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Dienstag, 25. Oktober 2005

Vorwärts für den freien Markt!

Die Helden der Münchner Polizei kämpfen mit harten aber nötigen Mitteln gegen die Streikenden bei Infineon. Dabei musste auch mit der Schusswaffe gedroht werden:

Der Einsatz wurde von der Belegschaft auf Fotos festgehalten. So ist zu sehen, wie ein Infineon-Mitarbeiter von mehreren Beamten zu Boden gedrückt wird. Sein Arm wird umgedreht. "Das ist eine Provokation für die Streikenden", sagte ein Vertreter der Streikleitung heute gegenüber unserer Redaktion. Ein Beschäftigter erklärte am Telefon: "Der Polizeieinsatz zeigt, wie nervös die Infineon-Geschäftsleitung ist, aber auch, in wessen Interesse der Staatsapparat agiert."

Zwei Infineon-Mitarbeiter wurden vorübergehend verhaftet und erkennungsdienstlich behandelt. Den Angaben zufolge soll ein Zivilpolizist im Gedränge seine Schusswaffe gezogen und einen Streikposten bedroht haben. Dennoch gelang es nicht, die Produktion wieder anlaufen zu lassen.


Quelle: de.internet.com

Anderswo nölen Politiker über die Verschrottung von Bahneigentum, wofür Konkurrenten Millionen zahlen würden. Dabei handelt die von Steuerngeldern aufgebaut und inzwischen priavte Bahn doch nur so, wie Politiker es stets forderten: allein nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Politik mit dem Einkaufswagen

Gestern schrieb ich noch über die meiner Meinung nach irrationale Meinung, Unternehmer könnten oder sollten sich moralisch oder im Sinne des Gemeinwolhs verhalten. Heute ist mir aufgefallen, dass dies, selbst wenn man den Unternehmer modellhaft als Homo oeconomicus beschreibt, durchaus in manchen Situationen im Sinne der Nutzenmaximierung möglich ist. Dabei geht es nicht nur um Fragen der Mitarbeiter-Motivation oder die Einrichtung flacher Hierachien zur Verhinderung des SNAFU-Prinzips. Es geht auch und vor allem um das Zauberwort Image. In einer Zeit, in der sich dank technologischem Fortschritt die Waren von Markenherstellern nicht mehr von Discountern über die Qualität absetzen können, kann dies eigentlich nur noch das Image des Produkts und/oder des Herstellers leisten. Natürlich wird Nike, so lange es niemanden interessiert, in der Dritten Welt Kinder zu Hungerlöhnen arbeiten lassen. Aber sobald dies medienöffentlich wird, sobald das Image der Firma in Gefahr gerät, werden sicherlich auch zumindest rudimentäre Verbesserungen eintreten. Berühmt geworden ist die ausschließlich über das Netz verbreitete Kritik an Jamba. Eine ähnliche Wirkung könnte nun eine seit kurzer Zeit im Netz kursierende Schmähschrift gegen die Müller AG, die zum Boykott von Müller-Produkten aufruft, entfalten. Gezieltes Konsumverhalten, der bewusste Kauf und Nichtkauf von Produkten, die "Politik mit dem Einkaufswafen", kann natürlich Unternehmer durchaus zu moralischem Handeln in ihrem eigenen Interesse führen.

Doch auch beim Beispiel "Subventionsskandal Müller" möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass hier das laut Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft "dynamischste, innovativste und reformfreudigste" aller 16 Länder sich mal wieder durch aggresive Subventionspolitik auf Kosten und zum Schaden der Allgemeinheit hervorgetan hat.

FUCKUP Weblog

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FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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