Mittwoch, 12. Oktober 2005

Suchmaschinen schleimen um die Wette

Yahoo! oder Google - welche Rolle spielt das Image bei der Frage, wer die Nr. 1 wird? Yahoo! schleimte früh vor und unterstützte die Wikipedia. Vor einiger Zeit kam dann noch der Aufbau einer freien Mediendatenbank zusammen mit Partnern dazu. Nun muss Google nachlegen und gründet eine Stiftung, die Armut bekämpfen und Umweltschutz fördern soll und das mit gar nicht wenig Geld:

Google hat seit dem Börsengang 265 Millionen Dollar seines Kapitals gespendet. Das Unternehmen teilte in Kalifornien mit, 90 Millionen Dollar seien in eine neu gegründete Stiftung geflossen, weitere 175 Millionen habe man an diverse wohltätige Organisationen gespendet.

Außerdem soll es kostenlose Google-Werbung für gemeinnützige Organisationen geben.

Da kann man die Suchmaschinenunternehmen doch nur ermutigen: Schleimt weiter! ;)

Mehr zum Thema Google vs. Yahoo:

http://fuckup.homeunix.net/index.php?Open%20Content%20Alliance

Mehr dazu:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/64829
http://www.google.org/

Kettcar und die deutsche "Nöligkeit"

Ich habe grundsätzlich weder etwas gegen deutschsprachige, noch etwas gegen "ruhige" Musik - aber wenn beides zusammenkommt, ist es meistens eine Katastrophe. Nölig, wehleidig, langweilig, furchtbar, in seiner nöligen pseudogetragenen Dahinplätscherei auf sublime Art absolut nervig. Und die Verkörperung all dieser deutschen enervierenden Nöligkeit ist für mich die Band Kettcar. Bah!

Nachtrag:

Laut Wikipedia soll das, was die machen auch noch unter "Hamburger Schule" einzuordnen sein - nie und nimmer! Ein Lied aus der Hamburger Schule, das ich wirklich empfehlen kann ist "Die Diktatur der Angepassten" von Blumfeld.

Der zwangsbeglückte DSL-Kunde

1&1 hat ein Webportal über das es mittels Werbung für Produkte Geld verdient. Firmensprecher bezeichnen dieses Portal als Mehrwert:

Bis jetzt kämen etwa ein Zehntel der 1&1-DSL-Kunden in den Genuss des "Mehrwerts in Form von Informationen, Shopping- und Service-Angeboten rund um die Uhr", teilte 1&1-Sprecherin Nicole Braun mit.

Das ist 1&1 aber nicht genug:

1&1 serviert seinen DSL-Kunden künftig bei jeder Neuverbindung und darauf folgendem ersten Start des Webbrowsers das hauseigene Startportal. [...] Die Umleitung sei zwar voreingestellt, könne aber jederzeit vom Kunden deaktiviert werden, betonte Braun. 1&1 bietet dazu in seinen FAQs eine ausführliche Anleitung.

Quelle: heise.de

Nur: Wer außer ein paar Profi-Nutzer ändert das schon? Ein Großteil der User wird wohl zukünftig durch das Portal zwangsbeglückt werden.

Gegendarstellungskrieg

taz vs. Berliner Polizei:

http://www.taz.de/pt/2005/10/12/a0244.nf/text

Sorry Welt!

In Anlehnung an sorryeverybody.com:

http://mcwinkel.wd-tietze.de/index.php?p=438#more-438

Gatekeeperforschung und Blogs

Angesichts des Erdbebens in Pakistan und Indien mit über 41.000 Todesopfern sinnieren einige Blogs über die Gatekeeperfunktion der Mainstreammedien, für die zwei gelbe Karten beispielsweise wichtiger erscheinen oder über Merkels Kanzlerschaft als die größere Katastrophe berichten. Allerdings las ich davon in Blogs noch weniger (meinen eigenen nicht ausgeschlossen). Liegt es daran, dass Blogs allgemein solche Nachrichten nicht behandeln? Oder interessiert es uns wirklich einfach nicht?

Apple, die Datenkrake

Ohne Worte:

Apple Strategie zum Schutz der Persönlichkeitsrechte

Auszüge:

Apple erfasst und verwendet Ihre persönlichen Daten dazu, Ihnen einen vorbildlichen Kundenservice zu leisten, bequemen Zugriff auf unsere Produkte und Dienstleistungen zu geben und einen größeren Leistungsumfang anzubieten. Daneben nutzen wir Ihre persönlichen Daten, um Sie über die neuesten Produktankündigungen, Software-Aktualisierungen, Sonderangebote und sonstige Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten, die nach unserer Einschätzung interessant für Sie sind. Dies kann gelegentlich auch Informationen über Produkte und Leistungen anderer IT-Unternehmen umfassen, die den Wert Ihrer Apple Produkte erhöhen können. Von Zeit zu Zeit nehmen wir ggf. mit Hilfe Ihrer persönlichen Daten Kontakt zu Ihnen auf, um Sie in ein Marktforschungsprojekt einzubinden. [...] Wir nutzen verschiedene Gelegenheiten, um Daten über Sie zu erfassen. Beispielsweise bitten wir Sie um die Angabe Ihrer Adressinformationen, wenn Sie mit uns korrespondieren oder uns anrufen, einen Kauf tätigen, sich für ein Seminar anmelden oder an einer Online-Umfrage teilnehmen. Außerdem erfassen wir die von Ihnen bereitgestellten Informationen, wenn Sie ein neues Apple Produkt registrieren, sich bei den Apple Internet-Diensten anmelden oder um die Aufnahme in eine E-Mailingliste bitten. [...] Da Apple weltweit tätig ist, werden die von Ihnen bereitgestellten persönlichen Daten ggf. an andere Apple Niederlassungen weltweit weitergeleitet. [...] In bestimmten Fällen gibt Apple Ihre persönlichen Kontaktinformationen ggf. an sorgfältig ausgewählte IT-Unternehmen weiter, um Sie über verwandte Produkte und Leistungen auf dem Laufenden zu halten. [...] Apple arbeitet mit anderen Unternehmen zusammen, die uns dabei unterstützen, Apple Produkte und Leistungen für Sie bereitzustellen. An diese Unternehmen geben wir ggf. Ihre persönlichen Daten weiter. [...] Mitunter können wir aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen oder Rechtsvorgängen gezwungen sein, Ihre persönlichen Daten offenzulegen.

Und dann kommt das Beste:

Außerdem können wir Informationen über Sie offenlegen, wenn wir der Überzeugung sind, dass dies im öffentlichen Interesse liegt. [...]

Die Apple Strategie zum Schutz der Persönlichkeitsrechte kann jederzeit geändert werden. Bitte überprüfen Sie diese Seite in regelmäßigen Abständen auf eventuelle Änderungen.


Quelle: http://www.apple.com/chde/legal/privacy/

Datenschutzrechtlinien, die bei Microsoft schon längst zu Recht einen Sturm der Erntrüstung ausgelöst hätten. Leider sind Apple-User ihrem Konzern gegenüber meist weniger kritisch ...

Der Blogcounter-Wahn

Blogcounter, Schwanzlängen und andere Lügen:

http://hugo.muensterland.org/2005/10/08/blogcounter-schwanzlangen-und-andere-lugen/

Über Zugriffstatistiken von Blogs und was sie wert sind.

Passend dazu: Viele Blogs haben kaum Leser (Netzeitung)

New Orleans

In New Orleans haben Polizisten einen pensionierten schwarzen Lehrer, der laut eigenen Angaben seit 25 Jahren keinen Schluck Alkohol mehr getrunken hat, wegen "Trunkenheit in der Öffentlichkeit" halb totgeprügelt und danach einen diese Szene filmenden Kameramann einen Schlag in die Magengrube versetzt und grob beleidigt. Andernorts haben Cops eines der angeblichen Karina-Opfer in Wirklichkeit erst erschossen und dann überfahren.

Der Interims-Polizeichef von New Orleans, Warren Riley, gestand bei einer Pressekonferenz ein, die Polizisten hätten offensichtlich "mehr Gewalt als notwendig" angewendet.

Quelle: welt.de

Mmmh.

Das Land ohne Reformbedarf

Indien
Indien kennt keinen Reformbedarf: Deregulierung, soweit das Auge reicht

"Wir müssen Bürokratie abbauen", wir "brauchen Reformen", müssen "Lohnzurückhaltung üben, um konkurrenzfähig zu bleiben/werden" und "können uns den Sozialstaat einfach nicht mehr leisten". Nehmen wir uns doch ein tolles Beispiel vor, ein Land, das alles richtig macht: Indien.

Ich war vor einiger Zeit dort. Indien macht einfach alles richtig:

Sozialreformen

Kürzungen von Sozialleistungen können gar kein Thema sein, es gibt nämlich keine. Kein Gejammer über Hartz IV, dafür stirbt ab und zu einer auf offener Straße - aber hey, die Zeiten des Kuschelstaats sind vorbei - in Indien sind sie sogar nie dagewesen.

Bürokratieabbau

Bürokratie? Ob irgendwer seine Firma irgendwo in Indien errichtet wird die Zentralregierung in Delhi wohl in den seltensten Fällen mitbekommen. Und falls sich doch mal ein lokaler Beamter dorthin verirren würde, können Wirtschaftsbremser wie Umwelt- und Sozialstandards auch ganz unbürokratisch mit wenigen hundert Rupien erledigt werden.

Wettbewerbsfähigkeit

Die Inder sind wahre Meister der Lohnzurückhaltung, wir können noch viel von ihnen lernen! Manche zahlen sogar was dafür, dass sie die Rischka durch die Stadt ziehen dürfen von dessen Einnahmen sie die Hälfte behalten können. Betriebsrat? Gewerkschaften? Haha! Lohnnebenkosten gibt es auch keine - Inder tragen Verantwortung für sich selbst, soziale Sicherung überflüssig.

Indien hat eine geschätzte Arbeitslosigkeit von 70% (ein Arbeitslosenamt wurde in weitsichtiger Reformbereitschaft gar nicht erst eingerichtet). Von Indien lernen heißt siegen lernen!

Bohlen, der Experte

Von Bohlen empfohlen

"Ich würde Bürokratie voll abbauen."

Dieter Bohlen zum Thema "wenn ich Bundeskanzler wäre" gerade bei Maischberger.

FUCKUP Weblog

Zeitgeist-Blog und Meta-Medium

FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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