IT-Welt weg von einem applikationszentrierten Modell der elektronischen Datenverarbeitung, hin zu einem dateizentrierten Modell. Der Vorteil für den Anwender: Er ist frei zu entscheiden, welche Software er zum Bearbeiten seiner Dokumente einsetzt. Wettbewerb wird nicht weiter verhindert. Im Multimediabereich sind freie Formate z.B. Ogg Vorbis, das einen Mp3-Nachfolger darstellt und die sehr effizienten Videocodecs Ogg Theora und XviD.

Was ist nun Freie Software?

Freie Software, auch Open-Source-Software genannt, stellt im Gegensatz zu proprietärer Software die Rechte des Anwenders in den Mittelpunkt, nicht die des Softwareherstellers. Freie Software, die diesem Namen gerecht wird, sichert dem Benutzer folgende vier Grundfreiheiten zu:

Freiheit 0: Das Programm zu jedem Zweck auszuführen.

Freiheit 1: Das Programm zu studieren und zu verändern.

Freiheit 2: Das Programm zu verbreiten.

Freiheit 3: Das Programm zu verbessern und zu verbreiten, um damit einen Nutzen für die Gemeinschaft zu erzeugen.


Für Freiheit 1 und 3 ist dringend erforderlich, dass der Quelltext des Programms offenliegt und bei Bedarf mitgeliefert wird. Diese vier Grundfreiheiten sichern dem Benutzer völlige Unabhängigkeit vom Urheber des Programms zu. Und sie geben ihm die Freiheit, das Programm nach eigenen Wünschen anzupassen, zu verbessern - und diese Verbesserungen auch wieder anderen zugänglich zu machen. Einen guten Überblick über freien Lizenzen und worin sie sich unterscheiden bietet dieser Artikel auf heise open.

Ein komplett auf Freier Software basierendes Betriebssystem ist GNU/Linux oder einfach nur Linux, von dem inzwischen schon fast jeder mal was gehört hat. In den Medien wird dabei oft von einem "Umsonst-System" geredet und das ist auch richtig. Alles, was zum Linux-Betriebssystem gehört, kann sich jeder gratis und legal aus dem Internet herunterladen, das garantiert Freiheit Nr. 2, die es jedem erlaubt, Freie Software unbeschränkt zu verteilen. Aber dieser "Gratis-Gedanke" steht nicht im Mittelpunkt der Philosophie Freier Software. Es geht, wie Richard Stallman, Begründer der freien Softwarebewegung, es gerne ausdrückt, bei Free Software um "'free' as in 'free speech', not as in 'free beer'". Für den Service, Freie Software zusammenzustellen oder für den Support Freier Software darf auch Geld verlangt werden. Und es gibt auch einige Unternehmen, die gutes Geld mit Freier Software verdienen. Ein Beispiel wäre die schwedische Firma MySQL AB, die die freie Datenbank MySQL entwickelt und Support dafür anbietet.

Trotzdem sind die Community-basierten Linux-Distributionen wie SUSE Linux, Fedora Linux und Ubuntu alle umsonst. Sie lassen sich gratis und legal aus dem Netz ziehen und auf CDs oder DVDs brennen. Wer keine schnelle Internetverbindung hat, kann sich Ubuntu Linux sogar gratis per Post liefern lassen - portofrei!

Leider haben Jahrzehnte des Microsoft-Monopols ihre Spuren hinterlassen: Leute schicken ihre Dokumente als MS-Word-Anhang, andere Rechner im lokalen Netzwerk laufen mit Windows und beherrschen daher nur Mircrosofts proprietäres Protokoll zum Austausch von Dateien im LAN.

Doch selbst diese Hürde hat die Freie-Software-Bewegung überwunden: Durch viel mühsame Arbeit mittels Reverse Engineering ist es freiwilligen und größtenteils unbezahlten Programmierern gelungen, Microsoft geheimgehaltene Formate und Protokolle zu knacken. Das Samba-Projekt hat es z.B. geschafft, Microsofts Protokoll für gemeinsame genutzte Dateien und Ordner (SMB) nachzubauen. Somit ist es auch unter Linux möglich, Dateien und Ordner ganz einfach anderen Windows-Usern zugänglich zu machen bzw. auf freigegebene Dateien und Ordnern anderer Windows-Rechner zuzugreifen. Die Entwickler der freien Bürosuite OpenOffice haben Microsofts proprietäre Office-Formate geknackt, sodass jetzt auch in dieser freien Software das Lesen und Schreiben von Office-Formaten wie Word-Dokumenten oder Excel-Tabellen relativ problemlos möglich ist (ab und zu verrutscht noch eine Zeile). Dem WINE-Projekt ist es sogar gelungen, große Teile von Microsofts geheimgehaltener Windows-API nachzubauen, sodass unter Linux nun - ganz ohne Windows-Lizenz - schon viele Windows-Programme und sogar einige Windows-Spiele ausgeführt werden können. Ansonsten gibt es unter Linux inzwischen eine große Anzahl professioneller Software, die weitegehend frei und damit auch umsonst ist. Schon seit langem ist es außerdem möglich, auf mit Microsofts proprietären FAT32-Dateisystem formartiere Festplatten, lesend und schreibend zuzugreifen. Auf NTFS-Partitionen, die mit Windows NT 4 eingeführt wurden, konnte man lange unter Linux nur lesend risikolos zugreifen. Aber auch hier wurde vor kurzem eine Lösung veröffentlicht, mit der man auch auf NTFS-Partitionen schreiben kann, ohne Datenverluste befürchten zu müssen.

Um aus dem Teufelskreis der proprietären Abhängigkeit auszubrechen, war es also zunächst mal nötig, weitgehende Kompatibiltät zur immer noch dominierenden Microsoft-Welt herzustellen.

Immer mehr öffentliche Verwaltungen und viele Firmen haben inzwischen ihre Abhängigkeit und die überhöhten Lizenzkosten von Microsoft-Software erkannt und migrieren zu Linux und Freier Software. Heute verkündete beispielsweise die Regierung der spanischen Provinz Extremadura komplett zu Freier Software und offenen Formaten wechseln zu wollen:

Laut dem Minister für Infrastruktur und technologische Entwicklung, Luis Millán de Vázquez de Miguel, ist die Extremadura die erste Verwaltung weltweit, die diese Standards vorschreibt. Damit verwirkliche die Regierung technische Innovation, verringere die Abhängigkeit von proprietären, inkompatiblen Anwendungen und erhöhe die Interoperabilität im weltweiten Dokumentenaustausch. Ferner sei die langfristige Verfügbarkeit ein wichtiger Punkt, und die Bürger könnten auf diese Formate zugreifen, ohne sich kostenpflichtige proprietäre Software kaufen zu müssen. Weitere Vorteile seien die verbesserte Sicherheit und niedrigere Kosten. Updates der Software seien dann nicht mehr von der Willkür der Produzenten abhängig, sondern können frei geplant werden.

Auch die Stadtverwaltung der Stadt München ist bereits komplett auf Linux migriert und in Berlin wird eine komplette Linux-Mogration zur Zeit diskutiert.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik betont daneben z.B. die strategischen Sicherheitsvorteile Freier Software.

Gerade auch für Dritte-Welt- und Schwellen-Länder stellt Linux und Freie Software eine Möglichkeit dar, an technischem Fortschritt zu partizipieren und IT-Infrastrukturen aufzubauen, ohne Lizenzkosten an einen der größten Konzerne der Welt bezahlen zu müssen. So haben beispielsweise Venezuela und Brasilien den Umstieg auf Linux in der Verwaltung beschlossen. Das "One laptop per child"-Projekt ließe sich ohne freies Betriebssystem wohl kaum realisieren. Vielleicht ist auch das der Grund, warum Bill Gates das Projekt missfällt.

Langsam aber sicher kommen auch immer mehr private Anwender zum freien Linux-System, insbesondere seit Linux immer einfacher wird.

Der Umstieg ist gar nicht so schwer. Mit Ubuntu Linux beispielsweise läuft prinzipiell mehr Hardware "out of the box" als unter Windows XP. Ubuntu hat sich zum Ziel gesetzt, ein komplett freies System anzubieten (mit Ausnahme einiger proprietärer Treiber, zu denen es leider noch keine freie Alternative gibt), das so leicht wie möglich zu installieren und bedienen ist.

Zunächst mal kann man auch in Linux reinschuppern - Windows und Linux parallel auf einem System zu betreiben, ist kein Problem. Außerdem ist die Installations-CD von Ubuntu gleichzeitig auch eine Live-CD, von der das gesamte System gestartet wird, ohne am PC etwas zu verändern. So hat man schon mal einen Eindruck davon und sieht, ob alles läuft.

Um Windows und Linux parallel zu installieren, verkleinert man einfach die bestehende Windows-Partition im Setup-Programm und lässt sich Linux auf dem freigewordenen Festplattenplatz automatisch einrichten (vorher wichtige Daten sichern, es kann bei Änderungen an der Partitionstabelle immer zu Datenverlusten kommen!). Wer lieber auf Nummer sicher gehen will, weil er z.B. zu faul für ein Backup ist, kann auch einfach eine weitere Festplatte für Linux einbauen. Nach der Installation kann dann beim Start zwischen Linux und Windows gewählt werden. Gerade Ubuntu (vielleicht merkt ihr es, ich benutze dieses System selbst :)) verfügt auch über eine sehr hilfsbereite und freundliche Community. Das deutsche Ubuntu-Forum findet man hier, ein Wiki, in dem sehr viele hilfreiche Anleitungen und Einsteigertipps zu finden sind hier.

Wer den Umstieg auf ein freies System noch nicht wagen möchte, kann einen Großteil freier Software auch unter Windows nutzen. Populäre Freie Software, die auch unter Windows läuft sind z.B:

- der WWW-Browser Mozilla Firefox
- der E-Mail-Client Mozilla Thunderbird
- die komplette Office-Suite OpenOffice
- der Filesharing-Client eMule (die Linux-Version heißt aMule)
- die MS-DOS-Emulation DOSBox
- die u.a. für alte LucasArts-Adventures entwickelte ScummVM
- das Bildbearbeitungsprogramm GIMP
- der universelle Videoplayer VLC
- der mit verschiedensten Protokollen (ICQ, AIM, Jabber u.a.) kompatible Instant Messenger Gaim

Links

- openformats.org - Warum offene Formate benutzen?
- Einsteigerinformationen zu Ubuntu Linux
- Warum Linux besser ist
- Linux risikolos mit Live-CD ausprobieren
- Ubuntu Linux installieren
- Wikipedia über Ubuntu
- Wikipedia über Freie Software
- Wikipedia über Linux
- Wikipedia über OpenDocument
- OpenBook zu Ubuntu - komplett gratis im Netz
- Freie Software - Zwischen Privat- und Gemeineigentum, Informationen von der Bundeszentrale für politische Bildung. Das Buch kann auch für 2 EUR bestellt werden.

Weiterführende Artikel zu Microsoft und Apple

- Steve Ballmer droht Linux-Nutzern mit Patentklagen
- Zum Patentabkommen zwischen Microsoft und Novell
- Apple wird 30: Kein Grund zum Feiern
- Silverlight: Microsoft will Flash-Alternative durchdrücken

Freitag, 14. April 2006

Ubisoft gibt StarForce-Malware den Laufpass

StarForce ist eine Kopierschutzsoftware der russischen Firma Protection Technology. Schützen sollen die Kopierschutzmechanismen vor allem die Industrie - mit den User des u.a. in Ubisoft-Produkten eingesetzten Kopierschutzes geht man weniger schützend um.

StarForce installierte heimlich Systemtreiber, die ein Sicherheitsrisiko darstellen und auch dann nicht vom System entfernt werden, wenn die dazugehörige Software längst deinstalliert ist. In einigen Fällen sollen die heimlich installierten Systemkomponenten auch zu einer Zerstörung des Systems geführt haben. Auf die möglichen Sicherheitslücken reagierte Protection Technology gelassen:

So konnte man durch Hacking bei einer frühen Version des Kopierschutzes Administratorrechte in einem Windowssystem erlangen, selbst wenn man über einen eingeschränkten Account eingeloggt war. Die behobene Sicherheitslücke wurde von dem Hersteller dennoch nicht als kritisch eingestuft, da laut Ihren Aussagen ohnehin die meisten Anwender mit Administratorrechten arbeiten. Frei nach der Devise: Herstellerschutz vor Anwenderschutz.
Quelle: pc-intern.com

Außerdem zeichnete sich die russische Firma durch ein sehr aktives und agressives Marketing aus. Weil die Macher des Strategiespiels Galatic Civilizations 2 auf einen Kopierschutz verzichteten, begann das Unternehmen Bittorrent-Links zu illegalen Kopien des Spiels zu vebreiten. Nach dem Motto: Seht her, was passiert, wenn ihr der Kopierschutzmafia kein Schutzgeld zahlt.

Und nachdem Boing Boing negativ über das System berichtete drohte man den Bloggern mit rechtlichen Schritten.

Aber es gibt gute Nachrichten: Nachdem aufgrund der illegal installierten Systemtreiber eine Sammelklage gegen Ubisoft eingereicht wurde, will der Spielehersteller künftig auf StarForce verzichten. Das goldene Zeitalter ohne Kundengängelung ist allerdings nicht angebrochen: Man will auf ein alternatives System setzen.

Donnerstag, 13. April 2006

Wes Brot ich ess

Die Firma JBoss, die freie Software für Unternehmen entwickelt und durch den kommerziellen Support dieser Software Geld verdient, wurde von Red Hat übernommen. Eine Merkwürdigkeit im Blog des JBoss-Chefs entdeckten nun anderen Blogger. Wird sich in einer aktuellen Pressemitteilung von JBoss nur postiv über Red Hat geäußert, hieß es vor wenigen Tagen noch, Red Hat verpacke Linux in "proprietärer Scheiße". Dieser Blog-Eintrag, über den z.B. auch TheRegsiter berichtete, ist nun verschwunden. Aber das Web vergisst nicht.

Heise open bietet übrigens einen aktuellen Artikel über JBoss' Erfolgsgeschichte.

(via CIO Weblog)

Dienstag, 4. April 2006

Windows Vista Build 5308 zum Downloaden?

Offenbar wurde ein Image der kommenden Version von Microsoft Windows ("Vista") versehentlich für alle zugänglich zum Download hochgeladen. Das Image ist ausschließlich für registrierte Beta-Tester online gestellt worden, eine Zugangsbeschränkung mittels Paswortabfrage o.ä. fehlt aber. Noch funktioniert der Download der ca. 2,7 GB großen ISO-Datei. Die aktuelle Version, die auch über Tauschbörsen zu finden ist, lautet allerdings Build 5342.

(via gulli.com)

FUCKUP Weblog

Zeitgeist-Blog und Meta-Medium

FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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