Bewährte und überwachte Befragungsansätze

Bildquelle: http://www.time.com/time/photoessays/guantanamo/2.html
Mal wieder ist ein neuer Fall von schweren Menschenrechtsverhanldungen auf Guantanamo Bay bekannt geworden:
Laut einem Bericht des US-Nachrichtenmagazins "Time" haben Verhörexperten des Militärs Mohammed al-Kahtani bei den Befragungen von November 2002 bis Januar 2003 unter anderem ausgezogen, ihm Bilder von leicht bekleideten Frauen um den Hals gehängt und ihm befohlen wie ein Hund zu bellen. Außerdem habe der Gefangene strammstehen müssen, während die US-Nationalhymne abgespielt wurde, berichtete das Magazin unter Berufung auf vertrauliche Aufzeichnungen der Armee.
Einmal hätten die Militärs den Gefangenen auf den Boden gelegt, und eine Frau habe sich über ihn gekniet, hieß es in dem Bericht weiter. Als Kahtani versucht habe, die Frau mit seinen Beinen von sich wegzustoßen, hätten die Ermittler ihn festgehalten. Als der Verdächtige schließlich nichts mehr aß und trank, bekam er den Aufzeichnungen zufolge durch eine Kanüle im Arm dreieinhalb Beutel Flüssigkeit eingeflößt; anschließend hätten die Militärs ihn nicht auf die Toilette gehen lassen, so dass er gezwungen war, in die Hose zu urinieren.
Eines Tages habe Kahtani um einen Stift gebeten, um sein Testament zu schreiben, und angekündigt, dass er sich umbringen wolle, berichtete "Time".
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,360258,00.html
Und was sagt das DoD? Dementiert es? Nein:
Das US-Verteidigungsministerium erklärte, die Ermittler in Guantanamo hätten sich bei Kahtani "bewährter und überwachter Befragungsansätze" bedient. Die Befragung des Verdächtigen sei "einem sehr detaillierten Plan" gefolgt, und die "ausgebildeten Profis" der US-Armee hätten damit aufschlussreiche Informationen aus ihm herausbekommen wollen, "um weitere Anschläge auf Amerika zu verhindern".
Interessant, was inzwischen schon alles so als bewährt gilt. Und Befragungsansätze für Folter - selten einen so schönen Newspeak-Euphemismus gehört.
Hackmeck - 14. Jun, 00:42
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bembelkandidat - 14. Jun, 01:54
angst und bange
kann einem werden, wenn man solche berichte liest.
da traut sich mensch kaum mehr zu verreisen, um nicht zufällig und aus versehen, wie schon geschehen, in die fänge solcher "bewährter" folterknechte zu geraten.
da traut sich mensch kaum mehr zu verreisen, um nicht zufällig und aus versehen, wie schon geschehen, in die fänge solcher "bewährter" folterknechte zu geraten.


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