Die Mythen der Moderne
Unser kulturelles Erbe ist nicht Goethe, sondern der Melitta-Mann, die Mythen unserer Kindheit sind nicht länger Märchen, sondern Zeichentrickserien und das Kind der Kinderschokolade. Unsere Sozialisation, unser gesellschaftlicher Zusammenhalt begründen sich nicht in erster Linie auf Werte, sondern auf das gemeinsame Aufwachsen mit Meister Propper und Ed von Schleck. Die Werbekultur ist unsere eigene geworden, wir identifizieren uns mit dieser werbekulturellen Hegemonie unserer Kindheit, es ist ein Stück unserer Identität geworden, es gehört irgendwie auch uns:
Aus vermutlich marketingtechnischen Gründen nimmt uns Ferrero das alt bekannte Gesicht der Kinder Schokolade. Als Kinder der Konsumgesellschaft fühlen wir uns mit diesem Gesicht aber in großem Maße verbunden. Ferrero ändert also nicht einfach nur eine Produktverpackung – Ferrero stiehlt uns einen Teil unserer Identität. Dagegen möchten wir uns im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten wenden. Die Seite gibt es, weil wir den Protest bündeln wollen, den wir auch in unserem Bekanntenkreis gespürt haben.
Quelle: weg-mit-kevin.de via Telepolis
Passend dazu berichtet SPON über zwei Frauen, die ein Buch über eine angeblich neue Protestbewegung schrieben, die mit dem Konsum und nicht gegen ihn protestiert. Oder so ähnlich.
Aus vermutlich marketingtechnischen Gründen nimmt uns Ferrero das alt bekannte Gesicht der Kinder Schokolade. Als Kinder der Konsumgesellschaft fühlen wir uns mit diesem Gesicht aber in großem Maße verbunden. Ferrero ändert also nicht einfach nur eine Produktverpackung – Ferrero stiehlt uns einen Teil unserer Identität. Dagegen möchten wir uns im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten wenden. Die Seite gibt es, weil wir den Protest bündeln wollen, den wir auch in unserem Bekanntenkreis gespürt haben.
Quelle: weg-mit-kevin.de via Telepolis
Passend dazu berichtet SPON über zwei Frauen, die ein Buch über eine angeblich neue Protestbewegung schrieben, die mit dem Konsum und nicht gegen ihn protestiert. Oder so ähnlich.
Hackmeck - 11. Dez, 14:52
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Thot - 11. Dez, 15:55
Wenn schon die ersten Sätze bei Telepolis Mist sind und aufs falsche Gleis zielen, vergeht mir sofort die Lust am Weiterlesen. Wenn der Autor den Bericht einer Boulevardzeitung wie der TZ über den Protest gegen die Änderung einer Verpackung als Beleg für den Niedergang des Journalismus nimmt liegt, kann auch der Rest kaum mehr als Geschwurbel sein. Zutreffende Feststellung, hirnrissige Begründung ne, danke sowas muss ich nicht lesen. Soll aber bei tp öfter vorkommen, nunja.
Richtig ist sicher, der Protest gegen die neue Kinderschokoladeverpackung markiert den neuen geistigen Tiefpunkt einiger Leute. Denen ist aber auch mit Berichten von den CIA-Sauereien nicht beizukommen, schon garnicht in der TZ.
Die Probleme der USA, die es geschafft hat, diese zu Problemen der ganzen Welt zu machen, also auch zu unseren, beispielsweise die Ex- und Hoppmentalität, Kriegstreiberei, Einschränkung der Grundrechte, usw. sind nur durch die USA selbst lösbar, das bedeutet wenn sie in sich selbst zusammenkracht.
Solange die USA Weltmacht sind, wird die Verblödung via TV und anderen Medien fortschreiten und unter dem Deckmantel kann der Staat alles etablieren was den Herrschenden recht und billig erscheint. Mit dem Herumreiten auf Belanglosigkeiten ist denen aber sich kaum beizukommen, sondern lenkt nur vom Wesentlichen ab. Harold Pinter, der Literaturnobelpreisträger hat da jüngst ein ausgezeichnetes Beispiel gegeben, wie man das besser macht.
Nebenbei bemerkt, wenn der tp-Autor die tz kritisiert, kritisiert er eigentlich sich selbst, denn er hat ja ebenfalls eine schwachsinnige Aktion, die im Grunde keiner Erwähnung wert ist, in seinem Artikel eine weit überzogene Aufmerksamkeit geschenkt. Hätte er das mitbekommen, wäre ihm und vielen anderen sehr viel mehr gedient gewesen.
Richtig ist sicher, der Protest gegen die neue Kinderschokoladeverpackung markiert den neuen geistigen Tiefpunkt einiger Leute. Denen ist aber auch mit Berichten von den CIA-Sauereien nicht beizukommen, schon garnicht in der TZ.
Die Probleme der USA, die es geschafft hat, diese zu Problemen der ganzen Welt zu machen, also auch zu unseren, beispielsweise die Ex- und Hoppmentalität, Kriegstreiberei, Einschränkung der Grundrechte, usw. sind nur durch die USA selbst lösbar, das bedeutet wenn sie in sich selbst zusammenkracht.
Solange die USA Weltmacht sind, wird die Verblödung via TV und anderen Medien fortschreiten und unter dem Deckmantel kann der Staat alles etablieren was den Herrschenden recht und billig erscheint. Mit dem Herumreiten auf Belanglosigkeiten ist denen aber sich kaum beizukommen, sondern lenkt nur vom Wesentlichen ab. Harold Pinter, der Literaturnobelpreisträger hat da jüngst ein ausgezeichnetes Beispiel gegeben, wie man das besser macht.
Nebenbei bemerkt, wenn der tp-Autor die tz kritisiert, kritisiert er eigentlich sich selbst, denn er hat ja ebenfalls eine schwachsinnige Aktion, die im Grunde keiner Erwähnung wert ist, in seinem Artikel eine weit überzogene Aufmerksamkeit geschenkt. Hätte er das mitbekommen, wäre ihm und vielen anderen sehr viel mehr gedient gewesen.


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