Montag, 14. November 2005

Verbot von "Killerspielen"

Der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD ist schnell zusammengefasst. Das Übliche: weniger Staat, mehr Verantwortung, bla bli blub. Während man im Bereich der Wirtschaft jedoch den Bürgern immer mehr zutraut, sich gegenüber Konzernen eigenverantwortlich durchzusetzen, wird in einer bisher weniger beachteten Passage eine Bevormundung des Privatlebens angekündigt:

Konkret und "unverzüglich" erörtert werden sollen gemeinsam mit den Ländern eine Reihe von Eckpunkten, zu denen neben der Debatte über die Altersgrenzen für die Freigabe von Filmen und Games auch ein Verbot von "Killerspielen" gehören. Zudem soll die Wirksamkeit der Freiwilligen Selbstkontrolleinrichtungen im Medienbereich sowie generell das jetzige Modell der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Staat beim Jugendschutz überprüft werden.

Quelle: Heise

Softwarepatente sind super ...

... findet die US-Regierung. Eigentlich. Grundsätzlich. Nur, wenn diese Softwarepatente nicht nur freie Software und kleine Softwarefirmen, sondern ausnahmweise auch mal das Funktionieren der gesamten US-Administration gefährden, dann findet man Softwarepatente auf einmal doch nicht mehr soooo super. Semi-super sozusagen.

"High Noon" beim Spiegel

Der Streit im SPIEGEL spitzt sich zu, zur Freude der anderen Medien. Die Netzeitung spricht von großem Kino, die taz erläutert die Positionen der "Kombattanten" in dem sich anbahnenden "High Noon" der Gesellschafterversammlung.

Googles Erfolgsrezept: Unfähigkeit

Google wurde auch deshalb die erfolgreichste aller Suchmaschinen, weil die Webssuche von Anfang an im Gegensatz zu den bis dato bekannten und überladenen "Portalen" wie Yahoo!, Altavista und Konsorten bis auf die Suchmaske fast blank war. Der Grund dafür: Der Zufall, dass keiner aus dem anfänglich ca. 20 Mitarbeiter umfassenden Team HTML-Kenntnisse besaß. Und die sind heute offenbar immer noch nicht besonders groß:

Es sei einfach eine Schwäche in der Gründungszeit gewesen, sagte sie. «Als Google startete, waren wir rund 20 Leute, und keiner kannte sich mit der Programmiersprache HTML aus. Einen Webmaster hatten wir auch nicht.»

Quelle: netzeitung.de

HTML ist eine Auszeichnungssprache, keine Programmiersprache.

Sonys Kopierschutz

Inzwischen dürfte ja jeder wissen wie gefährlich Sonys Kopierschutz ist, selbst Microsoft will das DRM-Programm löschen lassen. Ein pikantes Detail: Die Software, die Lizenzverstößen mit groben Mitteln Einhalt gebieten sollte, verstößt selbst gegen eine Lizenz, nämlich die GNU Lesser General Public License. Sie nutzt nämlich die LAME-Bibliothek, die unter der LGPL lizenziert ist ohne sich an deren Auflagen (u.a. Offenlegung des Codes) zu halten.

Nachtrag vom 17. November 2005:

Nicht nur LGPL, auch GPL-Code soll in Sonys Kopierschutz-Rootkit zu finden sein:

http://yro.slashdot.org/yro/05/11/17/1350209.shtml?tid=188&tid=158
http://hack.fi/~muzzy/sony-drm/

Ja, schon wieder grober Unfug

Nazi-Vergleichs-Sirene
Bildquelle: Yahoo! Images

Auch der Hannoveraner Finanzwissenschaftler Stefan Homburg kritisiert die neue Abgabe. Gegenüber der F.A.S. bezeichnete Homburg, der zu den Beratern Angela Merkels zählt, die „Reichensteuer” als moralischen und ökonomischen Tiefpunkt des Koalitionsauftakts: „Offenbar hat man in einem Land, das früher „Judensteuern” erhob, keine Hemmung mehr vor der Verwendung stigmatisierender Bezeichnungen.

Quelle: FAZ

(via IT&W)

AIDS heilbar?

Ein HIV-infizierter Brite ist nun offenhar der erste medizinische Beweis für eine AIDS-Selbstheilung geworden. Der Mann nahm keinerlei Medikamente und hatte nur wenig HI-Viren im Blut, als er 2002 positiv getestest wurde. Nun fühlte er sich besser und ließ sich erneut testen. Ergebnis: er ist virenfrei.

http://www.netzeitung.de/vermischtes/367610.html
http://www.abendblatt.de/daten/2005/11/14/502814.html
http://www.n-tv.de/601236.html

FUCKUP Weblog

Zeitgeist-Blog und Meta-Medium

FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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