FUCKUPs Netzumschau
Wahlbetrugsmaschinen
Das Wort "Maschine" kommt laut Wikipedia vom Griechischen "mechané". Und das bedeutet neben Gerüst und Vorrichtung auch List, was gar nicht mal so unpassend ist, wenn man sich aktuell eingesetzte Wahlmaschinen ansieht. Die können nämlich ohne weiteres zu einer List genutzt werden: Die in Deutschland eingesetzt Wahlcomputer wurden bereits von niederländischen Hackern erfolgreich manipuliert und der Chaos Computer Club fordert daher ein Verbot dieser Maschinen für alle ordentlichen Wahlen in Deutschland. Wenn die Leute, die sich wirklich mit so etwas auskennen diesen Maschinen nicht trauen, sollten wir das vielleicht auch tun. Ausführlich wird das Thema auch in einer Sendung des Chaosradios besprochen. Titel: Wahlcomputer - Der schleichende Untergang der öffentlichen Kontrolle. Auch die c't hat sich sehr kritisch mit Wahlmaschinen beschäftigt und bei Andreas kann man sich immer über die neusten Horrormeldungen bezüglich der Wahlcomputer informieren.Das wichtigste ist aber, dass mit einer Software, die statt klassischen Wahlzetteln immer häufiger verwendet wird, die Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit demokratischer Wahlen verschwindet und damit auch ein verfassungsmäßig festgeschriebenes Gebot jeder Wahl. Nicht zuletzt daher stimmen wohl auch Verfassungsrechtler der Verbotsforderung des CCCs zu.
Dass man mit dem, was einem die Wahlmaschine sagt, leben muss, ohne es überprüfen zu können, ist aber sicher einigen ganz recht. Man erinnere sich nur an das Hick Hack um die Präsidentschaftswahl der USA 2000.
Online-Knast für "Raubkopierer"
Wir alle wissen: "Raubkopierer sind Verbrecher", so will das zumindest die Industrie und macht damit Millionen ihrer Kunden zu Kriminellen. Kriminelle gehören weggesperrt und so bekennen sich nun tausende der Raubmord ... äh "Raubkopierer" auf der Seite www.wir-haben-privat-kopiert.de und knasten sich selbst ein. Ich habe meine Zelle auch bereits bezogen, schließlich habe ich mich zuvor ja schon öffentlich bekannt.Gestern lieh ich mir übrigens den Film "München" aus der Videothek aus. In der englischen Version gab es einen Anti-Pircacy-Werbespot, den man sich zwangsweise vor dem Film ansehen musste. Der Text:
You wouldn't steal a car.
You wouldn't steal a handbag.
MOVIE PIRACY IS STEALING!
Ich kann dazu nur sagen: Wenn es die Möglichkeit gäbe, ein Auto kostenlos zu kopieren, würde ich mir sofort einen dicken Audi, BMW oder Benz kopieren. Dass dabei die Autoindustrie zugrunde ginge, weil ihr Geschäftsmodell damit überholt wäre, würde mich keine Sekunde zögern lassen. So viel zu hinkenden Vergleichen ...
Microsoft
Wer ein Monopol hat, muss nicht freundlich sein. Microsoft tut nicht viel für ein gutes Image. So kann man es sich z.B. leisten eine völlig unfertige Windows-Vista-Version als "Release Candidate" zu bezeichnen, ungefragt Daten an Microsoft zu senden, Spieler zum Zwangsumstieg zu zwingen, indem man DirectX 10 nicht für Windows XP verfügbar macht, die EU-Komission unverhohlen zu epressen oder es in Kauf nehmen, dass durch grafischen Schnickschnack aktuelle Spieletitel unter Windows Vista 10-15% langsamer laufen werden als unter XP.Dabei ist weder das als revolutionär angekündigte WinFS Teil des Vista-Betriebssystems noch eine zunächst angekündigte Funktion zur automatischen Synchronisation. Vistas Hauptfeature ist die neue grafische Oberfläche, die vor allem eins tut: Stromfressen.
Einen wirklich guten Einblick in Microsofts agressives Marketing bietet außerdem dieser Artikel auf "Inside IT".
Immerhin verliert Microsoft immer mehr wichtige Mitarbeiter: Schon wieder verlässt ein hochrangiger Mitarbeiter das Unternehmen im Streit. Diesmal ist es der Deutschland-Chef des Unternehmens, Jürgen Gallmann.
Apple ist übrigens nicht besser, die Alternative lautet: Freie Software!
Hackmeck - 8. Okt, 02:59
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