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Neue asoziale Marktwirtschaft

Neues von der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft", die hier schon oft Thema war:

Der Schleichwerbe-Skandal rund um die ARD wird politischer: diese Woche berichtet der Evangelische Pressedienst (epd medien), dass in der ARD-Serie “Marienhof” vor allem Interessenverbände schleichwerben ließen. Das geht aus einem Prüfbericht des ARD hervor. Danach liess unter anderem die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) im Jahr 2002 für 58 670 Euro das Thema “Neue soziale Marktwirtschaft” platzieren. Inhaltlich sei es dabei um “Wirtschaft, schlanker Staat, Steuern etc.” gegangen. Auch andere Verbände nutzen die Serie: Den höchsten Einzelbetrag habe mit 208.607 Euro der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gezahlt. Dafür wurden verschiedene Versicherungsfälle in Marienhof-Dialogen thematisiert. Auch der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller zusmmen mit der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände sowie das Kinderhilfswerk World Vision zahlten für Schleichwerbung in der Serie.

Quelle: http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2005/09/insm-marienhof-thema/

epd dazu:

Auch die neoliberale "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM) zählte zu den Placement-Kunden der Bavaria Film und der vorgeschalteten Agentur Kultur+Werbung bzw. H.+S. Unternehmensberatung. Laut ARD-Liste wurde das Thema "Neue soziale Marktwirtschaft" im Jahr 2002 sieben Mal für 58.670 Euro platziert. Thematisch soll es dabei um "Wirtschaft, schlanker Staat, Steuern etc." gegangen sein. "Kooperationspartner nicht bekannt", heißt es ergänzend im internen ARD-Bericht, der den Intendanten der Rundfunkanstalten bei ihrer jüngsten Sitzung in Stuttgart vorlag. ISNM-Geschäftsführer Dieter Rath bestätigte dem epd am 13. September, dass es sich dabei um die Initiative gehandelt habe. Die Themenauswahl habe "dem Bildungs- und Informationsauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens" entsprochen. Die beauftragte Agentur habe versichert, die Kooperation werde "von der ARD uneingeschränkt mitgetragen".

Quelle: http://www.epd.de/medien/medien_index_37159.html

(via morgaine.twoday.net)

Nachtrag:

Nochmal in Sachen Schleichwerbung:

Der Linux-Verband kann einen Erfolg feiern:

Der Linux-Verband hat eine Einstweilige Verfügung gegen den NDR durchgesetzt, welcher nicht mehr bei der Einblendung von Statistiken und Prognosen das Microsoft-Logo einblenden darf. Das zuständige Gericht hat heute der Einstweiligen Verfügung Recht gegeben.

Quelle: http://www.netzpolitik.org/2005/wahlabend-ohne-microsoft/

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