Web 3.0? Das Semantic Web
Das Web 2.0 ist immer noch schwer im Kommen. Es kursieren Anleitungen wie man seiner Website "2.0-Flair" durch ein 2.0-Design verschafft. Auch über Deutschland schwabbt die 2.0-Welle. Nach dem deutschsprachigen digg-Ableger gibt es jetzt z.B. auch einen deutschspachigen del.icio.us-Klon unter favr.de. Die iX bringt ein Special dazu und auch die c't beschäftigt sich mit dem Thema. Und auf der technischen Seite ist Ajax bereits jetzt einer der Trendbegriffe des Jahres.
Doch wie geht die Entwicklung weiter, was kommt nach dem Web 2.0? Das Semantic Web, sagen einige - andere behaupten, dies komme nie. Der vom World Wide Web Consortium zur Implementierung des Semantic Webs vorgesehene Standard RDF wurde immerhin schon 1999 vorgestellt.
Einige darin benutzt Techniken wie das "taggen" von Webdokumenten, also das Zuordnen von maschinenlesbaren Schlagworten zu einer Netzressource, werden schon im Web 2.0 auf Seiten wie Flickr oder del.icio.us äußerst intensiv genutzt. Solche Schlagworte sollen auch im semantischen Web als Metadaten die Webinhalte klassifizieren und den Inhalt beschreiben.
Das semantische Web geht jedoch noch einen Schritt weiter. Es soll Maschinen ermöglichen, Webinhalte wirklich zu verstehen und über die eigentlich Tags hinaus, Informationen durch Verknüpfungen semantischer Webinhalte zu erhalten. Da die KI-Forschung leider seit Jahrzehnten stagniert, ist dies alles selbstverständlich nicht wirklich über eine "denkende Maschine" realisierbar. Aber es ist möglich Regeln aufzustellen, nach denen Maschinen die Verknüpfungen zwischen Webinhalten mit semnatischen Metadaten interpretieren.
Ein Beispiel: Lisa hat eine Website unter lisa.de. Über einen Meta-Tag in auf ihrer Homepage verweist sie darauf, dass sie einen Sohn Namens Tom hat, der unter der Adresse tom.de zu finden ist. Eine mittels RDF-Schema erstellte Regel könnte lauten: Eine Frau, die einen Sohn hat, ist eine Mutter. So könnte eine Software, die RDF beherrscht, Lisa automatisch die Matainformation "Mutter" zuordnen, obwohl diese Information selbst nicht im Dokument enthalten ist. Einem Menschen ist natürlich klar, dass eine Frau, die einen Sohn hat, Mutter ist. Einer Maschine muss man diesen Fakt allerdings erst beibringen.
Über dieses triviale Beispiel hinaus sind natürlich noch viele weitere per RDF definierte Regeln des semantischen Web denkbar, die eine softwareseitige automatisierte Interpretation des Webs und seiner Verknüpfungen zuließe.
Doch wie geht die Entwicklung weiter, was kommt nach dem Web 2.0? Das Semantic Web, sagen einige - andere behaupten, dies komme nie. Der vom World Wide Web Consortium zur Implementierung des Semantic Webs vorgesehene Standard RDF wurde immerhin schon 1999 vorgestellt.
Einige darin benutzt Techniken wie das "taggen" von Webdokumenten, also das Zuordnen von maschinenlesbaren Schlagworten zu einer Netzressource, werden schon im Web 2.0 auf Seiten wie Flickr oder del.icio.us äußerst intensiv genutzt. Solche Schlagworte sollen auch im semantischen Web als Metadaten die Webinhalte klassifizieren und den Inhalt beschreiben.
Das semantische Web geht jedoch noch einen Schritt weiter. Es soll Maschinen ermöglichen, Webinhalte wirklich zu verstehen und über die eigentlich Tags hinaus, Informationen durch Verknüpfungen semantischer Webinhalte zu erhalten. Da die KI-Forschung leider seit Jahrzehnten stagniert, ist dies alles selbstverständlich nicht wirklich über eine "denkende Maschine" realisierbar. Aber es ist möglich Regeln aufzustellen, nach denen Maschinen die Verknüpfungen zwischen Webinhalten mit semnatischen Metadaten interpretieren.
Ein Beispiel: Lisa hat eine Website unter lisa.de. Über einen Meta-Tag in auf ihrer Homepage verweist sie darauf, dass sie einen Sohn Namens Tom hat, der unter der Adresse tom.de zu finden ist. Eine mittels RDF-Schema erstellte Regel könnte lauten: Eine Frau, die einen Sohn hat, ist eine Mutter. So könnte eine Software, die RDF beherrscht, Lisa automatisch die Matainformation "Mutter" zuordnen, obwohl diese Information selbst nicht im Dokument enthalten ist. Einem Menschen ist natürlich klar, dass eine Frau, die einen Sohn hat, Mutter ist. Einer Maschine muss man diesen Fakt allerdings erst beibringen.
Über dieses triviale Beispiel hinaus sind natürlich noch viele weitere per RDF definierte Regeln des semantischen Web denkbar, die eine softwareseitige automatisierte Interpretation des Webs und seiner Verknüpfungen zuließe.
Hackmeck - 19. Feb, 19:25
Trackbacks zu diesem Beitrag
semantic web - 8. Mai, 13:12
study of meaning
neum�ller schreibt in seiner dissertation:... [weiter]
Daniel Kruse (Gast) - 27. Jul, 07:32
Ein neuer Versuch
s. Website ;-) Danke für die Erklärung, arbeite gerade an einer deutschen Übersetzung zum Thema...
aquastar (Gast) - 8. Mai, 14:33
merci
ein sehr anschauliches beispiel, villeicht weisst du auch eines zu: http://semantic-web.blog.de/2008/05/08/title-4147307
frontalzone (Gast) - 27. Aug, 12:55
klasse artikel
ein sehr schönes problem, wie menschen und maschinen sich unterscheiden. während die semantische suche eine annährung bringt, dass man auch das findet, was man sucht - hier fehlt immer noch die zentrale idee.
das aufblähen von datenbanken und die verknüpfte abfrage von monster-datenbanken wird letztenendlich nicht viel bringen. letzendlich läst sich das thema nicht mit geld oder macht lösen - nur mit dem genialen ansatz.
vielmehr sehe ich die chance darin, aus der hrinforschung zu lernen. der mensch ist in der lage, das zentrale problem zu lösen und auch nur das wird berechnet.
computertechnologien können "ein zentrales problem" noch nicht lösen, sie müssen immer alles berechnen, dann auswerten - um das ideale ergebnis auszuweisen.
trotzdem verfolge ich gespannt, wohin die reise führt und versuche tag für tag, wissen in die semantik zu bringen.
ob ich deswegen den intelligenten computer haben möchte? nein danke - der mensch ist schon krank genug.
greets
dieter
www.frontalzone.de
das aufblähen von datenbanken und die verknüpfte abfrage von monster-datenbanken wird letztenendlich nicht viel bringen. letzendlich läst sich das thema nicht mit geld oder macht lösen - nur mit dem genialen ansatz.
vielmehr sehe ich die chance darin, aus der hrinforschung zu lernen. der mensch ist in der lage, das zentrale problem zu lösen und auch nur das wird berechnet.
computertechnologien können "ein zentrales problem" noch nicht lösen, sie müssen immer alles berechnen, dann auswerten - um das ideale ergebnis auszuweisen.
trotzdem verfolge ich gespannt, wohin die reise führt und versuche tag für tag, wissen in die semantik zu bringen.
ob ich deswegen den intelligenten computer haben möchte? nein danke - der mensch ist schon krank genug.
greets
dieter
www.frontalzone.de
Holger (Gast) - 30. Jan, 23:24
Web 3.0
Man sagt vor allem drei Dinge machen das Web 3.0 aus:
- Das semantische Web
- Internet Protokoll Version 6 (IPv6)
- Neue Übertragungsmethoden und Endgeräte
Wer mehr wissen möchte kann sich ja hier http://semantisches-web.net/web-30/ mal die Beispiele ansehen
- Das semantische Web
- Internet Protokoll Version 6 (IPv6)
- Neue Übertragungsmethoden und Endgeräte
Wer mehr wissen möchte kann sich ja hier http://semantisches-web.net/web-30/ mal die Beispiele ansehen


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