Donnerstag, 13. Oktober 2005

Neues von der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft"

Das Magazin Monitor hat einen interessanten Bericht über das Wirken der arbeitgeberfinanzierten "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM) und dessen manipulativen Wirken in der deutschen Medienlandschaft ausgestrahlt. Das Wirken der Initiative wird u.a. auch in diesem Blog schon länger kritisch begleitet.

INSM produziert fertiges TV-Material, platziert geschickt Experten und verdeckte Werbung für die Botschaft der Initiative in vielen Programmen sowohl der öffentlich-rechtlichen, negativ herauszustellen ist hier vor allem der MDR, als auch der pirvaten Sender.

Den Beitrag gibt es hier als Videostream, einen Überblick über alle gesendeten Beiträge hier.

Älterer ZEIT-Artikel zum Thema:

http://www.zeit.de/2005/19/insm

Wir sind Deutschland, einig Merkelland

Deutschland einig Merkelland
Bildquelle: haraldneuber.twoday.net

Zumindest hier im Blog:

http://wirfindenmerkel.twoday.net/

Schöner Link daraus, die tönende Merkel-Wochenshow von 2007:

http://www.sinn-frei.com/exklusiv.php?bid=1904

(via spielverderber.twoday.net)

Blogs für Blogger?

Ja, die nicht endenwollende Blog-Selbstreflexion geht weiter: ;)

Die Frage, wer eigentlich Blogs liest und wie viele oder wenig Leser das nun sind, beschäftigt zur Zeit ja einige. Sehpferd stellt jetzt die gar nicht so abwegige Theorie auf, dass die meisten Blogs, wenn denn überhaupt, von anderen Bloggern gelesen werden:

Der am Zeitgeschehen interessierte Bürger hat weitaus bessere Quellen: Zeitungen, bei Google News immer frisch aufbereitet, selektierbar und stets aktuell. Wer an Kunst, Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft oder Wissenschaft interessiert sind, findet seine aktuellen Informationsdienste, die ihn schnell und sicher über das Gebiet informieren, das er bevorzugt – RSS macht es möglich.. Wer hingegen das allgemeine Wissen sucht, ist bei Wikipedia meist bestens bedient, Übersetzungen bietet Leo, und gelegentlich ist sogar der ansonsten sehr einseitige und schlecht gepflegte Leipziger Wortschatz hilfreich. Gerade sind zusätzliche Lexika und Wörterbücher ins Netz gestellt worden, die dem Suchenden auch bei ungewöhnlichen Begriffen Hilfestellung geben.

Ansonsten aber gilt: Blogger lesen Blogger. Mädchen glucken zusammen und Jungs schimpfen zusammen – das schweißt sie in ihre Folien ein – doch der wichtige Rest, den wir eigentlich als Leser brauchen, wird von den Suchmaschinen an unsere Strände gespült.


Und diese von Google an den Blogstrand gespülten finden - das kann ich durch Auswertung meiner blogcounter-Logs nur voll bestätigen - fast nie das, was sie eigentlich suchen:

Die Besucher stoßen zufällig auf das Blog und nicht, weil sie sich grundsätzlich für Blogs begeistern. Die meisten von ihnen suchen nach durchaus sinnvollen Begriffen, die in Blogs aber sehr schnell ins Leere führen, weil dort ja mehrere Artikel auf einer Seite abgebildet werden und die Suchmaschine so Kombinationen findet, die im Kontext gar nicht existieren.

Quelle: sehpferd.twoday.net

Vielen wäre allerdings schon geholfen, wenn man ihnen mal beibringen würde mit Anführungszeichen zu arbeiten.

Google entfernt nutzwerk.ffii.org aus Index

Als Reaktion auf eine gesetzliche Forderung, die Google nach lokalem Recht gestellt wurde, haben wir 1 Seite(n) aus dieser Suchergebnisseite entfernt. Sie können die Beschwerde, die dieser Entfernung zugrunde liegt, unter ChillingEffects.org lesen.

Quelle: google.de

Hintergrund dazu:

http://www.fitug.de/debate/0510/msg00037.html

Mehr: http://nutzwerk.ffii.org/

In eigener Sache: Universität im Ausland gesucht

In eigener Sache:

Ich studiere un im dritten Semester Bachelor Sozialwissenschaften an der Uni Düsseldorf und würde gerne ein Semester im Ausland verbringen. Da ich BAföG-Empfänger bin, würden alle Reisekosten sowie zusätzlich Studiengebühren in Höhe von bis zu 4.600 € pro Jahr (für ein oder zwei Semester) übernommen werden. Kennt jemand von euch einen empfehlenswerten englischsprachigen Studiengang z.B. in Schweden, Holland, Kanada, USA, Australien oder Großbritannien, der dem Bereich Politik oder Soziologie bzw. allgemeiner "Social Sciences" zugeordnet werden kann und nicht mehr als 4.600 € Studiengebühren im Monat kostet? Dann bitte in den Kommentaren schreiben oder per Mail an stephan(punkt)doerner(at)uni-duesseldorf.de. Würde mich sehr freuen, schon mal jetzt vielen Dank an alle, die antworten!

El-Kaida-Server in Düsseldorf?

Der islamistische Server ist offenbar nur ein islamischer ohne strafbare Inhalte und er steht auch nicht in Düsseldorf, nicht mal in Nordrhein-Westfalen.

WWM: Triumph der Wikipedia über Brockhaus?

Ist das in der Öffentlichkeit durch "Wer wird Millionär" bekannt gewordene Fehler im Brockhaus ein Triumph für die Wikipedia, der vom Brockhaus-Verlag oft mangelende Reliabilität unterstellt wurde? Nein, leider nicht:

Bei der Erstellung von "Wer wird Millionär?" –Fragen greift die Redaktion auf mindestens zwei Quellen zurück. Quellengrundlage für die Niels Bohr-Frage waren u.a. das "Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2005, Brockhaus CD-Rom", das "Internationale Physikforum phy6.org" und "Wikipedia".

Quelle: rtl.de

Auf Wikipedia wurde die Frage offenbar schon diskutiert als das Thema noch gar nicht in den Medien war. Daraus:

Ich habe doch gleich gesagt, dass Niels kein besonders guter Fußballspieler (zumindest nicht Nationalspieler) war. So stand's auch in einem der ersten umfangreicheren Niels-Bohr-Artikel (von mir), bis so ein Schweinchen Oberschlau aus dem Brockhaus abgeschrieben hat.

Apples Silicon Valley Story

Der Stern erzählt aktuell Apples Seite der Silicon Valley Story und zwar ziemlich genau so wie im gleichnamigen Film. Schöne Auszüge daraus:

In der Einführung des Artikels muss dem unbedarften Leser natürlich erstmal klar gemacht werden, dass es sich bei Apple weniger um eine Firma denn mehr um eine Glaubensgemeinschaft handelt:

Also bat Steve Jobs um ein Treffen und tat das, was er am besten kann: Er predigte. [...] Zu Tausenden waren sie ins Konferenzzentrum gepilgert, klatschten, johlten, riefen "Oh mein Gott!". Und es war nicht unbedingt klar, wen sie meinten - den neuen Computer oder den Mann auf der Bühne: ihren Messias in Turnschuhen [...] Apple hat nicht einfach Kunden, sondern fanatische Gefolgsleute. Menschen, die sich das Firmenlogo eintätowieren lassen oder gar ihr Baby "Apple" taufen, wie die iPod-Enthusiastin Gwyneth Paltrow. Wer Apple leitet, ist deshalb schon von Berufs wegen Kultfigur.

Jobs ist wirklich eine schwer zu beurteilende Persönlichkeit. Symphatisch:

Jobs' Weg zu Ruhm und Reichtum verläuft alles andere als zielstrebig. Nach der Schule lungert er eine Weile an der Uni herum, probiert allerlei bewusstseinserweiternde Pillen und Gräser, pilgert nach Indien und schaut zwischendurch immer mal wieder bei seinen Freunden im Silicon Valley vorbei.

Verschroben:

Während der eine Steve über Schaltkreisen brütet, läuft der andere durch die Nachbarschaft und versucht, Startkapital aufzutreiben. Nicht ganz einfach, denn Jobs ist zu jener Zeit ausschließlich barfuß unterwegs, trägt sein schwarzes Haar schulterlang, rasiert sich selten und badet so gut wie nie, weil er an die Theorie eines indischen Gurus glaubt, dass die richtige Ernährung (ausschließlich Früchte und Nüsse) von innen reinigt. Es spricht für Jobs' Überredungskünste, dass es ihm dennoch gelingt, einige der angesehensten Männer im Technik-Tal als Geburtshelfer für Apple zu gewinnen.

Ein Visionär unbestritten und ein riesen Arschloch:

Widerspruch duldet Jobs ohnehin nicht; Mitarbeiter, die anderer Meinung sind, putzt er gern als "Volltrottel" und "Idioten" herunter. "Das ist schade", sagt Hawkins, "ich bewundere Steve, aber er muss anderen immer zeigen, dass er überlegen ist. Manchmal denke ich, er versucht, ständig die Aufmerksamkeit der Welt auf sich zu lenken, um seinen leiblichen Eltern zu zeigen, welch einen Fehler sie gemacht haben, als sie ihn weggaben." Als der verstoßene Sohn 1978 selbst Vater wird - ungeplant, ungewollt - weigert er sich jahrelang, seine Tochter Lisa anzuerkennen.

Gefährdet Jobs Egozentrismus am Ende die Zukunft seiner Kirche?

"Steve hat nie einen Nachfolger herangezogen, weil er neben sich niemanden ertragen könnte, der gleichwertig ist", sagt Roger Kay, PC-Experte beim Marktforscher IDC. "Stattdessen hat er sich mit Jasagern umgeben."

Andererseits hat Steve Jobs laut Andy Hertzfeld, einem seiner früheren engsten Mitarbeiter, nach seiner Krebserkrankung bemerkt, dass auch er sterblich ist. Schon mal ein riesiger Fortschritt, würde ich sagen.

Der Artikel ist sehr lesenswert:
http://www.stern.de/computer-technik/computer/:Steve-Jobs-Oh-Gott/536292.html

FUCKUP Weblog

Zeitgeist-Blog und Meta-Medium

FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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