marti (anonym) - 1. Aug, 18:38

mein traum

hej Döni, hab mich lang nicht mehr gemeldet

hmm.. ich find den grundgedanken das jeder jeden überwachen kann ganz gut, auch wenn das eine ziemlich verzerrte variante davon ist

ich hätte kein problem damit gläserner mensch zu sein wenn alle maifias, geheimdienste und andere nette gruppierungen das auch wären
solange die anfallenden daten _allen_ zur verfügung stehen, ist es doch nur eine erweiterung der wahrnehmung
wissen ist 'macht'
aber nur wissensmonopole sind herrschaft

deswegen find ich auch die (scheinbar häufiger gewordenen) vergleiche mit 1984 nicht so sehr sinnvoll
für mich ist dieses buch vor allem eines: eine vision des totalen herrschaftsstaates, vor allem durch zerstöhrung der meinungs- und informationsfreiheit
wenn jeder weis was mit ihm getan wird, und wie es hinter den kulissen aussieht, ist das eine wichtige grundlage um eine freie gesellschaft (demokratie oder anarchie, was sich in deiesm fall nicht sehr stark unterscheiden würde) aufzubauen

alles gute
marti

Hackmeck - 1. Aug, 20:06

Ich halte es da mit den Worten des CCCs: "Private Daten schützen, öffentliche Daten nützen".

Ich möchte nicht, dass irgendjemand ohne mein Wissen Daten über mich in Erfahrung bringen kann. Ich nehme für mich in Anspruch selbst darüber bestimmen zu dürfen, welche Daten ich von mir preisgebe. Und selbst wenn jeder alle Daten einsehen könnte: Wer hätte die Ressourcen, sie zu ordnen und zu nutzen? Die Marktforschung z.B. aber du als Privatbürger nicht.

Überwachung bedeutet Unfreiheit, weil der Überwachte sein Verhalten ändert. Er weiß, dass es beobachtet wird und deshalb verhält er sich konformer. Ob nun ein Diktator überwacht oder die ganze Gesellschaft - eine die Tyrannei der Mehrheit bleibt Tyrannei.

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