Terror in Zeiten medial vermittelter Wirklichkeit
Ein guter Satz aus einem guten Kommentar der taz:
In medial konstruierten Wirklichkeiten ist freilich, wie wir alle wissen, nicht so sehr der Gewaltakt wirksam (außer für die unmittelbar Betroffenen, also für die Toten und Verletzten), sondern das, was im nachfolgenden Diskurs daraus gemacht wird.
In Deutschland wird daraus wohl leider auch ein Wahlkampfthema gemacht. Als ob die Unions zur Zeit nicht schon genug Stimmen hätte ...
In England - so hat man sich in den Medien offenbar geeignet - reagieren die Menschen jedoch überwiegend gefasst, so schreibt auch das Leitmedium SZ:
Man muss die Briten bewundern, die auf die Anschläge in London so gefasst reagiert haben.

Bildquelle: http://www.werenotafraid.com/index.php?paged=3
Der Spiegel tauft England Cool Britannia und in der Welt bestätigt der Ökonom Holger Schmieding: "Die Londoner City ist schnell wieder zu relativer Normalität zurückgekehrt". "We're not afraid" scheint die medial verstärkte Bevölkerungsmeinung diesmal zu sein. Ich frage mich: Wer hat damit angefangen? Fing einer damit an und alle schrieben es ab? Auf welche Fakten stützen sich diese Berichte? Gab es Umfragen? Ich habe von keiner gehört. Klar, das Leben in London geht weiter. Das Leben in New York City ging nach 9/11 auch weiter und in Madrid wird es nicht anders gewesen sein - in keiner Großstadt wird das gesamte öffentliche Leben nach einem Terroranschlag pausieren. Oder sind die Leute jetzt vielleicht gelassen, weil ihnen Gelassenheit eingeredet wird? Kaum einer kann es wissen, da wir die Realität London, wenn wir nicht gerade persönliche Beziehungen nach dort haben, wie 99% unseres Bildes von der Welt leider ausschließlich medial gefiltert wahrnehmen. Und deshalb werden wir es mal glauben, dass man dort gelassen ist.
In medial konstruierten Wirklichkeiten ist freilich, wie wir alle wissen, nicht so sehr der Gewaltakt wirksam (außer für die unmittelbar Betroffenen, also für die Toten und Verletzten), sondern das, was im nachfolgenden Diskurs daraus gemacht wird.
In Deutschland wird daraus wohl leider auch ein Wahlkampfthema gemacht. Als ob die Unions zur Zeit nicht schon genug Stimmen hätte ...
In England - so hat man sich in den Medien offenbar geeignet - reagieren die Menschen jedoch überwiegend gefasst, so schreibt auch das Leitmedium SZ:
Man muss die Briten bewundern, die auf die Anschläge in London so gefasst reagiert haben.

Bildquelle: http://www.werenotafraid.com/index.php?paged=3
Der Spiegel tauft England Cool Britannia und in der Welt bestätigt der Ökonom Holger Schmieding: "Die Londoner City ist schnell wieder zu relativer Normalität zurückgekehrt". "We're not afraid" scheint die medial verstärkte Bevölkerungsmeinung diesmal zu sein. Ich frage mich: Wer hat damit angefangen? Fing einer damit an und alle schrieben es ab? Auf welche Fakten stützen sich diese Berichte? Gab es Umfragen? Ich habe von keiner gehört. Klar, das Leben in London geht weiter. Das Leben in New York City ging nach 9/11 auch weiter und in Madrid wird es nicht anders gewesen sein - in keiner Großstadt wird das gesamte öffentliche Leben nach einem Terroranschlag pausieren. Oder sind die Leute jetzt vielleicht gelassen, weil ihnen Gelassenheit eingeredet wird? Kaum einer kann es wissen, da wir die Realität London, wenn wir nicht gerade persönliche Beziehungen nach dort haben, wie 99% unseres Bildes von der Welt leider ausschließlich medial gefiltert wahrnehmen. Und deshalb werden wir es mal glauben, dass man dort gelassen ist.
Hackmeck - 8. Jul, 23:03
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