Dienstag, 15. November 2005

Sony, die Neverending Story

Es wird wirklich immer besser: Nicht nur das Sony-Rootkit reißt eine Sicherheitslücke auf, auch der Uninstaller für das Rootkit ist gefährlich:

Edward Felten, Professor für Informatik an der Princeton-Universität, hat zusammen mit anderen Forschern derweil Sicherheitslücken im ActiveX-basierten Uninstaller für den XCD-Kopierschutz von Sony gefunden. Sie raten daher vor dem Einsatz der Deinstallations-Software ab, da sich das (unsichere) installierte ActiveX-Control wohl von fremden Seiten aus starten lässt. Sicherer ist die Entfernung der Software mit den Werkzeugen, die die Antiviren-Hersteller anbieten, beispielsweise mit dem rkprf-Tool von Sophos.

Quelle: Heise

Mann, bin ich froh, dass noch nie eine legale Audio-CD je in die Nähe meines CD-ROM-Laufwerks gekommen ist!

Nachtrag vom 16. November 2005:

Eine ganz andere Frage ist zudem, ob das Entfernen des Sony-Rootkits nach deutschem Recht überhaupt legal ist:

Das Umgehen von Kopierschutztechnik ist in Deutschland inzwischen verboten, und Sonys DRM stellt eine solche Technik dar - auch wenn sie inzwischen von Viren- und Trojanerautoren zum Erstellen weiterer Schädlinge fleißig genutzt wird, oder WoW - Cheater ebenfalls Gebrauch von der Malware machen können.

In Bedrängnis - Windows kostenlos?

Während das offene Betriebssystem GNU/Linux und offene Standards wie OpenDocument weltweit immer mehr Unterstützung erhalten, fürchtet Microsoft wohl um seine Monpolstellung und will seine "Standards" mit einer aggressiven Preispolitik erhalten:

Der Software-Konzern Microsoft erwägt offenbar, bestimmte Software künftig kostenlos anzubieten. In Redmond werde erwägt, Anwendungen künftig mit Werbung zu finanzieren, berichtet das Branchenmagazin «CNet» unter Berufung auf Branchenkreise.

Geplant sei, etwa die Textverarbeitung Word, die Finanzsoftware Money und das Betriebssystem Windows kostenlos abzugeben, so das Magazin.


Quelle: netzeitung.de

"Diese Fehlermeldungen wird Ihnen präsentiert von ..."

Die Standartisierung der deutschen Sprache

Erschreckend oder lustig?

http://www.k-faktor.com/standart/

Besonders die Statistik ist geil - mit einem sehr erhellenden Ergebnis für beepworld.de aber auch für spiegel.de (okay, die haben ein Forum). Vorbildlich allein ard.de mit 0 Mal "Standart". Und leider bestätigt sich mal wieder, dass die Schweizer und Österreicher einfach schlauer als die Deutschen sind.

Vielleicht erklärt sich das günstige österreichische Ergebnis aber auch durch die Bekanntheit des Standards dort.

Flächentarifvertrag

Es ist verständlich, wenn jedes einzelne Unternehmen bestrebt ist, Lohnerhöhungen soweit wie möglich zu vermeiden. Aus einer betriebswirtschaftlichen, das heißt einzelwirtschaftlichen Sichtweise ist ein solches Verhalten völlig rational. Wenn sich jedoch alle Unternehmen in dieser Weise verhalten, verhindern sie, dass sich die Kaufkraft der Arbeitnehmer in gleicher Weise erhöht wie ihre Angebotsmöglichkeiten. Bei diesem Auseinanderfallen von individueller und kollektiver Rationalität bietet der Flächentarifvertrag einen wichtigen gesamtwirtschaftlichen Koordinationsmechanismus. Er gibt einem Unternehmen, das die Löhne seiner Mitarbeiter erhöht, die Gewissheit, dass auch die Lohnkosten der inländischen Mitbewerber steigen dass sich die Kaufkraft in der Volkswirtschaft insgesamt erhöht. Dieser vorteilhafte Effekt auch durch − in der Diagnose der Mehrheit präsentierte (Ziffer ) − international vergleichende Studien zur Arbeitslosigkeit gestützt, die zu dem Ergebnis kommen, dass der Koordinationsgrad der Lohnverhandlungen einen dämpfenden Einfluss auf die Höhe der Arbeitslosigkeit hat (Nickell et al. 2005). Ein gutes Beispiel hierfür ist die „Sozialpartnerschaft“ in Österreich, bei der zudem eine umfassende Allgemeinverbindlichkeit von Tarifvereinbarungen besteht. Die Tatsache, dass es diesem Land möglich gewesen ist, eine sehr niedrige Arbeitslosenquote zu erreichen, spricht nicht dafür, dass solche Regelungen nachteilig für die Beschäftigung sind.

Aus einem Bericht des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Wirtschaftsweise").

Sehr lesenwert der Abschnitt "eine andere Meinung" vom Mitglied des Rates Peter Bofinger.

INSM und das "Blaming"

Für keinen Witz zu schade - die INSM
Für keinen Witz zu Schade: die INSM

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft macht mal wieder von sich reden. Wie die Wochenzeitung "Freitag" berichtet, nutze man bei der INSM Druck auf die Redaktionen und Angriffe auf die Glaubwürdigkeit von Journalisten, sogenanntes "Blaming", um negative Berichterstattung über die Initiative einzudämmen:

"Die INSM sucht das Gespräch direkt bei der Redaktionsleitung", sagt Thomas Leif, Vorsitzender bei der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche und Chefreporter beim Südwest Rundfunk (SWR). Mit Beschwerdebriefen an Chefredakteure oder Intendanten wolle die Initiative die Redaktion einschüchtern und sie zur Vorsicht beim nächsten Beitrag ermahnen.

Quelle: Freitag 45

Hey ho, so macht Alter Spaß!
Hey ho, so macht Alter Spaß!

(via Lobbycontrol)

Die geheimen Gefägnisse der CIA

Die EU hat die von der Washington Post recherchierten Vorwürfe über geheime CIA-Gefägnisse in Osteuropa untersucht:

"Es gibt noch keine juristischen Beweise", sagte EU-Justizkommissar Franco Frattini im Europaparlament in Straßburg.

Mann, das ging schnell! Was hat die EU bloß angestellt, um das so schnell herauszufinden? Verdeckte Ermittler? Minutiöse Auswertung hunderter Bilder von Militärsatteliten? Die Ermittlung und Befragung geeigneter Zeugen? Nein:

Die Kommission glaube den Erklärungen der Mitgliedsländer und Beitrittskandidaten, die die Berichte kategorisch zurückgewiesen hätten.

Quelle: SPON

(via Fefes Blog)

FUCKUP Weblog

Zeitgeist-Blog und Meta-Medium

FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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