Die WIPO im geistigen Eigentumsrausch
Es gibt Organisationen, von denen kaum jemand weiß, dass es sie gibt und die nicht demokratisch legitimiert sind, deren Einfluss aber trotzdem nicht unterschätzt werden sollte. Eine solche Organisation ist die World Intellectual Property Organization, kurz WIPO, die sich weltweit für die Monopolisierung von immatriellen Gütern einsetzt, also für sogenanntes "geistiges Eigentum". Seit 1974 ist sie sogar Teil der UNO.
Bei ihren Forderungen, die sie im Namen der Verwertungs- und Rechteindustrie stellt, geht sie zuweilen etwas weit, sodass sie auch mal von einer anderen Teilorganisation der UNO - der UNESCO - kritisiert wird, weil diese eine Gefährdung von Kultur und Meinungsfreiheit sieht. Welche absurden Konsquenzen
der geplante Völker-Vertrag zum Thema Rundfunk-Urheberrecht der WIPO hätte, legt nun die Electronic Frontier Foundation ausführlich dar:
Wie sie berichtet, würde dieser Vertrag den Rundkunksendern für 50 Jahre einen mit dem Urheberrecht vergleichbaren Schutz für alle ausgestrahlten Sendungen und deren Inhalte garantieren, auch wenn die Inhalte gar nicht den Sendeanstalten „gehören“. So würde ein Fernsehsender, der eine unter Creative Commons-lizenzierte Sendung ausstrahlt, sämtliche Rechte an den Inhalten behalten und könnte verfügen, dass niemand den Film weder aufzeichnen noch vervielfältigen darf.
Quelle: Freie Software Presseagentur
Währenddessen warnt der brasilianische Kulturminister Gilberto Gil auf der aktuellen Genfer WIPO-Konferenz davor, die Balance zwischen Urheberrechts- und Patentansprüchen einerseits und dem öffentlichen Interesse andererseits aus den Augen zu verlieren.
Bei ihren Forderungen, die sie im Namen der Verwertungs- und Rechteindustrie stellt, geht sie zuweilen etwas weit, sodass sie auch mal von einer anderen Teilorganisation der UNO - der UNESCO - kritisiert wird, weil diese eine Gefährdung von Kultur und Meinungsfreiheit sieht. Welche absurden Konsquenzen
der geplante Völker-Vertrag zum Thema Rundfunk-Urheberrecht der WIPO hätte, legt nun die Electronic Frontier Foundation ausführlich dar:
Wie sie berichtet, würde dieser Vertrag den Rundkunksendern für 50 Jahre einen mit dem Urheberrecht vergleichbaren Schutz für alle ausgestrahlten Sendungen und deren Inhalte garantieren, auch wenn die Inhalte gar nicht den Sendeanstalten „gehören“. So würde ein Fernsehsender, der eine unter Creative Commons-lizenzierte Sendung ausstrahlt, sämtliche Rechte an den Inhalten behalten und könnte verfügen, dass niemand den Film weder aufzeichnen noch vervielfältigen darf.
Quelle: Freie Software Presseagentur
Währenddessen warnt der brasilianische Kulturminister Gilberto Gil auf der aktuellen Genfer WIPO-Konferenz davor, die Balance zwischen Urheberrechts- und Patentansprüchen einerseits und dem öffentlichen Interesse andererseits aus den Augen zu verlieren.
Hackmeck - 26. Sep, 05:51
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