Zwei-Klassen-Internet
Was mit der Diskussion um die Netzneutralität begann, wird zunehmend zu einer Debatte um die Einrichtung eines Zwei- oder Mehrklassen-Internets.
Das Problem für die Provider: Das Internet funktioniert endlich. Einigermaßen störungsfrei und in hoher Bandbreite verfügbar, merken die Leute langsam, dass es wirklich für sinnvolle Dinge gut ist - zum telefonieren zum Beispiel. Auch wenn die Klagen über eine zu intensive Nutzung des Netzes, z.B. durch Filesharing-Dienste, laut Aussagen der Provider QWest und Verizon stark übertrieben sind - viele Provider scheint es schon zu stören, dass die von ihnen zur Verfügung gestellte Bandbreite auch wirklich genutzt wird.
Die Computerwoche berichtet bereits über die ersten Provider, die Voice-over-IP-Telefonie einschränken, teilweise heimlich:
Dabei gehen die Provider mittlerweile subtiler vor als zu Beginn der P2P-Ära, als einige Internet-Anbieter einfach die entsprechenden Ports sperrten und damit den kompletten P2P-Verkehr lahm legten. "Sie analysieren den Datenverkehr anhand von Mustern, was selbst bei verschlüsselten Diensten wie Skype funktioniert", plaudert der CloudShield-Gründer aus dem Nähkästchen. Würde auf diese Weise etwa einer der Skype-Supernodes identifiziert, so genüge es, den Verkehr zu diesem zu beschränken, um das eigene Netz drastisch zu entlasten, da diese als Aggregatoren den Verkehr einzelner Skype-Benutzer bündeln und weiterleiten. Ein Ansatz, der laut Jungck bereits praktiziert wird. Konkrete Namen von Providern wollte er allerdings nicht nennen.
Quelle: computerwoche.de
Langfristig meint Peder Jungck, Gründer und CTO von CloudShield Technologies, sei der Trend Richtung Klasseninternet vorgegeben:
"Es wird dann noch immer das kostenlose Internet von heute geben, aber ohne vernünftige Bandbreiten oder Quality of Services". Wer mehr will, muss dann, ähnlich wie bei den MPLS-Netzen für Business-Kunden, eine höhere, kostenpflichtige Serviceklasse buchen, um weiter via Internet telefonieren zu können.
Ich hoffe, wir bleiben davon verschont.
Das Problem für die Provider: Das Internet funktioniert endlich. Einigermaßen störungsfrei und in hoher Bandbreite verfügbar, merken die Leute langsam, dass es wirklich für sinnvolle Dinge gut ist - zum telefonieren zum Beispiel. Auch wenn die Klagen über eine zu intensive Nutzung des Netzes, z.B. durch Filesharing-Dienste, laut Aussagen der Provider QWest und Verizon stark übertrieben sind - viele Provider scheint es schon zu stören, dass die von ihnen zur Verfügung gestellte Bandbreite auch wirklich genutzt wird.
Die Computerwoche berichtet bereits über die ersten Provider, die Voice-over-IP-Telefonie einschränken, teilweise heimlich:
Dabei gehen die Provider mittlerweile subtiler vor als zu Beginn der P2P-Ära, als einige Internet-Anbieter einfach die entsprechenden Ports sperrten und damit den kompletten P2P-Verkehr lahm legten. "Sie analysieren den Datenverkehr anhand von Mustern, was selbst bei verschlüsselten Diensten wie Skype funktioniert", plaudert der CloudShield-Gründer aus dem Nähkästchen. Würde auf diese Weise etwa einer der Skype-Supernodes identifiziert, so genüge es, den Verkehr zu diesem zu beschränken, um das eigene Netz drastisch zu entlasten, da diese als Aggregatoren den Verkehr einzelner Skype-Benutzer bündeln und weiterleiten. Ein Ansatz, der laut Jungck bereits praktiziert wird. Konkrete Namen von Providern wollte er allerdings nicht nennen.
Quelle: computerwoche.de
Langfristig meint Peder Jungck, Gründer und CTO von CloudShield Technologies, sei der Trend Richtung Klasseninternet vorgegeben:
"Es wird dann noch immer das kostenlose Internet von heute geben, aber ohne vernünftige Bandbreiten oder Quality of Services". Wer mehr will, muss dann, ähnlich wie bei den MPLS-Netzen für Business-Kunden, eine höhere, kostenpflichtige Serviceklasse buchen, um weiter via Internet telefonieren zu können.
Ich hoffe, wir bleiben davon verschont.
Hackmeck - 31. Mrz, 11:42
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