Web 2.0: Kultur des Teilens und Mixens
SPON beschätigt sich in einem Artikel von heute mit den kulturellen Aspekten des Web 2.0. Unter der Überschrift "Zerreiß mich, kopier mich" wird die neue Steinbruch-Kultur des Teilens und Mixens im Internet beschrieben, in der multimediale Inhalte als Rohmaterial dienen, um diese kreativ wieder zu neuen Werken zusammenzumischen. SPON stellt dazu auch direkt einige Online-Applikationen vor, um selbst zu Mixen. Eine Bedrohung dieser Kultur stellt natürlich das immer restrikiver werdende Urheberrecht dar. Aber selbst freie Lizenzen wie die der Creative Commons stellen Mixer aller Art immer wieder vor Probleme, da diese oft untereinander inkompatibel sind. An einem Standard für freie Lizenzen wird daher bereist gearbeitet. Schon 2004 setzte sich das Buch "Mix, Burn & R.I.P. - Das Ende der Musikindustrie" aus dem Heise-Verlag mit einer aufkeimenden freien Musikkultur auseinander. Mit der Multimedialisierung des Web 2.0 breitet sich diese Kultur aber zunehmend auch auf andere künstlerische Werke aus. Die Wurzeln der Mix-Kultur liegen dabei schon weit zurück. Bereits William S. Burroughs schnitt Ende der 50er Jahre Romane so zusammen, dass neue Texte entstanden.
In der Praxis nahm Burroughs eine Schere, zerschnitt Seiten mit Text und setzte sie neu zusammen. Borroughs erfand, gemeinsam mit seinem Freund Brion Gysin, gewissermaßen den literarischen Remix. Abmahn-Anwälte gab es im Paris der späten Fünfziger vermutlich nicht.
Quelle: SPON
In der Praxis nahm Burroughs eine Schere, zerschnitt Seiten mit Text und setzte sie neu zusammen. Borroughs erfand, gemeinsam mit seinem Freund Brion Gysin, gewissermaßen den literarischen Remix. Abmahn-Anwälte gab es im Paris der späten Fünfziger vermutlich nicht.
Quelle: SPON
Hackmeck - 13. Apr, 17:06
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