Was macht die Blogkultur aus?
Jan Soefjer fragt in seinem Blog "Studentenleben / Online-Journalismus", ob Bloggen nun, nachdem mit Speeblick sich die ersten Blogger zusammengefunden haben, die vom bloggen leben wollen, "bloß noch Jouranlismus sei", also "die ganze Magie verschwindet, wenn alle plötzlich wichtig und erfolgreich sein müssen" wie Peter Praschl befürchtet.
Ich sehe das Problem weniger, wie ich auf in meinem Kommentar dort schreibe:
Blogs nur noch Journalismus
Waren sie je mehr? Ist das Revolutionäre an Blogs der Inhalt? Wohl kaum. Ähnliche Inhalte gab es schon lange vor dem Aufkommen der Blogs. Revolutionär ist vielmehr die Vielfalt. Da ja nun jeder die Möglichkeiten hat seine Gedanken/Meinungen etc. mit einfachsten Möglichkeiten kundzutun, trägt das einerseits zur Ausdiffernzierung, andererseits zu Entmonopolisierung des Medienssystems bei - das ist das Revolutionäre daran.
Und zur Unterstreichung meiner These fügte ich noch ein Brechtzitat ein, das mir besonders gut gefällt:
Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, d.h., er würde es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn in Beziehung zu setzen. Der Rundfunk müßte demnach aus dem Lieferantentum herausgehen und den Hörer als Lieferanten organisieren.
Bert Brecht, 1932
Natürlich können und werden sich Blogs durch eine kommerzielle Ausrichtung auch verändern - aber wem das nicht gefällt, der kann ja immer noch auf die zahlreichen nicht-kommerziellen Blogs zurückgreifen, die meiner Einschätzung nach auch immer die Mehrheit aller Blogs bilden werden.
Ich sehe das Problem weniger, wie ich auf in meinem Kommentar dort schreibe:
Blogs nur noch Journalismus
Waren sie je mehr? Ist das Revolutionäre an Blogs der Inhalt? Wohl kaum. Ähnliche Inhalte gab es schon lange vor dem Aufkommen der Blogs. Revolutionär ist vielmehr die Vielfalt. Da ja nun jeder die Möglichkeiten hat seine Gedanken/Meinungen etc. mit einfachsten Möglichkeiten kundzutun, trägt das einerseits zur Ausdiffernzierung, andererseits zu Entmonopolisierung des Medienssystems bei - das ist das Revolutionäre daran.
Und zur Unterstreichung meiner These fügte ich noch ein Brechtzitat ein, das mir besonders gut gefällt:
Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, d.h., er würde es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn in Beziehung zu setzen. Der Rundfunk müßte demnach aus dem Lieferantentum herausgehen und den Hörer als Lieferanten organisieren.
Bert Brecht, 1932
Natürlich können und werden sich Blogs durch eine kommerzielle Ausrichtung auch verändern - aber wem das nicht gefällt, der kann ja immer noch auf die zahlreichen nicht-kommerziellen Blogs zurückgreifen, die meiner Einschätzung nach auch immer die Mehrheit aller Blogs bilden werden.
Hackmeck - 19. Jun, 19:55
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