Es kann nicht entschieden genug ausgesprochen werden. Die Redaktion ist für die kapitalistische Erwerbsunternehmung nichts weiter als ein lästiger Kostenbestandteil, der gebraucht wird, um die Annoncen vor die Augen der Menschen zu bringen, auf die sie wirken können [...] Also ist die Zeitung ein Erwerbsunternehmen, das Annoncenraum als Ware erzeugt, die nur durch einen redaktionellen Teil verkäuflich wird.
(Bücher 1926, zit. nach Meyn 2001, 86)
Leider ist redaktionelle Arbeit dank des "Kostendrucksargument" inzwischen vielfach die Ausnahme geworden - PR-Meldungen werden immer öfter unredigiert und vor allem unrecherchiert teilweise wörtlich übernommen. Es sind halt kostenlose Beiträge zum Content, der nur dazu dient die Werbung in den Medien zu "verkaufen". PR-Agenturen schreiben ihre Meldungen inzwischen auch im journalistisch distanzierenden Stil, sodass die PR eher durch die Art der Informationen und was eben nicht geschrieben wird, wirkt.
Davon will nun offenbar auch die EU profitieren.