Samstag, 18. Juni 2005

Bald die ganze Welt per Google Maps?

Noch ist es nirgendwo offiziell dokumentiert, doch seit gerade eben verweise ein /.-Artikel auf die Erweiterung des Google Maps-Service, der ja auch hier schon Thema war:

They haven't blogged it yet, but maps.google.com has added some additional scaling-out, and maps of the entire world are available. Only country names so far (except in the US, Canada & UK) but it's still nice to finally click back & forth between the Satellite imagery and some real maps, even if their proportions don't quite match.

Hier gibt es die neuen Gebiete im Überblick:

http://maps.google.com/maps?ll=29.840644,47.988281&spn=78.826069,129.902344&hl=en

Leben: Zwölf Monate zum Preis von neun

Eine interessante Rechnung macht der Altersforscher James Vaupel im Interview mit der ZEIT auf:

Es gibt eine bemerkenswert lineare Aufwärtsentwicklung. Um 1840 hatten schwedische Frauen die höchste Lebenserwartung – im Durchschnitt 45 Jahre. Jetzt sind es die Japanerinnen. Sie leben 85,3 Jahre, eine Zunahme von 40 Lebensjahren innerhalb der vergangenen 160 Jahre. Und das passierte ganz gleichmäßig: In jeder einzelnen Dekade stieg die Lebenserwartung um 2,5 Jahre. Das sind drei Monate pro Jahr! Erstaunlich viel, nicht wahr? Man lebt zwölf Monate und zahlt nur für neun.

Wahlkampfparolen auf dem Prüfstand

Obwohl die Financial Times Deutschland (FTD) nicht gerade zu den als sozialistisch verschrieen Kampfblättern gehört, gehen der FTD-Redaktion offensichtlich viele von der neoliberalen Propaganda verbreitete Unwahrheiten auf den Keks. Erst kürzlich griff sie die Mythen der neoliberalen Staatsverschuldungstheorie auf und am 12. Mai 2004 rechnete sie am Beispiel Irlands unter der Überschrift "Die Mär vom irischen Zaubertrank" (leider nur noch gegen Geld online) vor, dass deren wirtschaftlicher Aufschwung keineswegs auf die rekordverdächtig niedrigen Steuern zurückzuführen sei. Umgekehrt habe sich Irland "[s]pektakulär niedrige Steuersätze [...] erst geleistet, als es die EU beim Pro-Kopf-Einkommen längst eingeholt hatte" (FTD vom 21. Mai 2004 , S. 34).

Nun widmet sie sich der vom CDU-Generalsekretär Volker Kauder gerne verbreiteten Lüge, es würden "jeden Tag aus Deutschland 1000 Jobs verlagert".

(via www.nachdenkseiten.de)

ATI lernfähig?

Jahrelang beschwerte sich jeder GNU/Linux-User mit ATI-Grafikkarte über den ganz und gar schlechten Grafiktreiber-Support von ATI, die es ganz im Gegensatz zu NVidia es nie schaften einen vernünftigen Linux-Treiber zu veröffentlichen. Es gab sogar eine populäre Onlin-Petition an ATI, die die Veröffentlichung vernünftiger Treiber für Linux forderte.


Aus dem Debianforum kommt jetzt jedoch eine efreuliche Nachricht:

Hallo Debian und ATI Freunde!

ATI macht den ersten schritt in die Richtige richtung!
1. Auf www.ati.com gibt es einen neuen Treiber. (infos hier

2. ATI hat endlich einen Installer geschaffen, der es ermöglicht auch für absolute anfänger die Treiberinstallation sehr einfach zu machen.
infos zum installer hier

ich lade gerade den installer und werde erfahrungen mit ATI installer und Debian in kürze hier veröffentlichen.


Quelle und mehr Infos dazu: http://www.debianforum.de/forum/viewtopic.php?t=47657

Hardware-Trojaner per eBay?

In der Newsgroup de.sci.ing.elektrotechnik berichtet Daniel Hopf über mysteriöse kostenpflichte Anrufe auf 0190/0900-Nummern, obwohl Software-Dialer ausgeschlossen waren. Lange blieb ihm die Sache ein Rätsel, bis das auf eBay ersteigerte NTBA-Gerät ausgewechselt wurde:

[...] Durch Zufall kam ich heute drauf. Es war der NTBA, den ich mir bei eBay als Ersatz bestellt hatte, falls der alte mal am Wochenende versagen sollte (Gewitter). Dies war tatsächlich vor einem Jahr der Fall. Ich hängte also das eBay Gerät ran und alles funzte wieder. Das von der Telekom erhaltene Ersatzgerät hob ich mir für dennächsten Blitzschlag auf.

Dieser traf gestern ein und ich montierte den kaputten eBay-NTBA ab und ersetzte ihn durch das ERsatzgerät der Telekom. Neugierig wie ich nun mal bin schraubte ich das eBay-Gerät auf und fand dort eine zusätzliche Platine, die mit Heißkleber am Deckel befestigt war und von wo 6 einzelen Drähte auf die eigentliche NTBA-Platine gelötet waren.

Ein dickes IC erkannte ich als Beck-IPC-Chip, das andere muß wohl ISDN-Zeugs gewesen sein und das ganze scheint wohl eine automatische Anrufschaltung gewesen zu sein. Wozu sonst sollte ein BECK-Chip in einem NTBA gut sein?

Es scheint also nicht nur Software-Trojaner-Bastler sondern mittlerweile auch Hardware-Trojaner-Bastler zu geben.

Also vorsicht bei gebrauchten Kommunikationsgeräten von eBay. Da Gebrauchtgeräte von dort ohnehin keine Garantie haben, empfiehlt es sich, da vorher mal eine Blick reinzuwerfen. Bei einer TK-Analge sehe ich da ähnliches Potential.


Quelle: http://groups.google.de/group/de.sci.ing.elektrotechnik/msg/181ced681000a033?hl=de

Hier ein Foto von dem NTBA-Gerät:

ntba

Bildquelle:

http://www.free-transfer.de/index.php%3Fopen%3Ddownload%26id%3D646%26code%3DN44IUBPUJ0CO3GQWN59U

(via Fefe's Blog)

Nachtrag vom 22. Juni 2005:

Inzwischen berichtet sogar intern.de über das Posting - inkl. Link auf diesen Beitrag.

Landratsamt im Kreis Bergstraße

Überall heißt es München wechselt zu Linux, Wien wechselt zu Linux, die Behörden Venezuelas und Brasiliens wechseln zu Linux. Aber wo liest man sonst derartige von den etablieren Medien unterdrückte Informationen? ;)

Landratsamt im Kreis Bergstraße verabschiedet sich von Linux und verbessert seine Kommunikation mit Ämtern und Bürgern

Quelle: http://www.microsoft.com/germany/diefakten/default.mspx

Bammm! Diese Nachrichte sollte einschlagen wie eine Bombe! Man, immerhin das Landratsamt im Kreis Bergstraße!

Im Artikel selbst steht dann übrigens nichts mehr von Linux, dafür von einer "äußerst heterogenen IT-Infrastruktur", die durch Microsoft-Produkte ersetzt wurde.

Nachtrag von 18. Juni 2005:

Floschi’s Blog tut das, wozu ich nicht mehr in der Lage war und nimmt Microsofts Propaganda sachlich auseinander. ;) Aber auch einseitige Linux-Apoplogeten, die jede Verbesserung nach dem Wechsel einer IT-Infrastruktur auf den Wechsel nach Linux zurückführen, bekommen ihr Fett weg.

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FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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