Mittwoch, 18. Mai 2005

Wackelt das eBay-Monopol?

Drei Quasi-Monopole haben sich nach dem Platzen der .com-Blase herausgebildet:

Amazon, Google und eBay.

Amazons Quasi-Monpol ist vor allem dessen Bekanntheit und der guten Website geschuldet. Es gibt aber vor allem preislich gute Alternativen wie Lehmanns Online Bookshop, der eine sehr große Bandbreite an Literatur komplett versandtkostenfrei innerhalb Deutschlands anbietet oder Bookzilla, bei der die volle Provision in Höhe von 5% des Kaufpreises an die Free Software Foundation Europe gespendet wird.
Insgesamt halt ich Amazons Monopol für eher leicht angreifbar. Ein Missbrauch durch Preistreiberei steht wohl nicht nur wegen der Buchpreisbindung nicht zu befürchten.

Auch Googles Quasi-Monopol wackelt seit einiger Zeit - Konkurrenten wie Yahoo! und MSN Search haben aufgerüstet und können Google seit einiger Zeit sogar erste Marktanteile streitig machen.

Einzig das eBay-Monopol scheint weniger angreifbar: Da die Attraktivität einer Handelsplattform für Bieter mit der Zahl der Anbieter und für Anbieter mit der Zahl der Bieter wächst, ist dessen enormer Vorsprung vor allen anderen Auktionsbörsen kaum mehr aufzuholen (weshalb ich mir auch schon ewig mal eBay-Aktien holen wollte ...), was natürlich langfristig dazu führen kann, dass eBay noch überzogenere Gebühren verlangen kann. Wie ich schon im Debianforum schrieb:

Vielleicht gibt es ja irgendwann aus der Wikipedia-Community oder ähnlichem heraus einen Ansatz, der eine Handelsplattform ohne Gebühren bereit stellt. Denn an sich ist das, was durch eBay und Preisvergleichsdienste geschaffen wurde, eine großartige Sache, die uns näher zu einem Wirtschaftssystem der vollständigen Konkurrenz und zum "homo oeconomicus" bringt, wobei wirklich jeder vollständige Informationen über den Markt besitzt.

Nun ist dieser Ansatz zwar noch nicht verfolgt worden aber immerhin meldet Heise heute, dass sich die vier auf Nischen wie Immobilien und Dienstleistungen spezialisierten Auktionsplattformen ImmoAuktionen.de, Sebworld.de, Echtwahr.de und LetsWorkIt.de gegen eBay zusammengeschlossen haben. Vielleicht ein erster Anfang?

blogcounter.de

Ich habe mich jetzt auch bei blogcounter.de angemeldet. Irgendwie bin ich ja ein Statistik-Freak, wenn es nicht gerade was mit der Uni zu tun hat ...

Hach ja, erinnert mich irgendwie alles an meine alte "Homepage-Zeit".

wholinkstome.com

Ganz nette Sache:

http://wholinkstome.com/

Habe ich jetzt in meinen "Credits" aufgenommen. Kann ich die Überschrift dieses Kastens eigentlich irgendwie verändern?

"Kapitalismuskritik"

muente_sii

Was ist eine Kapitalismuskritik? Schwer zu sagen. Bis vor kurzem hätte man wohl noch eine Kritik am kapitalistischen System darunter verstanden. Seit Müntes "Kapitalismuskritik" (warum die Anführungszeichen werde ich noch erläutern) gilt allerdings jede Kritik an Maßnahmen aktueller Regierungspolitik direkt als Systemkritik. Das Wort hat sicher gute Chancen auf den Titel "Wort des Jahres".

Positiv daran ist vielleicht, dass einiges an Kritik, was bisher von der Medienlandschaft eher stiefmütterlich behandelt wurde unter dem Label "Kapitalismuskritik" an die Oberfläche gespült wird.

War aber Münteferings Kritik an der Moral einiger Unternehmer wirklich eine Kapitalismuskritik?

Die Marktwirtschaft lebt doch nicht von Moral, sondern von dem, was es an ordnungspolitischen Regelungen gibt.Albrecht Müller in einem Interview mit der Netzeitung

Kein Ökonom würde je auf die Idee kommen, an Kapitalisten (also Eignern von Kapital), moralische Apelle zu richten. Das Modell des Homo oeconomicus wird nicht umsonst von fast allen Ökonomen in volkswirtschaftlichen Makrotheorien angenommen. Darum ist auch eine Kritik an der Moral der Unternehmer keineswegs eine Kritik am Wirtschaftssystem, sondern soll dieses im Gegenteil gegen berechtigte Angriffe schützen, indem sie verschleiert, dass es sich um ordnungspolitische Systemprobleme und nicht um gesellschaftlich-moralische Probleme handelt. Jedes Wirtschaftssubjekt wird bis auf Ausnahmen immer alles tun, um für sich persönlich den größten Nutzen zu erwirtschaften. Falls entsprechende Anreizstrukturen geschaffen (z.B. Steuersubventionen für die Verlagerung von Unternehmen ins Ausland) werden, werden sie ebenso genutzt wie sich aus dem Markt ergebende Anreizstrukturen genutzt werden, die, falls nicht ordnungspolitische Maßnahmen der Wirtschaftspolitik sie beheben/ausgleichen, zu kollektiv unerwünschten Effekten führen werden, da sie jeder der dazu fähig ist, nutzt. Dass die "unsichtbare Hand" Adam Smiths' nicht in jeder Situation wirkt und zu einem kollektiv gewünschten Situation führt, wurde z.B. schon lange spielthoeretisch durch das "Gefangendilemma" bewiesen.

FUCKUP Weblog

Zeitgeist-Blog und Meta-Medium

FUCKUP (First Universal Cybernetic-Kinetic Ultra-Micro Programmer) ist der fiktive Computer von Captain Hagbard Celine. FUCKUP, der sich auf dem goldenen U-Boot Leif Erikson befindet, ermittelt ständig, mittels eines virtuellen I Ging, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch des 3. Weltkriegs. (Wikipedia)

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