Von Slums, Ghettos und den Medien
Ob es in Berlin nun Slums gibt oder nicht - darüber wird noch gestritten. Definitiv gibt es aber Ghettos (oder nedeutsch: Gettos) und in denen haben die Medien in den letzten Tagen mit viel Herzblut gewühlt. Allen voran die Bild natürlich. Die taz brachte heute einen Artikel über den "knallharten Ghetto-Bürgermeister" Heinz Buschkowsky. Nachdem bereits bekannt wurde, dass das ZDF Geld an sich prügelnde Jugenliche als "Aufwandsentschädigung" zahlte, gerierten nun auch andere Medien durch einen Monitor-Bericht in die Kritik. Zweifelsfrei bewiesen ist es nicht - aber laut Schülern der Rütli-Schule in Berlin sollen u.a. auch Reporter der Bild-Zeitung Geld für inszenierte Randale gezahlt haben.
Wieder einmal wird deutlich, wozu die Funktion des Mediums als Anzeigenraum in letzter Konsequenz führt. In der Ökonomie der Medienwelt ist Aufmerksamkeit die entscheidende Ressource, mit der sich Anzeigenraum verkaufen lässt. Nicht die Wahrhaftgkeit der Berichterstattung steht im Mittelpunkt - auch nicht mehr die Propagandierung der eigenen Meinung. Gut ist, berichtet wird, was Aufmerksamkeit erzeugt.
Den Stein des Anstoßes - der Brief des Kollegiums der Rütli-Schule an die Schulrätin - lässt sich übrigens hier im Wortlaut nachlesen.
Wieder einmal wird deutlich, wozu die Funktion des Mediums als Anzeigenraum in letzter Konsequenz führt. In der Ökonomie der Medienwelt ist Aufmerksamkeit die entscheidende Ressource, mit der sich Anzeigenraum verkaufen lässt. Nicht die Wahrhaftgkeit der Berichterstattung steht im Mittelpunkt - auch nicht mehr die Propagandierung der eigenen Meinung. Gut ist, berichtet wird, was Aufmerksamkeit erzeugt.
Den Stein des Anstoßes - der Brief des Kollegiums der Rütli-Schule an die Schulrätin - lässt sich übrigens hier im Wortlaut nachlesen.
Hackmeck - 10. Apr, 19:15
0 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks


Trackback URL:
http://fuckup.twoday.net/stories/1814167/modTrackback