Rückmeldung

Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Ich hatte ja schon vor einiger Zeit angekündigt, dass es weniger wird. Dann hatte ich irgendwie keine Lust zu bloggen und es ist so viel passiert. Falls ich dann nochmal eine Medienumschau hätte schreiben sollen, hätte ich darin sehr viel aufarbeiten müssen. Der Krieg in Nahost mit all seinen Kuriositäten, die in den klassichen Medien - wenn überhaupt - nur als Randnotizen auftauchten zum Beispiel. Jeden Tag, den ich nicht bloggte, wuchs der Stapel an nicht aufgearbeitetem Material, der eigentlich hier reingehörte und in gleichem Maße sank meine Lust all das noch aufzuarbeiten. ;)

Daher jetzt hier ein Cut. Die zurückliegenden Wochen werden in diesem Blog nicht aufgearbeitet. Die Welt drehte sich weiter, in diesem Blog wird eine Lücke klaffen, als hätte es die letzten Wochen nicht gegeben.

Vielleicht nur mal eben das, was mir gerade noch einfällt. Da gab es zum Beispiel diesen äußerst bemerkenswerten Videoausschnitt von der Kriegsberichterstattung des normalerweise sehr israeltreuen US-Senders Fox News am Anfang des Krieges. Der klar als Journalistenfahrzeug gekennzeichnete Jeep wurde beschossen - von israelischer Armee. Es ist äußerst witzig zu beobachten, wie das Weltbild der Fox-Journalisten im Studio vor laufender Kamera ins Wanken gerät:

"Damn, this is press, that's the color, that's international ..."
"Bad guys shoot at anything!"
"Right ... but it's Israel!"


Das Video ist hier zu sehen.

Gesammelte Notizen zum aktuellen Nahostkrieg gibt es außerdem hier (Kommentare ab Kriegseinbruch), die Fortsetzung hier.

Auch ganz interessant sind ja die Rohölpreise, die sich im Zuge der eskalierenden Nahostkrise wieder mal auf Rekordhöhe befinden. Nur deshalb, so wird uns ständig versichert, seien die Benzinpreise so hoch. Seltsam, dass die Gewinnmargen beim amerikanischen Öl-Riesen Exxon Mobil trotzdem so hoch wie nie zu sein scheinen. Das Unternehmen machte in den vergangenen drei Monaten rund 10 Milliarden Dollar Gewinn.

hartabergerecht.de legt unseren Wiki-Server lahm

Dann gab es da noch die Story zu den Raubkopierjägern von hartabergerecht.de (aka "Raubkopierer sind Verbrecher"). netzpolitik.org entdeckte u.a., dass deren Logfiles öffentlich von jedem aufrufbar waren. Nun kam mir die Idee, diese im Home-Verzeichnis auf unserem Wiki-Server zu speichern und somit die erfreuliche Transparenz, die die Anti-Piracy-Lobbyisten an den Tag legten, zu archivieren. Ich hinterließ den Link mit den Logfiles in den Kommentaren des Artikels auf netzpolitik.org und wenige Stunden später stand er auf boingboing.net, einem der meistgelesenen Blogs der Welt. Das war unserem kleinen Server mit ish-Verbindung dann doch etwas viel und so schenkte ich unserem SysAdmin ungewollt eine DDoS-Attacke, ausgerechnet am 28. Juli, dem SysAdminDay, über den diesmal sogar tagesschau.de berichtete. Eine Analyse der Logfiles hat sebbi.de. Die komprimierten Logfiles gibt es immer noch hier (2,2 MB).

Der umstrittene Müncher Anwalt Gravenreuth stellt sich derweil zur Abwechslung übrigens mal wieder auf die Seite der Guten [tm] und möchte "Hart aber gerecht" wegen ihrer "Spam-Engine" abmahnen.

Verschwörunstheorie goes FAZ-Mainstream

Selbst in so hochseriösen Blättern wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung liest man in dieser verrückten Zeit Verstörendes. So hat es der Internet-Verschwörungsklassiker Loose Change (Google-Video-Link hier) in die Berichterstattung des Blattes geschafft. Und dabei kommt der Artikel erstaunlicherweise sogar ganz ohne Worte wie "Meschugge-Brigade", "bizarres Komplott" oder "krude Thesen" aus. Respekt! ;)

War sonst noch was?

Tja, wie gesagt, ne Menge. Wal-Mart z.B. gibt auf - und das, so vermutet ein schadenfroher ver.di-Sprecher, hat sicher ganz kulturspezifische Gründe:

Er führt als ein Beispiel das Ritual des "morning cheer" an, bei dem Mitarbeiter mit gemeinsamen "W-A-L-M-A-R-T"-Rufen auf einen erfolgreichen Tag eingeschworen werden sollen. "Das hat doch nie wirklich jemand Ernst genommen", ist er überzeugt. Auch ließen sich die Arbeitnehmer nicht wie in den USA üblich durch eine starke Anti-Gewerkschafts-Politik klein halten und ausbeuten. [...] "Wer ist für uns die Nummer eins?", werden die Beschäftigten beim "morning cheer" gefragt? "Der Kunde", schallt es zurück. [...] Ein weiterer Sargnagel dürfte Wal-Marts Image gewesen sein. Neben Berichten über die Arbeitnehmer-feindliche Personalpolitik in den USA sorgten in Deutschland die konservativen Ethik-Richtlinien des Konzerns für Empörung. In einem Verhaltenskodex wurden Mitarbeitern Verabredungen oder gar Liebesbeziehungen untersagt und Kollegen ermuntert, Verstöße bei einer eigens eingerichteten Hotline zu melden. Das Düsseldorfer Landgericht kassierte diese Richtlinie im November 2005 und sprach von einem Verstoß gegen das Grundgesetz.

Quelle: tagesschau.de

Die klagewütige US-Filmindustrie hat diesmal offenbar den Falschen erwischt, als sie den Millionär Shawn Hogan abmahnte und von ihm 2.500 US-Dollar verlangte, um einen Rechtsstreit zu vermeiden - angeblich weil er den Film "Meet the Fockers" in einer Internet-Tauschbörse anbot. Dieser Mann kann sich nun aber dummerweise einen Rechtsstreit leisten und wird damit von der Internet-Community zum Held wider Willen gekürt.

Eine Aussage von "Trendforscher" Matthias Horx geht zur Zeit durch die Medien: Computerspiele machen intelligent! Die dabei verwendete Argumentation hat mich sehr stark an die Worte von Adreas Lange, Leiter des Computerspielemuseums in Berlin, erinnert. Nur das die selbse Aussage damals von ihm nicht in allen Zeitungen erschien.

Wenn Unions-Politiker Mitglied eines Arbeitgeberverbandes sind und die Interessen der Arbeitgeber im Parlament vertreten, ist das nicht unbedingt ungewöhnlich. Neu ist die Dreistigkeit zweier CDU-Mitglieder, die ihre Positionen beim BDI auch während ihrer Tätigkeit als Parlementarier nicht aufgeben wollen. Der eine - Norber Röttgen - verzichtete nach harscher Kritik auf den BDI-Posten. Der andere - Reinhard Göhner - denkt gar nicht dran und foderte stattdessen mehr Lobbyisten für den Bundestag.

Eine interessante Randnotiz hat noch tagesschau.de aufgegriffen. Eine Meldung berichtet über den Algerier Benamar Benatta. Der Mann wurde nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 festgenommen und erst jetzt, 5 Jahre danach, wieder freigelassen.

Das alles, obwohl die Bundespolizei FBI schon im November 2001 feststellte, dass Benatta keine Verbindungen zu Terroristen hat.

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