Freitag, 15. Juli 2005

Die Demokratisierung des Journalismus?

Der Bürger als Not-Reporter

Mobiltelefon-Bilder auf den Titelseiten von Zeitungen


Mehr: http://www.nzz.ch/2005/07/15/em/articleCZ0NX.html

Generalverdacht

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Ich kann gar nicht oft genug erwähnen, wie sehr ich mich auf einen Innenminister Beckstein "freue":

Der bayerische Innenminister Günther Beckstein hatte gefordert, muslimische Gemeinden stärker zu überwachen: "Wir müssen von jeder Moschee wissen, was dort passiert", sagte er.

Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4527106_REF1,00.html

Zinsen und Freiwirtschftslehre Gesells

In einer Diskussion auf dem FUCKUP Wiki äußerte jemand die durch das Internet stark verbreitete These von Silvio Gesells Freiwirtschaftslehre: Man müsse nur den Zins verbieten, schon seien eigentlich alle Probleme der heutigen Wirtschaft gelöst. Ein paar Gedanken dazu von mir, die ich in der Diskussion äußerte:

Also, wichtig zu wissen zum Thema Zinsen ist ja: Die kommen nicht aus dem Nichts, entstehen nicht einfach so. Okay, banal zu erwähnen aber irgendwie finden es viele wohl an sich merkwürdig und "unnatürlich", dass sich Geld selbst vermehrt. Aber: Gäbe es niemanden, der die Dienstleistung des Leihens von Geld nachfragte, würde einem auch keine Bank Zinsen für sein Geld zahlen. Zinsen werden also von denen erwirtschaftet, die sich Geld leihen, das ihnen nicht gehört - aus welchen Grünen auch immer. Banken sind nun dazu da, dieses Interesse zu befriedigen und zu koordinieren. Dafür leihen sie sich wiederum Geld von ihren Kunden, die darüber jedoch nach wie vor frei verfügen können. Das scheinbare Paradoxum funktioniert, da nie alle Kunden gleichzeitig ihr Geld komplett abheben - es bleiben immer genügend Reserven, die an jene veliehen werden, die Geld investieren oder konsumieren (wobei letzteres dumm ist) wollen, das sie zur Zeit nicht haben. Diese Dienstleistung bezahlen sie - und davon werden die Zinsen bezahlt, die die Bank ihren Kunden gewährt.

Viele stört wahrscheinlich die Idee, dass alleine schon der Besitz von Geld einen dazu berechtigt, mehr Geld zu bekommen. Ab einer bestimmten Menge an Reichtum kann man eben alleine von seinem Geld, vom Zins, leben - man bezieht volkswirtschatlich gesprochen also eine Rente, d.h. man bezieht Einkommen, das andere für einen mittels produktiver Arbeit erwirtschaften. Aber, wen das stört, der muss dann konsequenterweise auch den gesamten Kapitalismus infragestellen, in dem beispielsweise der Fabrikbesitzer ebenfalls von einer Rendite lebt, nämlich dem, was seine Angestellten für ihn erwirtschaften. Gleiches gilt für jede andere Form des Besitzes von Kapitals, z.B. Aktien, aber auch für den Besitz von Boden oder Immobilien. Der Hausbesitzer lebt genauso von der Arbeit anderer wie der Geldbesitzer, der von Zinsen lebt. Beide besitzen ein Gut, nach dem eine Nachfrage besteht.


Ein Verbot von Zinsen würde meiner Meinung nach nur dazu führen, dass niemand mehr Geld verleiht - es sei denn aus Menschenfreundlichkeit. Das Kreditgeschäft würde also entweder illegal oder gar nicht mehr von statten gehen.

Kann da vielleicht ein volkswirtschaftlich gebildeter Mensch nochmal drüberschaun und das ergänzen/korrigieren?

Kondome? Nein danke!

Dass es religiöse Fantiker gibt, die trotz drohender Überbevölkerung Verhütungsmittel für Teufelszeug halten, kann kaum noch erschrecken. Schon erschreckend finde ich jedoch die Tatsache, dass eben solche Fanatiker die wirtschaftliche mächtigste und einflußreichste Nation dieses Planeten lenken:

http://www.zeit.de/2005/28/weltbevoelkerungstag

FUCKUP Weblog

Zeitgeist-Blog und Meta-Medium

FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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