Gefühlte Bedrohung
Haftstrafen werden länger, immer mehr Triebtäter verschwinden für unbestimmte Zeit in der Psychiatrie. Zugleich sinkt auch die Zahl der Delikte. [...] So bleiben immer mehr Gewalttäter hinter Gittern - doch ein Gefühl von mehr Sicherheit will sich trotzdem nicht einstellen. Nach einer Untersuchung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) glauben die Deutschen, dass die Zahl der Morde zwischen 1993 und 2003 um 27 Prozent zugenommen hat, die der Sexualmorde gar um 260 Prozent. Mit der Realität hat diese Einschätzung wenig gemein. Tatsächlich sank die Zahl der registrierten Sexualmorde und -mordversuche in den alten Bundesländern zwischen 1981 und 2004 von 81 auf 26 Fälle. Insgesamt gehen Mord und Totschlag seit Jahren zurück.
Quelle: SPON
Das finde ich besonders besorgniserregend:
Doch im Mai war es so weit. Das Landgericht Potsdam verurteilte die Mediziner nach jahrelangem Rechtsstreit wegen fahrlässiger Körperverletzung und Tötung zu je neun Monaten Haft auf Bewährung - ein Novum in der deutschen Rechtsgeschichte.
Die Psychiater hatten 1998 dem Vergewaltiger Raymond Sch. Freigang ermöglicht, sie hielten ihn für ungefährlich. Ein fataler Irrtum: Sch. flüchtete und überfiel zwölf Frauen, an manchen von ihnen verging er sich. Zwei Opfer, betagte Rentnerinnen, starben.
Der Psychiater wird ja nicht absichtlich eine falsche Prognose abgegeben haben, Menschen sind nunmal fehlbar - kein Psychiater kann unfehlbar die Zukunft eines Straftäters voraussagen, die haben keine Glaskugel. Wie soll denn ein Gutachter noch unbefangen urteilen, wenn er bei einem Urteil für den Straftäter wegen fahrlässiger Tötung (!) verurteilt werden kann?
Quelle: SPON
Das finde ich besonders besorgniserregend:
Doch im Mai war es so weit. Das Landgericht Potsdam verurteilte die Mediziner nach jahrelangem Rechtsstreit wegen fahrlässiger Körperverletzung und Tötung zu je neun Monaten Haft auf Bewährung - ein Novum in der deutschen Rechtsgeschichte.
Die Psychiater hatten 1998 dem Vergewaltiger Raymond Sch. Freigang ermöglicht, sie hielten ihn für ungefährlich. Ein fataler Irrtum: Sch. flüchtete und überfiel zwölf Frauen, an manchen von ihnen verging er sich. Zwei Opfer, betagte Rentnerinnen, starben.
Der Psychiater wird ja nicht absichtlich eine falsche Prognose abgegeben haben, Menschen sind nunmal fehlbar - kein Psychiater kann unfehlbar die Zukunft eines Straftäters voraussagen, die haben keine Glaskugel. Wie soll denn ein Gutachter noch unbefangen urteilen, wenn er bei einem Urteil für den Straftäter wegen fahrlässiger Tötung (!) verurteilt werden kann?
Hackmeck - 6. Nov, 21:41
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