Filesharing-Nutzer geraten immer öfter in das Visier von Fahndern.
Laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest steigt das Risiko für Tauschbörsen-Nutzer. Die Musikindustrie
strengt gerade eine weltweite Klagewelle gegen Filesharer an und behauptet: Eltern haften für ihre Kinder.
Doch "Informationen wollen frei sein" und sie bahnen sich immer einen Weg. Sogenannte
Darknets entstehen. Kleine
P2P-Netze, in denen sich alle Nutzer gegenseitig vertrauen und so frei von Strafverfolgung mit klar abgeschlossener Nutzerbasis Daten und Informationen sicher austauschen können. Die zur Zeit populärste Darknet-Software ist
WASTE. WASTE eignet sich für kleinere Gruppen von bis zu 50 Personen, ist
Freie Software und für alle relevanten Plattformen
verfügbar. Eine kleine Anleitung für Windows befindet sich
hier.
Was mit kleiner in sich abgeschlossener Nutzerbasis funkioniert, will das
Freenet Project langfristig global verwirklichen:
Zunächst einmal soll Freenet 0.7 als "reines Darknet" starten, bei dem allen Verbindungen vertraut werden muss. Künftige Versionen sollen auch einen gemischten Betrieb mit einem offenen Netz erlauben, so dass Nutzer dann auch Verbindungen ohne Vertrauen zulassen können. Die Entwickler erhoffen sich davon eine verbesserte Vernetzung, die aber zu Lasten der Sicherheit gehen wird.
Quelle:
golem.de
So soll in Zukunft ein großes anonymes und dezentral verwaltetes Netz entstehen, das Zensur unmöglich macht. Jegliche Zensurwünsche, sei es die von Regimen oder
die der Industrie, wären damit unmöglich.
Noch handelt es sich allerdings um eine Beta-Software, die weder stabil noch zweifelsfrei sicher ist. Neugierige können sich die aktuelle Version trotzdem bereits
downloaden. Da die Software
Java-basiert ist, läuft sie auf allen Plattformen für die die
Java Virtual Machine verfügbar ist. Auch Freenet ist Freie Software und steht unter der
GPL. Mehr Informationen gibt es
in der Wikipedia.