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Freitag, 17. Juni 2005

Aufreger des Tages: Bestellungen beim Universum

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"Handbuch zur Wünscherfüllung" der Autorin viel Kohle zu machen

Manchmal könnte ich mich aufregen. Manchmal tue ich das auch. Besonders wenn sich Menschen meiner Meinung nach vollkommen irrational verhalten und das nicht einsehen wollen.

Es gibt eine Autorin Namens Bärbel Mohr, die überhaupt nicht irrational handelt. Sie schrieb ein Bauernfänger-Buch mit dem Titel "Bestellungen beim Universum" (man möge sich selbst den Amazon.de-Link raussuchen, ich möchte das Buch in keiner Weise unterstützen) und verdiente sehr viel Geld damit. Es ist schon älter aber gerade bin ich auf einen Weblog gestoßen, auf dem der Titel als Buchempfehlung aufgeführt wurde, was mir dieses Buch wieder in Erinnerung rief. Okay, vielleicht tue ich dem Werk auch Unrecht. Vielleicht ist es gar nicht so ernst gemeint wie es der Leser (oder Leserin? Ich weiß es nicht mehr) es aufgefasst hat, die vor Jahren, irgendwann in den 1990er Jahren, als das Buch noch niemand kannte, bei Domian anrief und darüber berichtete. Ich habe es nicht gelesen, alle Informationen über dieses Buch basieren auf diesem Anruf. Der Anrufer/die Anruferin sagte damals sinngemäß etwa folgendes:

Die in "Bestellungen beim Universum" beschriebene Methode, sich etwas "beim Universum" zu wünschen funktioniere tatsächlich und zwar folgendermaßen: Man wünsche sich einfach etwas beim Universum und vergesse es dann. Wenn man nicht mehr daran denkt, gehe es garantiert in Erfüllung, das habe er/sie viele Male nun schon erlebt. Wenn man allerdings danach nochmal an den Wunsch denke, geht es wahrscheinlich nicht in Erfüllung - dies erfodere viel Training.

Also bitte, man muss doch nur für 2 Pfennig nachdenken, um hinter diesen billigen Trick zu kommen:

1) Angenommen man wünscht sich etwas beim Universum und es geht in Erfüllung: In dem Moment erinnert man sich natürlich an den Wunsch - bravo, Universumswunscherfüllungsthese bestätigt.

2) Angenommen man wünscht sich etwas beim Universum und es geht nicht in Erfüllung.

a) man erinnert sich noch an den Wunsch -> kein Wunder, dass sich der Wunsch nicht erfüllt, steht ja so im Buch -> These bestätigt

b) man erinnert sich nicht mehr an den Wunsch -> These wäre zwar widerlegt, kann jedoch vom Betroffenen nicht widerlegt werden, da er sich ja nicht daran erinnert

Ja ich weiß, alles ziemlich trivial. Aber dieser Mensch aber Telefon schien wirklich überzeugt. Und das kann ich eben nicht verstehen.

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bembelkandidat - 18. Jun, 13:01

eines der vielen bücher

die ich also nie lesen werde,
da vertraue ich deiner darstellung.

ärgerlich ist diese bauernfängerei aber schon,
zeit und geld sollten die leute lieber in "sinnvollere" bücher investieren, egal ob sachbuch oder belletristik.

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FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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