Montag, 17. April 2006

Wadoma: Zwei Zehen statt fünf

Folgenden Text von der Rückseite eines Abreißkalenders aus dem Jahre 1995 (von Fischer glaube ich) hatte ich mir aufgehoben und bei einer kürzlichen Aufräumaktion wiedergefunden:

Kurioses: Zwei Zehen statt fünf
Im Tal des Sambesi in der Nähe der Stadt Zumbo leben ca. 1000 Neger vom Stamm der Wadomas. Sie haben keinen Kontakt zu anderen Stämmen und konnten bisher auch nicht näher beobachtet werden. Das Merkwürdige an den Wadomas: Sie haben nur zwei - allerdings sehr kräftige - Zehen an jedem Fuß. Die Zehenstellung ist ähnlich wie beim Vogel Strauß.


Die englischsprachige Wikipedia weiß dazu:

A substantial minority of this tribe has a condition known as ectrodactyly in which the middle three toes are absent and the two outer ones are turned in, resulting in the tribe being known as the "two toed" or "ostrich footed" tribe. This is autosomal dominant condition resulting from a single mutation on chromosome number seven. It is reported that those with the condition are not handicapped and well integrated into the tribe. Indeed it may help in tree climbing. The Kalanga of the Kalahari desert also have a number of members with ectrodactyly, and may be related.
Quelle: Wikipedia

Der Text auf dem Kalender war also eher ungenau. Ein Foto davon gibt es z.B. hier.

Scheunentor für Selbstjustiz

DANGER: Registered Sex Offender lives here
Was man in der Online-Version nicht lesen kann: Report Suspicious Behavior to: (drei Telefonnummern). Bildquelle: FAZ.NET

In nächster Zeit wird es wohl die eine oder andere Morddrohung und vielleicht auch den einen oder anderen Mord aus der Fraktion derjenigen geben, die in solchen Fällen immer gerne nach Selbstjustiz ruft.
FUCKUP Blog vom 21. Juli 2005

Schon wieder wurden zwei in den USA verurteilte "sex offenders" ermordet. Der Bundesstaat Maine schloss daraufhin seine "Sex Offender Registry", in der bis vor kurzem alle verurteilten Sexualstraftäter samt vollem Namen, Foto und Wohnadresse zu finden waren, wie u.a. SPON berichtet. Ob dies eine nur vorübergehende oder endgültige Schließung des öffentlichen Internetprangers ist, war nicht zu erfahren.

Erst im September waren zwei Sexualstraftäter in Washington erschossen worden, deren Wohnort der Mörder per im Internet einsehbarer Sexualstraftäterdatenbank herausgefunden hat.

Fefe merkt dazu noch an, dass der amerikanische Begriff des "sex offenders" nicht unbedingt mit dem deutschen juristischen Begriff des Sexualstraftäters übersetzt werden kann. Dort wird man nämlich recht schnell zum "sex offender".

Nachtrag:

Die Datenbank von Maine ist offenbar wieder online.

Die Google-Schere im Kopf

Den Pagerank im Nacken

Über die schlimmsten Auswirkungen von Google Pagerank habe ich mich hier schon mal ausgelassen. Doch selbst auf ganz normale Nachrichtenwebsites und Blogs haben die Relevanzkriterien von Google und Google News ihre - oft negativen - Auswirkungen. Unter der Überschrift "Google statt Witz" monierte SPON bereits vor einiger Zeit den Trend, einer Optimierung auf Googles Suchalgorithmus den Vorzug vor Witz und Kreativität in Überschriften zu geben. Ein Optimierung in Googles Sinne ist einfach: Man bringe so viele relevante Schlüsselwörter wie möglich in die Überschrift unter.

Blogs werden im Artikel von SPON nicht erwähnt. Doch auch hier sollten die Auswirkungen von Technorati und Google nicht unterschätzt werden. Vielleicht einer der langweiligsten Artikel dieses Blogs gehört definitiv zu denen, die am häufigsten aufgerufen wurde. Sein Titel lautet: "Deutsche Bundesliga per Livestream aus China". Der Inhalt sind ein paar Zeilen Text, in denen nicht viel mehr steht, als dass es möglich ist die Bundesliga per Livestream aus China zu empfangen. Außerdem gibt es noch einen Link auf einen anderen Blogeintrag, wo genauer erläutert wird, wie das geht. Wirklich nichts besonderes aber wenn man mehrere populäre Suchworte in einer Überschrift vereinigt wirkt das bei einem halbwegs hohen Pagerank Wunder. Ich selbst habe mich schon dabei ertappt bei Überschriften mehr auf Suchworte als auf Schönheit zu achten.

Das Traurige: Zu Googles Pagerank-System gibt es keine Alternative, zumindest fällt mir keine ein. Wer mal einen Blick in die dunkle Vor-Google-Zeit des Webs wagen will, dem empfehle mal in diese Chaosradio-Sendung von Mitte 1998 reinzuhören. Zitat:

"Übrigens gibt's da wieder so ein Studentenprojekt, was ganz interessant ist von der Uni Stanford: Google."
"Wie heißt das?"
"Google. G - o - o - g - l - e."
"Aha."

Irakkrieg reloaded

Seit der "Bfreiung" des Iraks durch die U.S. Army ist das Land zu einem der bedeutendsten Zentren islamistischen Terrorismus und selbst immer wieder Ziel terroristischer Gewalt geworden.

Was könnte die Lösung aller Probleme sein? Ganz klar ein zweiter Irakkrieg - diesmal allerdings auf Bagdad beschränkt.

Heise online wird 10 Jahre alt

Nach dem Telepolis-Jubiläum feiert nun auch der Heise-Newsticker (heute meist nur noch "Heise" genannt) sein 10jähriges. Die gebührend ausführlichen Meldung dazu liest sich wie eine Zeitreise durch die letzte Dekade der IT-Geschichte. Es war z.B. die Zeit, in der Software noch mit dem Versprechen verkauft wurde, den Arbeitsspeicher verdoppeln zu können. Wer sich selbst durch die ersten Heise-Meldungen klicken möchte, dem empfehle ich die erste Wochenübersicht als Startpunkt. Kuriose Nachrichten von damals z.B.: Apple lizenziert angeblich NT-Code (was allerdings später dementiert wird) und Microsoft plante Unix-Versionen seines Internet Explorers, um sich gegen Netscape durchzusetzen.

Ich selbst mache gerade auch meine persönliche IT-Zeitreise. Da ich momentan in Düsseldorf-Oberkassel bei meiner Mutter bin und dort auf einem ziemlich kaputten Rechner surfen muss, auf dem Firefox ständig abstürzt, benutze ich zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder den Internet Explorer. Ein wohliges Gefühl der Nostalgie will sich allerdings nicht einstellen. Es ist grauenhaft. Ich kann nicht mehr verstehen, wie ich jemals ohne Tabs ausgekommen bin.

Naja, wie dem aus sei: Alles Gute Heise!

FUCKUP Weblog

Zeitgeist-Blog und Meta-Medium

FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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