Sonntag, 18. Dezember 2005

Schnellebiges digitales Zeitalter

Unsere Großeltern konnten die alten Fotoalben aus dem Schrank holen, in denen scheinbar ewiglich, zumindest jedoch viele Menschengenerationen, die Vergangenheit konserviert wurde. Was aber ist mit uns, die wir im digitalen Zeitalter leben? Die Flüchtigkeit digitaler Speichermedien macht auch vor Fotos nicht halt. Zum Glück gibt es noch Flickr ...

Metropolis in der Public Domain

Das Urheberrecht für den deutschen Science-Fiction-Klassiker Metropolis von Fritz Lang ist abgelaufen, der Film ist nun gemeinfrei und kann ohne Beschräkungen aufgeführt, kopiert und verändert werden. Wie Tim Pritlove berichtet gibt es den Film z.B. bei archive.org oder publictorrents.com zum kostenlosen Download.

Szene aus Metropolis
Brigitte Helm als falsche Maria

Leider weiß ich nicht, ob es sich dabei um die restaurierte Fassung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung handelt:

Die Uraufführung des Films fand am 10. Januar 1927 in Berlin statt. Da der auf ursprünglich ca. 210 Minuten Länge geschätzte Film in der Folgezeit mehrfach umgeschnitten wurde und viel Originalmaterial verloren gegangen ist, existiert keine vollständige Fassung mehr. Die bisher werktreuste und längste Rekonstruktion (die als Ergebnis einer aufwändigen Suche Fragmentfunde aus der ganzen Welt enthält) wurde im Februar 2001 von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in erstaunlich gut restaurierter Bild- und Tonqualität veröffentlicht und hat eine Gesamtlaufzeit von 117 Minuten. Ebenso wurden anhand der wiedergefundenen Partituren der Originalmusik fehlende Szenen durch Standbilder und Texttafeln ersetzt, um den in früheren Fassungen entstellten Sinn der Handlung wiederherzustellen. Ebenso war es möglich, die originale Schnittfolge und den Originalsoundtrack zu rekonstruieren.

Quelle: Wikipedia

(via rabenhorst)

Stalinwerke

Wir Bolschewiki nennen das „Selbstkritik“. Sie ist überall in der UdSSR üblich...

Witziges, erschreckendes, überraschendes, erstaunliches und groteskes gibt es in den online gestellten Stalinwerken zu finden.

Zu den Perlen gehört sicherlich ein Interview Stalins mit dem Schriftsteller H.G. Wells, Stalins Antwort auf eine Anfrage der Jüdischen Telegrafenagentur oder die Lobeshymnen auf Stalin von Churchill und Roosevelt u.a..

Der Ersteller der Seite ist leider selbst ein verblendeter Stalinist.

Die geflügelte Jahresendfigur

Sprecher 1, barsch: "Halt, kein Zutritt zur Jahresendfeier!"

Sprecher 2: "Aber, ich bin doch der bestellte...eh, Jahresendmann".

Karikatur aus der Satirezeitschrift "Eulenspiegel", DDR 1979

Die meisten großen Zitate der Weltgeschichte haben die ihnen zugeschriebenen Persönlichkeiten nie gesagt. Trotzdem bleiben sie erhalten, werden weiterzitiert und geglaubt. Das liegt meistens daran, dass sie wie die Faust aufs Auge zu den Persönlichkeiten passen. Sie hätten genau einen solchen Ausspruch tätigen können.

Ähnlich verhält es sich wohl mit der Urban Legend um die Umbennung des Weihnachtsengels in "Jahresendflügelpuppe" in der DDR. Die FAZ berichtete 1982, auf den Weihnachtsmärkten des Osten hießen die Weihnachtsengel nun "Jahresendflügelpuppen". Selbiges behauptete die Welt noch am 24. Dezember im letzten Jahr, die Frankfurter Rundschau am 22. November 2004 und die Welt am Sonntag am 10. November 2002. In der Welt übrigens mit dem Zusatz "und auf dem Baum prangte der Sowjetstern".

Aber wie so oft, ist das alles zu schön, um wahr zu sein:

"Im Westen ist das soweit vorgedrungen in die Köpfe von Journalisten und Experten, dass sie angenommen haben, so hätten Menschen gesprochen. Das war von mir nie behauptet worden, dass die Menschen dieses Wort Jahresendflügelfigur anders als ironisch angewendet hätten".

Wurde es überhaupt verwendet? Vielleicht auf handgeschriebenen Schaufensterschildchen. Doch es fand sich bis heute keine Verpackung mit entsprechendem Aufdruck. Und nirgendwo eine schriftlich dokumentierte Anweisung.

Dr. Konrad Auerbach, Direktor des Seiffener Spielzeugmuseums, fasst den Stand der Forschung zusammen: "Ich glaube der Stand zur Zeit ist so - sicherlich mag es da oder dort auch Anweisungen oder Überlegungen dazu gegeben haben - in der erzgebirgischen Produktionsrealität hat dieser Begriff keine Bedeutung gehabt".

Die Nachfrage bei den Herstellern der erzgebirgischen Lichterengel ergab: Alle hatten zwar irgendwann einmal von diesem Begriff gehört. Aber umgetauft hatten sie ihre Produkte nie. Das wäre nämlich geradezu geschäftsschädigend gewesen. Denn zu 99 Prozent gingen die Lichterengel wie auch die Pyramiden als Exportgüter in den Westen.

Die "Geflügelte Jahresendfigur" ist gewissermaßen eine sozialistische Engelslegende. Die im Kopf des unbekannten Funktionärs Gestalt annahm, aber niemals die Massen ergriff.


Quelle: mdr.de

Nachtrag vom 25. Dezember 2006:

Inzwischen hat sich Spiegel Online ausführlich dem Thema angenommen.

FUCKUP Weblog

Zeitgeist-Blog und Meta-Medium

FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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