Terror, Urheberrecht, Abmahnwahn und Mafiamethoden
Eine positive Meldung vorab: Die englischsprachige Wikipedia weist nun über eine Millionen Artikel auf. Ihr Ziel, Wissen frei zu vermitteln wird derweil jedoch in Australien gerade radikal infragegestellt. Bereits jetzt zahlen australische Schulen jedes Jahr rund 19 Millionen Euro an die nationale Copyrightgesellschaft für Kopien, da es dort - anders als beispielsweise in Deutschland - keine Verwertungsausnahmen für den Bildungsbereich gibt. Ebenfalls anders als in Deutschland ist das fürs Surfen im Web nötige Zwischenspeichern im Browsercache in Australien nicht eindeutig als Nichtvervielfältigung definiert. Und so fordert die australische Copyrightmafia nun eine Pauschalabgabe auf jeden Schul-Rechner mit Internetanschluss, was deren Existenz bedroht.
Hierzulande wird das Urheberrecht derweil bemüht, wenn Terror nicht mehr ausreicht: Zur Rechtfertigung der verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung.
Uns Datenschützern ist von Anfang an klar gewesen, dass dieses neue Ermittlungsinstrument, einmal unter engen Konditionen eingeführt, sukzessive ausgeweitet werden wird.
Bemerkt dazu Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragter Schleswig-Holsteins.
Eine neue Form des Abmahnwahns bedroht derweil die deutsche Webforenkultur: Das noch nicht rechtskräftige Urteil gegen heise online, nach dem Heise auch dann für Forenbeiträge haftbar ist, wenn keine Kenntnis über deren Inhalt besteht, nutzt nun eine Anwaltskanzlei um weitere Forenbetreiber abzumahnen. Das Urteil hatte bereits dazu geführt, dass die Linkspartei ihr Forum vorsorglich schloss.
Hierzulande wird das Urheberrecht derweil bemüht, wenn Terror nicht mehr ausreicht: Zur Rechtfertigung der verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung.
Uns Datenschützern ist von Anfang an klar gewesen, dass dieses neue Ermittlungsinstrument, einmal unter engen Konditionen eingeführt, sukzessive ausgeweitet werden wird.
Bemerkt dazu Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragter Schleswig-Holsteins.
Eine neue Form des Abmahnwahns bedroht derweil die deutsche Webforenkultur: Das noch nicht rechtskräftige Urteil gegen heise online, nach dem Heise auch dann für Forenbeiträge haftbar ist, wenn keine Kenntnis über deren Inhalt besteht, nutzt nun eine Anwaltskanzlei um weitere Forenbetreiber abzumahnen. Das Urteil hatte bereits dazu geführt, dass die Linkspartei ihr Forum vorsorglich schloss.
Hackmeck - 2. Mrz, 05:50
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