Ein aktuelles Panorama der Medienlandschaft. Heute mal im Netzeitungsstil. ;)
Irre politisch
Münte schmeißt hin,
Ede schmeißt hin und die Bild
findet das alles irre. Dabei war das
erst der Anfang. Die SPD-Basis
jammert:
Wir wollen Franz.
Irre schnell
Ebenfalls irres tut sich im
Bereich der Supercomputer: Bis 2010,
kündigte die japanische Regierung an, wolle man die
Petaflop-Grenze durchbrochen haben. Die
DARPA legte noch einen drauf und will das bereits 2008 realisiert haben. In "Technology Review" spricht Ryutaro Himeno, Leiter des "Advanced Center for Computing and Communication" am japanischen Forschungszentrum RIKEN
über völlig neue Architekturansätze beim Supercomputing. Dabei denkt er an hehre Einsatzgebiete für die Supercomputer, zum Nutzen der Menschheit:
Meine persönliche Meinung ist, dass wir molekularbiologische Simulationen so weit entwickeln, dass wir neue Fragen beantworten können. Wie sind die biochemischen Reaktionen in einer Zelle organisiert? Warum gibt es Bakterien, die in heißen Quellen leben können? Was macht deren Proteine so stabil? Das wird sehr leicht zu simulieren sein und wir werden solche Rätsel des Lebens lösen können.
Am Ende aber werden diese Ungetüme wieder zur Entwicklung noch effektiverer Nuklearwaffen genutzt,
so wie der derzeit schnellste Rechner der Welt. Ein Irrsinn.
Irre christlich
Die evangelische Kirche dagegen hält Halloween für irre
und ruft zum Boykott auf: "Die Reformation hat uns von Geisterkulten befreit. Da brauchen wir nun keinen Import aus den USA." Na wenn schon, dann ist das allerdings eher ein Reimport, der
ursprünglich aus Ir(r)land stammt. Den Geisterkult wird die fromme Protestantin allerdings nicht aufhalten können:
In Großbritannien glauben heute schon mehr Menschen an Geister als an Gott. Gott oder den Geistern sei Dank, wollen unsere Christen uns hierzulande nur Halloween verbieten. Anderswo
wettern sie gegen Gebärmutterkrebsimpfungen, da diese zu mehr Teenager-Sex führen würden.
Ebenfalls keinen Spaß an Halloween hatte wohl auch eine 82jährige irre Frau aus Singen:
Sie schlug einen kostümierten Jungen mit einer Zeitung. Noch irrer ging es in Italien zu:
Ein 70jähriger Halloweenhasser schoss mit seinem Jagdgewehr auf zwei jugendliche Halloween-Kostümierte.
Irre gelassen
Ihren Spaß verderben lassen wollen sich die Spieler des Online-Rollenspiels
World of Warcraft nicht: Um gegen Cheater vorzugehen
spioniert Blizzard offenbar seine Kunden aus - aber die wenigsten Zocker stört es - und das obwohl Blizzard durch den
Battle.net-Skandal in dieser Beziehung in sehr schlechter Erinnerung blieb. Gerade Online-Spieler sind ja die ideale Zielgruppe für Marktforschung und Werbung: im Durschnitt jung, eher finanzkräftig (MMORPGs sind teuer!), netzaffin. Wie gesagt
im Durschnitt.
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