Popetown: That was all the fuss about?
Aus der Kategorie abhaken und vergessen
Heute Abend habe ich die erste und vorerst wohl auch letzte Ausstrahlung der "Papstatire" Popetown auf MTV gesehen. Die Sendung war, wie angekündigt, in eine Live-Diskussion eingebunden.Die Folge war meiner Meinung nach platt, dumm, langweilig und alles andere als witzig. Es war nun auch wirklich keine Satire im eigentlichen Sinne, denn das was man dort sah, hatte keinen erkennbaren Bezug zu realer und berechtigter Kritik am Apperat der katholischen Kirche. Es blieb bei infantilem Rumgeblödel auf pubertärem Niveau. Das Alter der Serie (die ersten Folgen entstanden 2003) merkte man Popetown dann auch an. Im Licht aktueller Debatten wie dem Karikaturenstreit wäre das Cartoon sicher anders konzipiert worden.
Recht interessant war allerdings die Live-Diskussion, zu der leider kein Unionsvertreter kommen wollte. Sie machte eines klar: Bei aller Diskussion über Werte, religiöse Gefühle und der Strafbarkeit von Blasphemie: Am Ende entscheiden weder Gerichte, noch religiöse Gefühle oder ein gesellschaftlicher Konsens über die Ausstrahlung. Wichtig ist allein, ob die Werbeindustrie im Umfeld der Serie werben möchte oder nicht.
Eine Verletzung religiöser Gefühle konnte ich nun wirklich nicht erkennen, vor allem wenn man beispielsweise die weitaus bissigeren Folgen zum Thema in der Serie Southpark dagegenhält.
Hackmeck - 4. Mai, 02:55
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