Kreationismus: Sprung über den großen Teich?
Hat der von Bush in den USA protegierte evolutionskritische Kreationismus nun den Sprung über den großen Teich geschafft? "Demokratie und Alltag" berichtet besorgniserregendes:
http://spielverderber.twoday.net/stories/995983/
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Hackmeck - 22. Sep, 02:23
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Quirinus (Gast) - 22. Sep, 19:05
Den kreationistischen Glauben à la USA
gibt es hierzulande schon lange; ich selbst habe mich bereits anno 68/69 in einer evangelischen Gemeinde mit solchen Leuten herumgestritten. Es waren Leute aus der sog. Jesus-People-Szene; modern wirkende also, mit langen Haaren & Wandergitarre; Leute, die nach 1955 geboren wurden. Diesen freikirchlichen & esoterischen Spuk hat noch vor 10 Jahren keiner ernstgenommen, obwohl klar war, daß er von den USA aus auch finanziell unterstützt und von bestimmten Verlagen wie Hänssler propagiert wird. Inzwischen dürfte es einige dieser Leute in der hiesigen Politik geben. Vgl. auch den Skandal um Tony Blairs esoterisch durchgeknallte Frau.
Was ich damit sagen will: daß die Linke in ihrer Fixiertheit auf DIE NAZIS es schon immer versäumt hat, sich mit scheinbar unwichtigen, heute aber viel gefährlicheren ideologischen Strömungen auseinanderzusetzen. Es ist der psychologische Teil des vermeintlichen Kriegs gegen den Terror. Und es wird wahrscheinlich noch recht lange dauern, bis unsere ach so kritischen Berufsintellektuellen das merken.
Was ich damit sagen will: daß die Linke in ihrer Fixiertheit auf DIE NAZIS es schon immer versäumt hat, sich mit scheinbar unwichtigen, heute aber viel gefährlicheren ideologischen Strömungen auseinanderzusetzen. Es ist der psychologische Teil des vermeintlichen Kriegs gegen den Terror. Und es wird wahrscheinlich noch recht lange dauern, bis unsere ach so kritischen Berufsintellektuellen das merken.
Quirinus (Gast) - 22. Sep, 19:09
Ergänzung
Die evangelikalen Wortführer anno 68/69 waren naturgemäß ein wenig älter. Einer hieß Günter Tesch, mag Mitte 20 gewesen sein und tourte mit seiner Klampfe durch die Geeinden.
Hackmeck - 22. Sep, 19:13
Jemand der wider aller Vernunft die Evolutionsthoerie ablehnt und glaubt, die Erde habe ein Alter von wenigen tausend Jahren, erregt zunächst mal mein Mitleid. Ich würde ihn deshalb aber nicht als gefährlich bezeichnen. Gefährlich wird so etwas nur, wenn es - wie es in den USA anscheinend der Fall ist - droht, eine gesamtgesellschaftliche Wirkung zu entfalten, die sich z.B. in Wissenschaftsfeindlichkeit ausdrückt. Hier mag es auch allerlei Sekten, Freikirchen, Jesusfreaks und anderes Gesocks geben - aber so lange solche Gruppen marginalisiert bleiben, tun sie doch keinem weh. Erschreckend ist allerdings, dass es offenbar in der Union Vertreter dieses christlichen Fundamentalismus zu geben scheint, obwohl ich bisher immer stolz darauf war, dass "unsere" europäischen Konservativen nicht so abgefreakt wie die amerikanischen sind.


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