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"Blaming" - Politik & Irrationalität

Nicht umsonst geht die Volkswirtschaftslehre in ihren vereinfachten Modellannahmen vom egoistischen nutzenmaximierenden Homo oeconomicus aus und kann mit dieser vereinfachten Annahme oft erstaunlich genaue Vorhersagen treffen. Politiker sind meist keine Ökonomen und verfallen in wirtschaftspolitischen Fragen oft in eine reine Appellpolitik. Wenn Müntefering die "Raffgier" der Unternehmer kritisiert ist das keine Systemkritik, sondern im Gegenteil ein sündenbockorientiertes "Blaming", das davon ablenken soll, dass seine Regierung selbst die Voraussetzungen für das Nutzen von Hedge Fonds geschaffen hat, die in den USA beispielsweise schon längst politisch begrenzt wurden. Wenn Nobert Blüm die Unternehmenskultur "seines Adam Opels" lobt oder Heiner Geißler den Moralverfall des globalisierten Kapitals geißelt, so sind dies keine lösungsorientieren Systemkritiken, sondern im besten Fall wirkungslose gesellschaftspolitische Appelle, im schlechtesten Falle födern sie wiederum das Sündenbock-Denken der Bevölkerung, das dunkle Mächte im Hintergrund der globalen Weltmärkte vermutet. Wie sich ein Unternehmer, wie sich Aktionäre und Manager verhalten werden, lässt sich anhand des Homo-oeconomicus-Modells recht genau vorhersagen: Sie werden jede Chance nutzen, nutzenmaxierend, das heißt profitmaximierend, zu handeln. Wenn die politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden, legal Steuern zu hinterziehen oder Dumping-Löhne zu zahlen, dann wird das natürlich ausgenutzt werden. Der Politiker, der einen Unternehmer oder Manager dafür angreift könnte mit einem Politiker verglichen werden, der einen Steuerberater dafür angreift seinen Klienten Steuertricks zu verraten, die er selbst zugelassen hat. Nichts anderes ist dessen Job so wie der Job von Managern nunmal die Profitmaximierung im Sinne der Anteilseigner ist - dafür bezahlen sie ihn schließlich. Ein Manager, der das Gemeinwohl im Auge hat, wäre kein guter Manager für ein Unternehmen. Der Job der Politiker ist allerdings ein anderer, sie sollten das Gemeinwohl im Auge haben, denn sie regieren - anders als die Manager - im Auftrag des Volkes. Deshalb ist es an ihnen Unternehmsmacht politisch zu begrenzen, damit deren Handeln, das in vielerlei Hinsicht positive Aspekte hat, sich nicht zum Nachteil aller auswirkt.

Auch in der Bevölkerung herrscht leider nach wie vor ein von Irrationalität geprägtes Bild der Wirtschaft. Wenn BMW Rover oder Volkswagen Bughatti übernimmt, wird gejubelt - übernimmt aber Vodafone Mannesmann, beschwört man den bösartigen "angloamerikanischen Kapitalisten" herauf, der unsere schöne deutsche Wirtschaft zerstören möchte. Viel Irrationalität sehe ich auch wieder beim Verkauf des Berliner Verlags an den englischen Unternehmer David Montgomery aus - wie man nicht vergessen sollte - kartellrechtlichen Gründen. Schon stellt sich eine illustre Gesellschaft von prominenten Politikern und Intellektuellen gegen den Verkauf, um das Feindbild des angloamerikanischen Finanzjounglers erneut heraufzubeschwören, während es sonst niemanden störte, dass der deutsche Bertelsmann-Konzern weltweit auf Einkaufstour geht und heute zu einem der größten Medienkonzerne der Welt gehört. Dabei operiert Bertelsmann natürlich grundsätzlich nichts anders als David Montgomery.

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FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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geiles ding
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Ing.
Blogage habe ich mir angesehen und werde es gleich...
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