New York Times in der Krise
Die renommierteste Zeitung der USA, die New York Times, steckt in einer tiefen Krise. Nachdem sie bereits für ihre unkritische Berichterstattung zum Irakkrieg um Entschuldigung bat, wird langsam offenbar, wer diese im Auftrag der US-Regierung lancierte. Die Star-Repoterin Judith Miller, die die CIA-Agentin Valerie Plame enttarnte, die Frau von Bush-Kritiker Joe Wilson, der kurz zuvor der Behauptung der US-Regierung widersprach, Saddam Hussein wolle Atombomben bauen, werden über Lewis Libby, dem Stabschef von Dick Cheney, Kontakte zur US-Regierung nachgesagt. Offenbar hat Miller über einen längeren Zeitraum hinweg als bedeutende Redakteurin des Blattes eine regierungsfreundliche Berichterstattung entscheident durchgesetzt:
Keller [Chefredakteur der NYT] warf seinem früheren Star Miller vor, sich zur Komplizin in einer "Flüsterkampagne" der Regierung gegen deren Kritiker gemacht zu haben.
Quelle: spiegel.de
Reporter ohne Grenzen kritisierten anlässlich ihrer kürzlich vorgestellten Länderrankingliste zur Pressefreiheit noch die USA u.a. deshalb, weil Miller in Beugehaft genommen wurde, um ihre Quellen zur Enttarnung der CIA-Agentin Plame offenzulegen, was als Geheimnisverrat gilt. Dies widerspricht dem klassischen Quellenschutz von Journalisten. Anderseits ist es klar, dass die Enttarnung Millers der Abstrafung eines Regierungskritikers dienen sollte:
Diesmal, sagte Rosenthal, gehe es nicht um einen Whistleblower wie "Deep Throat" Mark Felt, den Informanten im Watergate-Skandal, oder Daniel Ellsberg, der 1971 die "Pentagon-Papiere" zum Vietnamkrieg publik machte. Diesmal gehe es um die Verleumdung eines Regierungskritikers - und um Judith Miller.
Quelle: spiegel.de
Keller [Chefredakteur der NYT] warf seinem früheren Star Miller vor, sich zur Komplizin in einer "Flüsterkampagne" der Regierung gegen deren Kritiker gemacht zu haben.
Quelle: spiegel.de
Reporter ohne Grenzen kritisierten anlässlich ihrer kürzlich vorgestellten Länderrankingliste zur Pressefreiheit noch die USA u.a. deshalb, weil Miller in Beugehaft genommen wurde, um ihre Quellen zur Enttarnung der CIA-Agentin Plame offenzulegen, was als Geheimnisverrat gilt. Dies widerspricht dem klassischen Quellenschutz von Journalisten. Anderseits ist es klar, dass die Enttarnung Millers der Abstrafung eines Regierungskritikers dienen sollte:
Diesmal, sagte Rosenthal, gehe es nicht um einen Whistleblower wie "Deep Throat" Mark Felt, den Informanten im Watergate-Skandal, oder Daniel Ellsberg, der 1971 die "Pentagon-Papiere" zum Vietnamkrieg publik machte. Diesmal gehe es um die Verleumdung eines Regierungskritikers - und um Judith Miller.
Quelle: spiegel.de
Hackmeck - 24. Okt, 14:57
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