Die von den Umfrageinstituten prognostizierten 14% Potential des WASG/PDS-Linksbündnisses scheint dieses inzwischen fast auszureizen:
Von 11% sprechen inzwischen die Umfrageinstitute. Höchste Zeit dagegen etwas zu unternehmen, scheinen einige zu denken, wie die Tagesschau, die eine Äußerung Gysis zum Anlass nimmt, welche in ähnlicher Art schon dutzende Spitzenpolitiker in den Mund genommen haben, einen Beitrag mit "
Linksbündnis schielt nach rechts" zu überschreiben. Die darin zitierte Aussage lautet:
"Natürlich müssen sich alle Parteien Gedanken machen, wie sie der NPD irregeleitete Wähler wegnehmen können. Ich kämpfe um die", sagte PDS-Spitzenkandidat Gregor Gysi dem Magazin "Stern".
Das Linksbündnis schielt allerdings tatsächlich nach rechts - zur SPD - denn mit dieser kann man sich dort langfristig eine Koalition vorstellen. Auch eher
schrille Wahlkampftöne früherer PDS-Tage scheinen im Gysi-Lager vergessen. Hartz IV - wohl der ausschlaggebende Anlass für das Widererstarken der Linke - wird nicht mehr grundsätzlich abgelehnt:
Gysi sprach sich für Korrekturen an der Arbeitsmarktreform Hartz IV aus, lehnte ihre Aufhebung jedoch ab.
Ebenfalls gegen das Linksbündnis vorgehen wollen eine Reihe mehr oder weniger prominenter Schriftsteller, namentlich
laut taz u.a. Wolf Biermann, Hans Christoph Buch, Klaus Harpprecht, Uwe Kolbe, Günter Kunert, Gert Loschütz, Monika Maron und Peter Schneider, die in einem offenen Brief vor der PDS warnen. Außer
Wolf Biermann kenne ich allerdings keinen der genannten - und der ist eigentlich auch kein Schriftsteller, sondern war mal Liedermacher und ist seit der Wende hauptberuflicher PDS-Warner geworden. Von dort also auch nichts wirklich Neues.