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Freitag, 29. Juli 2005

Die neue Wut

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Trotz aller Beteuerungen der prognostizierte Erfolg der Linksaprtei sei vor allem ein kurfristiger Ausdruck des Protestes ohne nachhaltige Wirkung, glauben immer mehr daran, dass sich seit einiger Zeit - um es mal auf ein Schlagwort zu bringen, seit Hartz IV - etwas grundsätzlich in der politischen Kultur des Landes geändert hat. Diese Veränderung, so glauben inzwischen auch viele Politikwissenschaftler, ist keineswegs nur ein Strohfreuer der Entrüstung, sondern wird sich langfristig etablieren können.

Der Film neueWUT geht nun in dokumentarischer Absicht der Frage nach, welchen Einfluss die fast schon vergessenen neuen Montagsdemonstrationen auf diese langfristige Veränderung der politischen Kultur gehabt haben, als deren vorläufiges Ergebnis die Entstehung der Linkspartei gelten kann.

Martin Keßler, der bereits seit Mitte der 90er Jahre Dokumentarfilme zu Sozial- und Wirtschaftsthemen für den WDR, das ZDF und Arte gedreht hat, wird an manchen Stellen als "der Michael Moore der deutschen Sozialbewegung" bezeichnet. Ich weiß nicht, ob ihm diese pauschale Gleichsetzung gefällt, aber ein Grund dürfte darin liegen, dass er mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat wie Moore mit seinem Film "Fahrenheit 9/11", dessen Verbreitung Disney versuchte zu verhindern. Denn für "neueWUT" fand sich kein einziger öffentlich-rechtlicher Sender, der bereit war, "neueWUT" zu senden. Die stehen ja mehr auf das Politkasperletheater bei Christansen, (imo weniger schlimm) Illgner & Co. Auch deshalb dieser Hinweis.

Quelle: http://rabenhorst.blogweb.de/archives/314-neueWUT.html

Ich habe den Film nicht gesehen aber eine Angst. Ich habe die Angst, dass der Film aus politischen Gründen ohne Kenntnis des konkreten Inhalts gehypt wird, so wie der erste "Open-Source-Film" Route 66 gehypt wurde, einer der grauenhaftesten und langweiligst-uninspirirtesten Filme, die ich je gesehen habe, auch aus politischen Gründen gehypt wurde.

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