Neues aus Popetown
Papstsatire plant Terroranschlag?
Stoiber dreht frei und die ganze CSU gleich mit ihm. Da wäre z.B. CSU-Fraktionschef Joachim Herrmann, der unter Berufung auf den umstrittenen § 166 MTV wegen blasphemischer Beleidigung anzeigte. Die Staatsanwalschaften nehmen solcherlei religiös motivierte Anzeigen traditionell eher weniger ernst und stellen die Verfahren gerne ein. Für den Fall hat Herrmann aber bereits Konsequenzen angekündigt:"Sollte die Staatsanwaltschaft das nicht verfolgen, dann ist der gesetzgeberische Handlungsbedarf offenkundig."
Heißt im Klartext: Wenn die Staatsanwälte nicht durchgreifen, muss eben das Gesetz verschärft werden.
Quelle: SPON
Um die Dringlichkeit eines Verbots der Papstsatire zu verdeutlichen, führt er nicht weniger als die Terroranschläge vom 11. September 2001 an:
Im März 2001 hätten die Taliban die Buddha-Statuen in Afghanistan zerstört. Man sehe, wohin das geführt habe: "Zu den schrecklichen Flugzeugangriffen in Washington und New York am 11. September."
Quelle: SPON
Ich wünsche Herrn Herrman gute Genesung.
Christliche Eiferer können sich übrigens im "Stoppt Popetown"-Shop mit Anti-Popetown-Merchandising eindecken. Passend zur Klientel gibt es vor allem bayrische Bierkrüge. Als Ergänzung empfehle ich eine "I support Denmark"-Tasse aus dem politicallyincorrect-Weblog für die Meinungsfreiheit, der die "Stoppt Popetown"-Initiative natürlich auch unterstützt.
Hackmeck - 26. Apr, 03:01


das eidesstaatlich versicherte Wahre Wort
NIEDER MIT DER DIKTATUR IM NAME GOTTES
Der Musiksender MTV will vorerst nur eine Folge der umstrittenen Papstsatire "Popetown" ausstrahlen - eingebettet in eine Live-Diskussionsrunde. Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen hatte die Cartoon-Serie zuvor als unbedenklich eingestuft.
Mehr: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,413186,00.html
Interessant noch dazu aus demselben Artikel:
Während der Lehrer den Religionsunterricht bestreitet, zeichnet ein Junge die Figuren in sein Heft. Die Kamera geht dann in das Heft hinein und zeigt die von dem Schüler erdachten Geschichten. Damit würden die Episoden als "eindeutig Fiktion" gezeigt, sie seien "keine ernsthafte Kritik", sagte Gottberg.